VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Überragende Leistung im Spitzenspiel, doch am Ende fehlen die Körner und die Treffsicherheit
Nach einer starker ersten Hälfte verlieren die Günzburgerinnen knapp mit 33:32

Ein würdiges Spitzenspiel fand am Sonntag in der Paul-Wegmann Halle beim Kampf um den begehrten zweiten Tabellenplatz zwischen der HG Ingolstadt und den Mädels vom VfL Günzburg statt. Beide Mannschaften lieferten eine super Vorstellung ab und boten ihren Zuschauern eine starke Partie auf sehr hohem Landesliga-Niveau. Gästetrainer Siggi Nefzger bestätigte seinem Team, die beste Saisonleistung gegen den VfL Günzburg abgerufen zu haben. Diesmal konnte HG Trainer Trefzger aus dem Vollen schöpfen, denn gegenüber dem Hinspiel hatte der erfahrene HG Coach auch Stefanie Jung zur Verfügung. Die Rückraum Schützin, die schon für in Grenzach und Regensburg in der dritten Liga ihre Treffsicherheit unter Beweis gestellt hatte, bildete zusammen mit Melanie Pöschmann und Lisa Günther, den gefährlichsten Rückraum der Liga. Doch zuvor mussten seine HG-Spielerinnen mit ihren starken individuellen Spielerinnen in ihren Reihen, ihr ganzes Können abrufen, um gegen die super eingestellte und agierte Deckung der Günzburgerinnen bestehen zu können.
Günzburgs Trainerteam schenkte diesmal einer veränderten Startformation mit den Spielerinnen Jorga, Müller, Oberling, Merditaj, Daniela Stoll, Annelie Galgenmüller und Simona Machalova im Tor das Vertrauen, um im Anschluss nochmals nachlegen zu können. Dabei erwischten die Günzburgerinnen einen super Start und lagen von Anfang an in Führung. Dem druckvollen schnellen Günzburger Angriffspiel folgten schöne Kreisanspiele von Ardiana Merditaj auf Annelie Galgenmüller, die mal wieder mit fast hundertprozentiger Trefferquote die weinrote Fahne hoch hielt. Bis zum 6:7 war alles noch eng. Ardiana Merditaj konnte wieder mal nur siebenmeter-reif gestoppt werden, doch leider scheiterten Evelyn Jorga und Verena Oberling mit ihren Strafwürfen,um ein frühes Absetzen zu ermöglichen. Die VfL Mädels legten nochmals eine Schippe drauf. Simona Machalova im Günzburger Gehäuse vereitelte zahlreiche Großchancen der Schanzerinnen, und leitete dazu perfekte Gegenstosspässe ein, von denen Evelyn Jorga und Verena Oberling dann profitierten. Conny Müller erzielte aus dem Rückraum einen weiteren Treffer und Judith Deutschenbauer erhöhte mit ihrem ersten Treffer auf 7:14. Die HG wirkte geschockt und hatte gegen Günzburgs stabile Deckung wenig Mittel gefunden. Bis zum 13:18 agierte der Günzburger Express noch souverän, doch dann verleitete die weinrote Dominanz zu Leichtsinnsfehlern und zur Passivität im Abwehrverband. Diese Geschenke wussten Jung und Co. sofort zu nutzen und verkürzten bis zur Halbzeitpause auf 17:19.

Die zweite Hälfte bot dann nochmals einen Schlagabtausch zweier Spitzenmannschaften.
Beim 20:20 schaffte die HG dann erstmals den Ausgleich. Danach folgten allein noch neun Unentschieden. Verbittert wurde von beiden Teams um jeden Meter Hallenboden gekämpft. Günzburg hatte dann die Chance, sich mit vier hundertprozentigen Chancen, darunter ein vergebener Strafwurf von Ardiana Merditaj, als Sieger aus der Audi-Stadt zu verabschieden. Doch es kam leider anders.

