VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Es dürfte ein ungewöhnliches Gefühl für die Günzburger Landesligamannschaft gewesen sein, aber Samstagabend nach der 36:19 (16:8)-Handballgala gegen die SG Blumenau/Süd war es soweit. Nach Wochen-langer Dauerkritik war Trainer Hofmeister erstmals in der jüngeren Geschichte des VfL-Männerhandballs mit seinem Team zufrieden. Nicht nur dass die Spieler um die Kapitäne Axel Leix und Nicolai Fiegel-Jensen nach dem Spiel eine glänzende "Nacht der Tracht" in der alt-ehrwürdigen Jahnturnhalle auf die Beine stellten, sondern auch weil die jüngste Mannschaft der Liga endlich ihr Leistungsvermögen aufblitzen ließ.
Die jungen Schiedsrichterdamen aus dem fränkischen Heroldsberg gaben alles, übersahen aber gleich zu Spielbeginn einige Nicklichkeiten auf beiden Seiten als die Athleten ihre und der Schiedsrichter Grenzen ausloteten. Diese versteckten Fouls sollten über das ganze Spiel der fade Beigeschmack der Begegnung bleiben. Zunächst war es ein Fight auf Augenhöhe. Der VfL leistete sich ein paar technische Fehler und die Münchner Gäste imponierten durch ihren athletischen Rückraum, besonders ihr Muskelpaket auf Rückraumlinks fiel auf. Bis zum 4:4 erlebten die Zuschauer ein ausgeglichenes Handballgefecht. Dann stürmten Daniel Jäger und seine Handballfreunde wie entfesselt durch die Halle. Ein 6:0-Lauf bescherte bereits beim 10:4 einen frühen deutlichen Vorsprung. Leider schied Andi Konopa, der erstmals in der Anfangsformation stand nach grundsolider Leistung mit zwei Rückraumknallern bald aus. Seine alte Mittelfußverletzung schmerzte wieder, Stunden später musste gar ein Bruch durch Röntgen ausgeschlossen werden. Dem Günzburger Spielfluss tat dies an diesem Handballtag keinen Abbruch. Das 16:8 war ein gerechtes Halbzeitergebnis.
In der zweiten Hälfte gaben sich die Gäste früh auf, obwohl ihr engagierter Trainer Markus Wuttke alle Register des Coachings zog und später erklärend zu Protokoll gab, dass gleich mehrere Spieler seiner geplanten Startformation kurzfristig absagen mussten. Von 17:9 auf 21:9 und von 22:11 auf 27:11 fegte der VfL-ICE durch die Halle seinem 60-Minuten-Ziel entgegen. 36:19 glitzerte es schließlich von der Anzeigentafel als der Express glücklich zum Stehen kam. Das Ergebnis gelang nicht nur durch eine fast fehlerhafte Angriffsleistung; in der es die Rückraumwerfer Raphael Groß, Lucas Barthel und Julian Nief immer wieder ordentlich krachen ließen, sondern auch durch viel Abwehrlust. Hier kam den Kreisläufern Axel Leix, Daniel Jäger und Niko Hermann, der bei seinen vier Treffern auch Torjägerqualitäten unter Beweis stelle, entscheidende Bedeutung zu. Torwart Tizian Schmid bot eine starke Torwartleistung mit gutem Blick für den Gegenstoß, den das Günzburger Publikum besonders schätzt.
Nach dem Spiel gab es noch ein Wiedersehen mit Harald Schweizer. Der frühere Günzburger Erst- und Zweitligaspieler, der auch viele Jahre die Kapitänsbinde trug, später den Friedberger Aufstieg bis in die Regionalliga als Trainer auf den Weg brachte und dann Bundesliga-Schiedsrichter wurde, kam diesmal als Schiedsrichterbeobachter. Bestimmt konnte er den Schiedsrichterkolleginnen wertvolle Tipps für ihre weitere Karriere in Schwarz geben. Viele Handballexperten dieser Kategorie gibt es in Bayern nicht.

