VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Trotz Niederlage große Vorfreude auf das nächste Spiel - endlich daheim


Vor herrlichem Alpenpanorama wurden die VfL-Handballer freundlich als ehemaliger Erstligist begrüßt, erinnerte sich der gut gelaunte Hallensprecher doch noch an das Halleneröffnungsspiel in den frühen Achtzigern zwischen dem VfL Günzburg und Pfadi Winterthur. Schautafeln künden davon, dass sich in dieser alten Handballzeit Spitzenteams wie der THW Kiel, Bayer Dormagen oder der TV Großwallstadt zu Trainingslagern im wunderschönen Allgäu die Klinke reichten.

Auch zu Spielbeginn sah alles gut aus: Der VfL Günzburg kam Handball-begeistert aus den Startlöchern und führte bis zum 3:4 meist mit einem Tor. Das Spielproblem wurde schnell deutlich. Die Immenstädter verfügten über einen Kreisläuferhünen, eine Art "Großer Jäger", der immer wieder von einem rumänischen Landsmann geschickt in Szene gesetzt wurde. Da die Schiedsrichter in gewohnt freier Tatsachenentscheidung die damit verbundene körperliche Nahkampfgewalt zuungunsten der körperlich benachteiligten Abwehrspieler interpretierten, konnte das Abwehrsystem nicht lange gut gehen. Schnelle Gelbe Karten, etliche Siebenmeter, aber auch viele leichte Gegnertore ließen für die Spielzukunft nicht viel Gutes hoffen. Das ist keine Schiedsrichterschelte. In Bayern wird sehr unterschiedlich gepfiffen, Woche für Woche müssen sich die Teams eben auch darauf einstellen.

Bis die Umstellungen griffen entwickelte sich ein temperamentvolles Hin- und Her, bei dem die Oberallgäuer Spielvorteile entwickelten. Beim 12:8 führten die "Großen und Breiten" erstmals mit vier Toren, damit sollten sie auch in die Halbzeit (19:15) gehen. Dies obwohl sich die kampfstarken Günzburger beim 14:12 und 17:15 auf zwei Treffern heran gekämpft hatten. Eine Mischung aus jugendlichem Leichtsinn und ein wenig Übereifer verhinderte besonders kurz vor der Halbzeit eine kürzere Schlagdistanz. Auch die Torhüter Patrick Bieber und Tizian Schmid konnten mit ihren Torwartleistungen nicht zufrieden sein.

Das änderte sich nach dem Wiederanpfiff. Die Abwehr hatte sich nun gut auf den Gegner eingestellt und Tizian Schmid wurde zum sicheren Rückhalt seiner Mannschaft. Dreizehn Tore ließen sich noch zu. Rückraum und "Pivot", wie der Kreisläufer in Südost-Europa genannt wird, waren nun im Griff. Es schien eine Frage der Zeit, wann das Spiel kippte. Beim 21:19 war das Team um den treffsicheren schwäbischen Pivot Jäger schnell dran. Doch es kamen neue Probleme. Sie verlagerten sich Richtung TV-Rechtaußen, wo ein Allgäuer und ein ungarischer Rechtaußen zu viel Gutes für ihr Team tun konnten, neben etlichen Toren wurden auch zwei Zeitstrafen herausgeholt. Womit wir beim zweiten Problem waren: Der VfL Günzburg tut alles um keine Zeitstrafen zu bekommen, die körperliche Unterlegenheit nur noch einmal verstärken. Der Plan ging bis zur 43. Minute gut auf. Axel Leix mit überragender Abwehrarbeit hatte bis dahin die einzige, auch voll berechtigte für sein Team. Urplötzlich hagelte es Hinausstellungen. Am wehesten taten zwei gegen Julian Rothbauer, einen Außenverteidiger und die dritte gegen Axel Leix in der 57. Minute. Naturgemäß sahen das die zahlreichen mitgereisten VfL-Fans anders, doch recht hatten die Schiedsrichter schon kraft Amtes. Beim 30:28 ganz kurz vor Schluss wankte die "Großen, Breiten und Alten" noch einmal arg. Doch eine Überzahlsituation wurde überhastet vergeben. Hier lag das Hauptproblem: Die jungen VfL-Akteure machten einfach ein paar kleine Fehler zu viel; aber erfreulicherweise deutlich weniger als in Krumbach.:

Immerhin war es gegenüber dem Auftaktspiel eine deutlich stabilere Leistung. Beim VfL spielen junge Spieler eben nicht nur mit, sondern jeder einzelne steht voll in der Verantwortung, das teilweise über 60 Minuten. Eine schöne Aufgabe für erfolgreiche junge Menschen. Das Team freut sich jetzt auf das kommende Heimspiel endlich vor heimischen Publikum, auswärts ist man vorsichtshalber in alter Ausbildungstradition noch zweimal in die Lehre gegangen.