Im Gegenzug verwandelten die Ingolstädterinnen jede ihrer Chancen konsequent und legten immer wieder die Führung vor, die auf Günzburger Seite wieder ausgeglichen werden musste. Selbst mit dem Schlusspfiff bot sich den Günzburgerinnen nochmals die Chance das elfte Unentschieden zu erzielen, doch leider scheiterte Evelyn Jorga an Ingolstadts Torhüterin. Über das ganze Spiel gesehen hatten die Günzburgerinnen die Ingolstädterinnen voll im Griff. Allerdings glänzte Ingolstadt gerade in der zweiten Hälfte mit einer besseren Chancenverwertung. Danach waren sich beide Kontrahenten einig, dass eine Punkteteilung gerecht gewesen wäre und der Sieg der Schanzerinnen über die Weinroten noch lange nicht eine Entscheidung im Kampf um den Relegationsplatz bedeutet.
Ein besonderer Dank noch an Daniel Schildwächter und Patrick Bieber, die mit ihren Trommeln die Paul Wegmann-Halle zum Heimspiel machten.
Spielverlauf:
1. Hz.:1:3, 3:5, 4:7, 6:7, 6:12, 7:14, 9:14, 10:15. 12:17, 13:18, 16:18, 17:19.
2.Hz.: 18:20, 20:20, 20:21, 22:21, 23:23, 24:24, 25:25. 28:28, 30:30, 32:31, 33:32

Für den VfL spielten:
Simona Machalova, Lisa Gremmelspacher (im Tor), Annelie Galgenmüller (8), Conny Müller (5), Evelyn Jorga (5), Ardiana Merditaj (4/3), Judith Deuschenbauer (4), Verena Oberling (3), Sandra Schaaf (2), Daniela Stoll (1),Franziska Aust

Männer


Das BOL-Team wandelt sich vom Sorgenkind zum Sympathieträger
Richtig Spaß am Handball hat derzeit die Günzburger "Erste". Obwohl deutlich überlegen sah man dem VfL seine Begeisterung für Tempohandball über die gesamte Spielzeit an. Ohne eine Schwächeperiode wurden die Gögginger Routiniers mit 35:16 (18:8) auch in der Höhe verdient besiegt.
Die Landesligareserve versuchte dem Spiel durch Tempoverschleppung einen langsamen Stempel aufzudrücken; außerdem deckten sie Torjäger Andi Konopa und Spielmacher Nico Jensen zu Spielbeginn kurz. Zumindest das dauerhafte Spielen auf Zeit hatte bis zum 5:4 eine gewisse Wirkung, dann wurde allerdings jeder Fehlwurf - und davon gab es dank eines omnipräsenten Torwart Tizian Schmid jede Menge - durch die "weinrote Gegenstoßmaschine" bestraft. Der Zwischenspurt zum 10:4 war schon die Vorentscheidung. Egal wer eingewechselt wurde, die Mannschaft zog ihr Spielsystem bedingungslos durch. Höhepunkt der ersten Hälfte: Ein herrlicher Doppelkempa, den Lucas Barthel unter die Latte knallte.
In der zweiten Halbzeit kamen dann noch "Ziegler-Traumpässe" für die Gegenstoßspezialisten dazu. Sekundenbruchteile nach dem Schlusspfiff gelang dem Torwarthünen sogar ein Wurf ins Tor seines verdutzten Gegenübers. Zurecht verweigerten die überzeugenden Schiedsrichter Mario Malovetz und Rene Schnitzlein dem allerdings die Anerkennung. Der VfL hat nun fünf Spieltage vor Saisonende sechs Minuspunkte weniger und das Hinspiel gegen den Tabellenzweiten TV Gundelfingen mit 13 Treffern gewonnen. Nachdem die Herrenmannschaft jahrelang das Sorgenkind im wieder aufstrebenden VfL war, bietet sie derzeit allen Grund zur Freude.
Es spielten: Schmid, Ziegler; Nief (3), Konopa (5), Geiger (3), Leix (2), Schmid M. (1), Barthel (4), Rennert (3), Jensen (2), Lehr (1), Jäger (3) und Groß (8/3).

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