Es spielten: Schmid, Bieber; Rothbauer (2), Walter, Lehr (1), Konopa (2), Geiger (1), Leix (1), Barthel (4), Groß (6/3); Jensen (8), Hermann (4), Jäger (2) und Nief (5)
Damen 1



In eigener Halle bleiben die Damen in der Landesliga Süd weiterhin ungeschlagen. Mit einem überzeugenden 31:16 Sieg gegen die Spielgemeinschaft Biessenhofen-Marktoberdorf überzeugten die Mädels in Abwehr und Angriff. Überschattet wurde das Spiel jedoch, als kurz vor Schluss Adi Merditaj im Kreis der Gäste liegen blieb und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Zum Glück gab es am Sonntag Entwarnung: sie konnte schon tags darauf das Krankenhaus verlassen, um sich zu Hause auszukurieren. Wie schon in einigen Spielen zuvor zeigten die Hausherrinnen gleich von Anfang an eine sehr konzentrierte Abwehrleistung. Die taktischen Vorgaben wurden fast perfekt ungesetzt. Die Folge war, dass die Gäste aus dem Allgäu kaum ein Mittel fanden, in geeignete Wurfpositionen zu kommen. Auch deshalb war ihre Wurfquote nicht besonders gut. Der Günzburger Angriff zeigte sich variabel und die Zuschauer freuten sich über schöne Anspiele an den Kreis zu Annelie Galgenmüller genau so wie über gelungene Rückraumtore und überzeugende Einzelaktionen. Folgerichtig erarbeiteten sich die VfL Damen nach gut 5 Minuten einen 3 Tore Vorsprung der über den Stand von 9:4 nach gut einer Viertelstunde bis zur Halbzeit auf 13:6 ausgebaut werden konnte. Einzig die Torausbeute zwischen der 20. und 25. Minute war nicht ganz optimal. Nicht unerwähnt darf die Schiedsrichterleistung bleiben. Schon nach knapp 10 Minuten meinte Co-Trainer Reinhard Müller: Die Schiris sind richtig gut. Sie sehen alles. Und seine Bemerkung sollte sich bis zum Ende des Spiels bewahrheiten. Sie hielten ihre Linie konsequent durch und überzeugten voll und ganz. Nach dem Gang in die Kabine setze sich das Spiel fort wie in der ersten Halbzeit. Gegen die stabile Abwehr der VfL Mädels kamen die Gäste nicht an. Die eigenen Angriffsaktionen konnten variabel und meist erfolgreich abgeschlossen werden. Selbst in 2 Minuten Unterzahl konnte die günzburger Mannschaft 2 Tore auf ihrem Konto verbuchen. Nach 40 Minuten Spielzeit stand ein komfortabler 11 Tore Vorsprung (21:10) auf der Anzeigetafel, der bis zur 57. Minute auf 31:16 ausgebaut wurde. Drei Minuten vor Schluss jedoch blieb Adi Merditaj fast regungslos im Kreis der Allgäuerinnen liegen und konnte ihren Kopf nicht mehr bewegen - ohne Einwirkung des Gegners. Die Ersthelfer riefen den Notarzt und es dauerte gut eine halbe Stunde, bis die Rettungshelfer sie in den Krankenwagen tragen konnten. Zum Glück stellte sich bei der nachfolgenden Untersuchung heraus, dass ihre Halswirbelsäule keinen bleibenden Schaden nahm. Verständlicher Weise ging ein Schock durch beide Mannschaften und im Zuschauerbereich trat absolute Stille ein. Danach war allen Akteuren die Freude am Handballspielen vergangen. Und dementsprechende wurde das Spiel noch zu Ende gebracht. Auch in dieser außergewöhnlichen Situation zeigte das Schiedsrichterpaar ein absolut situationsgerechtes Verhalten. Es spielten: Lisa Gremmelspacher, Annabelle Allgäuer (TW), Franziska Aust (1), Judith Deutschenbauer (1), Annelie Galgenmüller (6), Catherina Harder (3), Evelyn Jorga (5/1), Patricia Kubasta (1), Isabelle Mengele (1), Ardiana Merditaj (4/2), Cornelia Müller (5), Sandra Schaaf(4), Daniela Stoll