Der A-Jugendliche Jonas Lehr bot eine tolle Leistung, Lucas Barthel erzielte erneut vier Tore und zeigte zudem eine starke Abwehrleistung und Spielmacher Nico Jensen hatte in der zweiten Hälfte die Spielfäden umsichtig in der Hand.

Es spielten: Schmid, Bieber; Rothbauer (1), Lehr (3), Geiger (1), Leix (1), Braun, Barthel (4), Groß (7/4), Jensen (5), Hermann (1), Jäger (5) und Nief (1).





Damen



Das zweite Spiel in der Landesliga führte die Damen des VfL wieder in einen Vorort Münchens, diesmal nach Taufkirchen. Nach einem gelungenen Auftaktsieg in Ismaning mussten sie sich den Gastgeberinnen letzten Samstag mit 30:25 geschlagen geben.
Die VfL Damen begannen die ersten Minuten konzentriert. Zwar erzielte Taufkirchen den ersten Treffer, danach konnten die Legostädterinnen jedoch aus einer gesicherten Abwehr heraus einen 0:4-Lauf zum Stand von 4:1 hinlegen. Damit waren aber schon die besten Minuten der Gäste schon fast vorbei. Den ersten Dämpfer gab es in der 5. Minute, in der sich Cornelia Müller wegen einer heftigen Daumenverletzung das Feld verlassen musste. Die Verletzung stellte sich im Verlauf des Spiels glücklicher Weise als nicht ganz so schlimm heraus, so dass sie in der 2. Halbzeit wieder eingesetzt werden konnte.

Der weitere Spielverlauf war zunächst ausgeglichen. In der ersten Überzahlsituation (24. Minute) spielten die Günzburgerinnen jedoch zu riskante Pässe, die Taufkirchen prompt mit 2 Gegenstoßtoren bestrafte. Anstatt die Situation und den 3 Tore Vorsprung beim Stand von 10:13 auszubauen schmolz er in den 2 Minuten auf ein Tor zusammen. Nach dem Team- Timeout von Trainer Markus Sandtner spielte seinen Mannschaft wieder etwas besonnener. Die Taufkirchnerinnen trafen jedoch bis zur Pause besser. Mit einem knappen 1 Tor-Rückstand der Gäste ging es dann in die Pause (15:14).

Die zweite Halbzeit begann für die Günzburgerinnen schlecht. Die 6:0 Abwehr der Gegner stellte sich besser auf die Angriffe ein. Als Folge sank die Torquote deutlich. Auf der anderen Seite des Spielfelds dagegen schlichen sich vermehrt Unkonzentriertheiten ein. Schon nach gut 7 Minuten Spielzeit lagen die Gäste 6 Tore zurück. Die Ansprache der Trainer in der Auszeit brachte zwar etwas mehr Ruhe ins Spiel, die Fehlerquote in Angriff wie Abwehr sank trotzdem im Großen und Ganzen nicht. Immerhin konnte im folgenden Spielverlauf der 5 bis 6 Tore Abstand gehalten werden. Auch die Umstellung auf Manndeckung in den letzten 2 Minuten des Spiels erbrachte ein Remis. Beim Schlusspfiff stand 30:25 auf der Anzeigentafel.

„Den 6 Tore Rückstand haben wir uns selbst zuzuschreiben“ sagte trocken und enttäuscht Trainer Markus Sandtner. Und Co-Trainer Reinhard Müller ergänzte: „Wir waren in einigen Situationen nicht clever genug. Und diese Situationen haben im Endeffekt das Spiel entschieden. Taufkirchen ist nicht wirklich stärker als unsere Mannschaft“.

Es spielten: Lisa Gremmelspacher, Simona Machalova (TW), Franziska Aust (1), Judith Deutschenbauer (5), Catharina Harder, Evelyn Jorga (1), Patricia Kubasta, Isabelle Mengele (1), Ardiana Merditaj (4), Cornelia Müller (3), Verena Oberling (6/4), Sandra Schaaf (2), Daniela Stoll (2)


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