VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Wie erwartet erlebten die Zuschauer in der Rebay-Halle ein spannendes Spiel der Landesliga Süd. Zu Gast war die Mannschaft aus Kissing. Obwohl die Gäste das ganze Spiel nie führten, war es ein Vergleich auf Augenhöhe. Nach 60 Minuten Spielzeit zeigte die Anzeigentafel 26:24.
Wie in den bisherigen Spielen der Saison begannen die Günzburgerinnen sehr konzentriert und erspielten sich in den ersten 5 Minuten ein 3:0. Doch die Gäste fanden dann in ihr Spiel und es gab keine dominierende Mannschaft auf dem Spielfeld. Mit einer guten Abwehrleistung und einem verbessertem Angriffspiel gegen die 6:0 Abwehr des Gegners konnten die Gastgeberinnen langsam ihren Vorsprung auf 5 Tore ausbauen (11:6). Nach der Auszeit der Kissinger Mannschaft drehte sich das Bild. Kleinere Fehler häuften sich im Spiel des VfL, was die Gäste sofort mit Toren bestraften. Mit zwei Siebenmeter knapp vor Ende der ersten Halbzeit, Günzburg war in Unterzahl, verkürzten die kissinger Damen den Rückstand zum Spielstand von 12:10.
Nach der Halbzeitpause starteten die Gäste besser. In weniger als 2 Minuten trafen sie 2 mal ins VfL Tor, ohne ein Gegentor zu kassieren und glichen zum ersten mal aus. Kurz danach verhinderten 2 bemerkenswerte Paraden von Torfrau Lisa Gremmelspacher einen Rückstand der Günzburgerinnen. Der von Cornelia Müller durch kluge Abwehrarbeit abgefangene Ball, der im Gegenstoß von Adi Merditaj verwandelt wurde, bracht die Gastgeberinnen wieder in besseres Fahrwasser. In der Folge konnten sich die VfL Mädels wieder einen 3 Tore Vorsprung erspielen (18:15), der jedoch im Verlauf des weiteren Spiels wieder zusammenschmolz. Beim Stand von 22:21 erzielte Franziska Aust einen wichtigen Treffer, der das Kippen des Spiels verhinderte. Eine weitere Doppelparade von Lisa Gremmelspacher erhielt in der letzten Spielminute den 2 Tore Vorsprung. Sie parierte einen 7 m und dessen Nachwurf.
„Mit dem Spiel meiner Mannschaft bin ich eigentlich ganz zufrieden. Bis auf einige kleinere Fehler hat es gepasst. Die Abwehr hat gut gearbeitet und der Angriff gegen die 6:0 Abwehr war auch ganz ordentlich. Im Training der letzten Woche haben wir daran gearbeitet und heute haben sich schon erste Fortschritte gezeigt.“ erklärte Co-Trainer Reinhard Müller. Trainer Markus Sandtner hat das Spiel einiges an Nerven gekostet. „Ich bin immer noch aufgeregt. Es gab mehrere Situationen im Spiel, bei dem das Ganze hätte kippen können. Zum Glück legten meine Mädels wieder jedes Mal zu, nachdem der Gegner immer wieder aufgeholt hatten. Der Sieg heute war wichtig für den weiteren Verlauf der Saison“ meinte er nach dem Spiel.

Es spielten: Lisa Gremmelspacher, Simona Machalova (TW), Franziska Aust (2), Judith Deutschenbauer (1), Annelie Galgenmüller (4), Catharina Harder, Evelyn Jorga (5/2), Patricia Kubasta (1), Isabelle Mengele, Ardiana Merditaj (3), Cornelia Müller (5), Verena Oberling (2/1), Sandra Schaaf , Daniela Stoll (2)

Männer 1

VfL-Abteilungsleiter Armin Spengler hatte Vertrauen zu seinem Team und erwies sich mal wieder als echter Handballexperte. Während seine Mannschaft nach 60 Minuten Handballkampf mit Herz die ersten Landesligapunkte eingetütet hatte, war der frühere Bundesligaspieler Sieger des Tippspieles geworden. Das Halbzeitergebnis von 13:11 musste man dabei nicht prognostizieren, wohl aber ein zu deutliches 31:24-Endergebnis, dass im Jubel der zahlreichen Fans und einer überglücklichen Mannschaft schnell unterging.

