VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Mit 40:25 (18:13) gelang es dem BOL-Spitzenreiter eindrucksvoll Revanche für die einzige Punktspielniederlage im ganzen Jahr 2014 zu nehmen. Da Friedberger "Ersten" und "Zweite" nahezu zeitgleich spielten, konnte man mit einer deutlich schwächer besetzten Mannschaft rechnen als im Hinspiel. Während der gesamten ersten Halbzeit wackelte die VfL-Abwehr erheblich, so dass das Spiel gegen kampfstarke Friedberger bis zum 4:4 offen blieb. Schon beim 8:4 erkannten die Fans, bei dem besonders Allrounder Max Schubert derzeit arg vermisst wird, dass der Sieger an diesem Tag nur VfL heißen kann. Dann die größte Überraschung im Spiel: Drei Akteure aus dem Friedberger Bayernligateam, das eine dreiviertel Stunde vorher mit 20:23 gegen Rimpar verloren hatten, kamen nachgereist: Mit Stefan Knittl ein sehr starker Handballtechniker, der fortan ordentlich Schwierigkeiten bereitete. Das 18:13 zur Halbzeit konnte aber auch er nicht verhindern.
Die zweite Halbzeit wurde dann zur "Torwart-Ziegler-Show". Nicht nur, dass Dominik Ziegler toll parierte, besonders seine Gegenstoßpässe waren eine Augenweide. Traumpass auf Traumpass folgte. Mit ihnen schickte er die vielen Gegenstoßspezialisten auf schnelle und erfolgreiche Reise. Eh sich der erfreute Günzburger Handballfan versah, stand es 30:16. Jannik Staiger, erstmals bei den Männern eingesetzt, erzielte in dieser fetzigen Hälfte nebenbei seine ersten beiden Aktiventore. Am Ende stand es 40:24. Respekt vor den Friedberger Gästen, die trotz schwieriger Personalsituation einen engagierten Beitrag zu einem echten Tempospiel lieferten.
Es spielten: T. Schmid; Ziegler; Rothbauer (2), Konopa (5), Geiger (3), Leix, M.Schmid (2), Staiger (2), Rennert (4), Jensen (4), Hermann (4), Jäger (6), Groß (6) und Lehr (2).

Männer II

Faustdicke Überraschung in der Rebayhalle.
Die Günzburger Reserve schlägt Spitzenreiter Mering mit 34:29 (21:14). Nach der unglücklichen Niederlage vor Wochenfrist in Donauwörth hatte Spielertrainer Peter Kees sein Team besonders akribisch auf die offensive Deckung der Gäste und ihre bärenstarken Torhüter eingestellt. Die Früchte der Vorbereitung konnten die Günzburger Tempohandballer bei einer sensationellen 12:5-Führung ernten.... Zur Halbzeit stand es dann 21:14. Die tapfer kämpfenden Gäste kamen noch einmal auf 30:27 und 31:28 heran. Doch mehr ließ das weinrote Abwehrbollwerk einfach nicht zu. Ganz stark in der zweiten Hälfte Danny Röllig am Kreis, der Wochenende für Wochenende mit dem ewigen Hanballtalent Uwe Röllig in der BL den Kino- und Handballklassiker "Wenn der Vater mit dem Sohne" aufführt.
Es begeisterten: Kögl (3/1), Nief (2); Kees (1), Märkl (2), Rembold (2), Schüller S. (4), Groß (7); Frey, Grimm, Röllig - der Jüngere (8),
J. Schüller, Förg (2), Röllig - der Ältere, Ziegler
Zuschauer: 103, davon 89 enthusiastische
Anmerkung: Die Torschützen stimmen wegen des hohen Spieltempos nicht genau - das Ergebnis passt aber

Damen

Nichts für schwache Nerven war die Landesliga-Partie zwischen dem Tabellenzweiten VfL Günzburg und dem Tabellenvierten von der HSG Freising-Neufahrn. Nach ausgeglichenem Spielverlauf, bei dem mehr die Abwehrreihen dominierten, hatten die Günzburgerinnen in Hälfte eins den besseren Start erwischt. Danach hatten sich die spielstarken und körperlich überlegenen Gäste immer besser darauf eingestellt und den 4:2 Rückstand in eine 5:8 Führung gedreht. Günzburg zeigte sich kämpferisch, hielt dagegen und konnte bis zum Seitenwechsel nach ständigem Rückstand noch zum 10:10 ausgleichen.
Die zweite Hälfte begann so, wie zum Ende der ersten dreißig Minuten. Günzburg musste im Angriff einen hohen Aufwand betreiben um gegen die stabile Deckung der HSG Spielerinnen zum Erfolg zu kommen.
Dabei kam noch dazu, dass so manche Chance die sich dabei für die Weinroten ergab, nicht genutzt werden konnten. Das Spiel war bis zum Spielstand von 15:16 völlig augeglichen. Die Gäste von der HSG spielten routiniert und in den entscheidenden Momenten cleverer als die Weinroten. Günzburg produzierte einige Fehler, die die Oberbayerinnen sofort zu ihren Gunsten nutzen und auf 15:20 davon zogen.
Die Weinroten waren schon angeschlagen und geschwächt in die Partie gegangen und es schien, als ob jetzt die Kräfte schwinden werden. Trainer Mayer nahm die Auszeit, wechselte nochmals auf den Positionen und hatte Erfolg damit. Das VfL Team startete gegen die robusten HSG Spielerinnen eine furiose Aufholjagd und kämpften sich nach einem Sechs- Tore-Rückstand (17:23) auf 22:23 ran. In dieser Phase hatten die Günzburgerinnen selber alles in der Hand um als Sieger das Spielfeld zu verlassen, denn die Oberbayerinnen schwächten sich selber und mussten in Unterzahl agieren. Das VfL Team konnte allerdings in dieser heißen Phase kein Kapital daraus schlagen und traf im Spiel 6:4 laufend die falschen Entscheidungen um das Spiel zu den eigenen Gunsten zu entscheiden. Zu allem Überfluss kassierten die Einheimischen dabei sogar noch Gegentreffer. Freising bedankte sich für die weiteren Gastgeschenke und verließ verdient beim 23:25 als Sieger die Platte.
Im Günzburger Lager saß die Enttäuschung nach der großen Chance auf den Sieg tief. Kämpferisch konnten die Günzburgerinnen voll überzeugen und auch spielerisch waren einige schöne Spielszenen zu sehen. Doch gegen Spitzenmannschaften zeigt sich beim VfL Team zu oft, dass es der Mannschaft in den entscheidenden Momenten an Cleverness fehlt, um solche Spiele zu gewinnen.

Spielverlauf: 1.Hz.: 2:1,2:2, 4:2, 4:4, 5:4, 5:8, 7:10, 10:10, 2.Hz.: 11:11, 13:13, 14:14, 15:16, 15:20, 16:22, 17:23, 22:23, 22:24, 23:24, 23:25
Für den VfL spielten: Lisa Gremmelspacher, Simona Machalova (im Tor), Annelie Galgenmüller (6), Ardiana Merditaj (6/2), Evelyn Jorga (5/2), Judith Deutschenbauer (2), Catherina Harder(1), Conny Müller (1), Tanja Stoll (1), Sandra Schaaf (1), Patricia Kubasta (1),
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