VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Mit der besten Auswärtsleistung und einem 27:33-Sieg kehrte der VfL Günzburg vom Kissinger SC zurück. Wie aus einem Guss spielte das Team um Mannschaftskapitän Axel Leix. Von der Spielsystematik ist mittlerweile kein Unterschied mehr zwischen A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft und dem BOL-Team zu erkennen. Egal wer zum Einsatz kommt, der taktische Leitfaden geht nie verloren und die Mannschaft hat richtig Gefallen am Gegenstoß gefunden. 19 Tore erzielten allein die pfeilschnellen Außen, ein Verdienst der eigenen Abwehr und starker Torhüter.
Der Landesligaabsteiger, bei dem das hässliche Abstiegsgespenst herumspukt, präsentierte eine kampfstarke Mannschaft, die ihr offensives Abwehrsystem gut trainiert hat und in dieser Verfassung nicht mehr viele Punkte abgeben wird. Der VfL war gezwungen viel zu laufen, tat dies aber voller Handballbegeisterung. Beim 5:10 war ein schneller Vorsprung herausgespielt. Die körperliche und spielerische Überlegenheit wurde durch den 11:19-Halbzeit dokumentiert.
In der zweiten Hälfte ging es in Höchstgeschwindigkeit weiter. Beim 22:33 war der höchste Vorsprung herausgespielt. Das lag nicht an einem schwachen Gegner, sondern an einer tollen VfL-Leistung. Sie wird auch nicht dadurch geschmälert, dass die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber gleich die letzten fünf Treffer zum 27.33-Endstand erzielten. Für einen Auswärtssieg gibt es von Trainer Hofmeister traditionsgemäß Kabinenbier, für die letzten fünf Kissinger Treffer eine Laufeinheit im Schwäbischen Winter. Zur Tradition sollen die letzten Minuten allerdings nicht werden.
Es spielten: Ziegler; T. Schmid; Rothbauer (5), Nief (2), Konopa (4), Geiger (5), Leix, M.Schmid, Rennert (8/2), Jensen (2), Hermann, Jäger (1) und Groß (6).

Damen


Nichts wars mit dem erhofften Befreiungsschlag für Günzburgs Handballdamen nach der Niederlage gegen die HSG Freising-Neufahrn. Auch im Würmtal mussten die Weinroten gegen die HSG Würm-Mitte eine Niederlage einstecken und verlieren damit Boden auf den heiß begehrten Relegationsplatz an die Mädels der HG Ingolstadt, die mit einem weiteren Sieg gegen München-Laim Boden gut gemacht haben
Wie im Günzburger Lager vermutet, trafen die Weinroten in Gräfelfing auf einen hochmotivierten Gegner, der Günzburgs Angriffsbemühungen bestens im Griff hatte. Die Günzburgerinnen hatten sich auch in der ersten Hälfte viel zu sehr mit dem extrem eingeharzten Ball beschäftigt. Der Umgang mit dem klebrigen Spielgeräts bereitete scheinbar einigen Spielerinnen Probleme, die zu einer hohen Anzahl an technischen Fehlern führten. Diese Ausrede ließ aber Coach Harald Jekel nicht gelten: „ Irgendwann muss ich mich dann halt auch darauf einstellen und dementsprechend dann die Bälle weiterspielen. Das hat auch nichts mit unserer katastrophalen Abwehrleistung zu tun, die sich wie ein roter Faden durch das Spiel zog.“
Trotz zahlreicher Fehlpässe und verworfener Chancen, konnten sich die Günzburgerinnen nach aussichtslosem Rückstand immer wieder heran kämpfen, doch die HSG Spielerinnen hatten immer wieder die passende Antwort um wieder davonziehen zu können. Mit den HSG Spielerinnen Alexandra Huber und Nicole Müller hatten die Legostädterinnen dabei ihre größten Probleme, denn Huber/Müller erzielten zusammen 23 Treffer am vergangenen Samstag. Günzburgs Defensive hatte trotz zahlreicher Paraden von Lisa Gremmelspacher 37 Treffer hinnehmen müssen. Ein eindeutiger Beleg dafür, dass Günzburgs Abwehrverhalten dann wohl eher dürftig war. Viele Gegentore resultierten auch aus der Vielzahl der weggeschmissenen Bälle der Günzburgerinnen, die von der HSG sofort im Gegenzug mit Gegenstößen verwertet wurde. Die VfL Spielerinnen wirkten gehemmt in ihren Angriffsbemühungen und ließen sich auch diesmal von ihrem Spielsystem abbringen, welches in der Vorrunde noch so erfolgreich war.
Für die nächsten Wochen ist es enorm wichtig, wieder in die Spur zu kommen und zum erfolgreich praktiziertem Spielsystem aus der Vergangenheit zurückzufinden.Der Viertplatzierte Freising-Neufahrn, liegt den Günzburgerinnen schon mit zwei Punkte Rückstand im Nacken und der Anschluss an das dicht gestaffelte Mittelfeld ist auch schon näher gerückt. Wie stark Freising-Neufahrn ist,hat sich durch den Sieg gegen den bis dato verlustpunktfreien Spitzenreiter aus Ottobeuren am Wochenende bestätigt.


Spielverlauf:
1. Hz.: 4:2, 6:5, 7:6, 11:6, 11:9, 13:10, 15:13, 19:13.- 2. Hz.: 21:15, 21:18, 26:19, 30:20, 31:25, 36:29, 37:32

Für den VfL spielten:
Lisa Gremmelpacher (im Tor), Ardiana Merditaj (8/3), Sandra Schaaf (5), Evelyn Jorga (4/1), Judith Deutschenbauer (3), Annelie Galgenmüller (3), Franziska Aust (3), Conny Müller (3), Tanja Stoll (1), Catherina Harder (1), Patricia Kubasta (1),
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