Der Gast aus der oberbayrischen Biermetropole Erding war von seinem Trainer Erik Brasko offensichtlich gut auf die Günzburger Deckung vorbereitet. Mit allerlei Auftakthandlungen, die noch bei der Heimniederlage gegen den TSV Hohen- und Niederraunau vor einer Woche nicht im Spielrepertoire waren, machte die SpVgg Altenerding der lauffreudigen Deckung um die "Abwehrmaschinen" Axel Leix und Raphael Groß das Leben arg schwer. Doch das Spiel entwickelte sich anders, auch anders als in den Auftaktpartien. Zum einen schien der taktische Leitfaden der Gäste im Angriff zu schwierig, nach und nach verloren sie ihn und verzettelten sich in Einzelaktionen und zum anderen blieb die weinrote Mauer im Gegensatz zu den Auftaktpartien stabil. Die kritische zwanzigste Minute verging ohne Bruch. Einen wesentlichen Beitrag dazu lieferte der beste Mann auf dem ehemaligen Europapokalfeld Patrick Bieber. Er verdiente sich das Bild des dreiköpfigen Höllenhundes Zerberus, das gerne als Metapher des gekonnten Torwächters verwandt wird. 13:11 stand es bei der gewohnt freundlichen Halbzeitbesprechung.

Im zweiten Abschnitt schienen Höllenhund und Abwehrfurien noch schneller und vielarmiger zu werden. Jedem der sehr jungen Günzburger Mannschaft war der unbedingte Siegeswille anzusehen. Zwar musste noch lange gekämpft werden, doch die blitzschnelle Torejagd von 14 : 12 auf 18 : 12 war bereits eine kleine Vorentscheidung - zu stabil waren die Abwehrverhältnisse. Näher als drei Tore sollten die Oberbayern, die nach kurzer Resignation bis zum Schluss wirklich alles für ihre Farben gaben, nicht mehr herankommen. Beim 26:23 wurde die Partie endgültig entschieden als es auf 28:23 davon ging. Im Angriff waren Daniel Jäger mit sehr abwechslungsreichen Würfen, Julian Rothbauer mit einem gelungenen Drahtseilakt zwischen "Genie und Wahnsinn" und Nico Jensen als aufopferungsvoller Spielmacher die auffälligsten Akteure. Der historische erste Landesligasieg ist damit unter Dach und Fach, für die nahe Handballzukunft ist auch wichtig, dass die Leistung noch jede Menge Verbesserungspotential bietet.

Mit den ersten beiden Punkten in der Runde hat sich die Mannschaft ganz nebenbei das alt überlieferte Kabinenbierrecht neu erworben und freitags geht es aufs Oktoberfest, da die Handball-Gesellschaft "Geiger, Barthel & Co" erst einmal spielfrei hat. Siege lohnen sich.

Erfreulich auch dass Andi Konopa am vergangenen Freitag erstmals ins Mannschaftstraining integriert war, beim nächsten Heimspiel dürfte für ihn Punktspielstart sein. Im Rückraum vervielfältigt das die taktischem Möglichkeiten von Trainer Hofmeister. Besonders unerfreulich hingegen der orthopädische Befund bei Philipp Nief. Seine Schulterverletzung erwies sich als so schwerwiegend, dass eine OP unumgänglich ist. An Handball ist frühestens in einem dreiviertel Jahr zu denken, immerhin zur besten Vorbereitungszeit. Die gesamte Familie VfL wünscht ihm "Keine Schmerzen und guten Heilungsverlauf".

Es spielten: Schmid, Zerberus; Rothbauer (4), Lehr (1), Geiger, Leix (1), Braun, Barthel (1), Groß (8/2), Jensen (5), Hermann (1), Jäger (8) und Nief (1).
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