Männer 2 + Damen 2

Damen mit zwei Punkten - Herren trotz Niederlage auf dem richtigen Weg

BOL-Damen:

In einem sehr spannenden Heimspiel behielt die Günzburger Landesligareserve gegen das erfahrene Bobinger Team knapp, aber verdient mit 20:18 (10:10) die Oberhand. Schon vor dem Spiel war die genaue Bekaderung eine Rechnung mit vielen Unbekannten, Als sich dann auch noch Lisa Kleiber nach 10 Minuten am Knie verletzte, bekam Trainer Wolfgang Behm einige Sorgenfalten mehr.

Der Kampf um die Punkte sollte eine Frage des stärkeren Willens werden. Nach dem Seitenwechsel zogen die Gäste auf 10:13 davon. Doch die Weinroten stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Die Günzburger Torfrau legte immer noch eine Schippe drauf, außerdem gelangen Lorena Rösch und Anna-Lena Rösch in dieser Phase wichtige Tor: 16:14 und 19:16 dokumentieren die Wende und waren wichtige, hart erkämpfte Zwischenstation zur großen Siegesfreude nach dem Schlusspfiff.

Es spielten: Schuller, Ziegler (4), Matthes (2), L. Rösch (3), Lattka (1), Karakurt (1), Deutschenbauer (4), Kleiber (1), A. Rösch (4).

BOL-Männer:

Die körperlich deutlich überlegenen Spieler des TSV Göggingen wurden bis zum 0:3 in der Rebayhalle ihrer Favoritenrolle als Landesligaabsteiger vollauf gerecht. Stefan Märkl mit einem selten gewordenen Rückhandtor blies danach zur Aufholjagd.und erzielte so den ersehnten ersten Treffer für seine Farben.

Nach und nach fand der VfL zu seinem Kampfspiel; gleichzeitig bekamen die Gäste Probleme mit dem harzfreien Ball, welchen das souveräne Schiedsrichtergespann Vater und Sohn Schnitzlein ausgewählt hatte. 10:10 stand zur Halbzeit zu Protokoll.

In der zweiten Hälfte steigerte sich A-Jugendtorwart Dennis Mendle in seinem ersten Aktivenspiel weiter. Auch das war ein Grund, warum die TSV-Spieler nicht recht davon ziehen konnten. Fünf Minuten vor dem Ende gelang Manfred Grimm nach einem sehenswertem Gegenstoßpass durch das Torwarttalent der umjubelte 22:24-Anschlusstreffer. Die Schützlinge von Coach Harald Jekel, der durch schlaues Wechseln die Kräfte der Spieler gut einteilte, erkämpften sich erneut den Ball. Das Publikum war begeistert, die Begegnung offen und der VfL am Drücker. Herrlich wurde der starke Sebastian Schüller frei gespielt. Doch diesmal gewann der Gögginger Keeper das spannende Wurfduell. Die Augsburger trafen und machten so das wacklig gewordene Spiel wieder stabil. Schade - aktuell wird mit keiner VfL-Mannschaft so mitgelitten wie mit dem Männer-BOL-Team. Nach 0:8-Punkten bleibt festzustellen: Es wird immer enger. So nah war der erste Punkt noch nie. Die erneut einwandfreie kämpferische Eistellung hat die Mannschaft weiter an die höher Anforderungen der Liga angepasst. Die Fans der "Zweiten" sind mit der Leistung zufrieden. Die ersten Punkte werden auch noch folgen (...) Zur Not mit Rückhandwürfen (...).

Besuchen Sie uns:

VfL - Handball allgemein: http://handball.vfl-guenzburg.de/index.php/home

VfL - Jugendhandball : https://sites.google.com/site/vflguenzburghandball...

Facebook : https://www.facebook.com/vflguenzburghandball?ref=...



" Der Günzburger Weg "
unsere Jugend
unsere Zukunft
unser Weg
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.