VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Mit einem deutlichen 20:30-Auswärtssieg kehrte der VfL Günzburg von der Gögginger Landesligareserve zurück. In der Anfangsformation ließ Trainer Stephan Hofmeister diesmal die A-Jugendlichen auf der Bank. Dies tat der Spielfreude keinen Ablass, im Gegenteil Spielmacher Marius Schmid und Kreisläufer Axel Leix wirbelten die routinierte Gastgeber Deckung ordentlich durcheinander. Bereits beim 5:10 war eine gewisse Vorentscheidung gefallen, da auch die VfL-Defensive sicher stand. Zwar waren die gegnerischen Rückraumspieler immer wurfgefährlich, da aber wenig Unterstützung vom Kreisläufer kam, konnten sich die schnellen VfL-Verteidiger auf den Blick nach vorne konzentrieren. Und wenn mal ein Ball auf das Tor kam, stand Keeper Tizian Schmid zumeist goldrichtig. Bereits zur Halbzeit stand es 8:14.
Im zweiten Spielabschnitt veränderte sich das Bild wenig. Nur nach und nach - ein Abstiegskandidat ist der TSV Göggingen II sicher nicht - wurde der Vorsprung auf 10 Tore ausgebaut. Leicht war die Augsburger Abwehr nicht zu knacken. Beim 19:29 war der zweistellige Abstand erstmals redlich erkämpft. Das 20:30 war ein gerechtes Endergebnis. Beide Mannschaften taten sich mit den vielen Zeitstrafen (insgesamt 13 !) in dem sehr fairen Spiel ein wenig schwer. Die Günzburger nahmen es deutlich gelassener. Youngster Julian Nief, der bislang nur in der Günzburger "Zweiten" zum Einsatz kam, erzielte gleich in seiner ersten Begegnung bei der "Ersten", seinen ersten BOL-Treffer.
Es spielten: T. Schmid, Ziegler; Rothbauer (1), Schubert (2), Konopa (6), Geiger, Leix (1), M: Schmid (1), Müller (2), Rennert (2), Jensen, Nief (1/1), Jäger (4) und Groß (10/4):

Damen


Zum ersten Mal in der laufenden Runde haben die Handballerinnen des VfL Günzburg ein Landesliga-Spiel verloren.
„Aufgrund der gezeigten Leistung auch völlig zurecht“, wie Trainer Robert Mayer zerknirscht einräumte. Der Zeitpunkt war freilich ungünstig: Das 19:27 (12:13) unterlief ausgerechnet im Hit gegen Spitzenreiter TSV Ottobeuren.

In den Anfangsminuten sah noch alles sehr gut aus für die Weinroten. Günzburgs Damen präsentierten sich hellwach und spielstark. Sie zeigten mit tollen Aktionen, warum sie in dieser Saison als stärkste Verfolger der Allgäuerinnen gelten. Taktisch machten die Einheimischen in den ersten 20 Minuten alles richtig. Als Lohn gab’s beim Stand von 11:5 eine komfortable Führung. Der Bayernliga-Absteiger fand bis dahin keine Mittel gegen Günzburgs Defensive.Ottobeurens Trainer Daniel Berkessel sah die Seinen auf ein Debakel zusteuern und nahm eine Auszeit. Mit Erfolg: Günzburg kam aus dem Rhythmus und wurde leichtsinnig. Anstatt den Spitzenreiter weiterhin mit hohem Tempo und engagierter Abwehrarbeit zu beschäftigen, wurden die Gäste nun mit unüberlegten Aktionen zur Aufholjagd eingeladen. Ottobeuren bedankte sich dafür mit einem 8:1-Lauf und war zur Pause wieder voll da.

Die zweite Hälfte gestaltete sich zunächst ausgeglichen. Zwar fand das VfL-Team nicht zum Glanz der Anfangsphase zurück, Günzburg konnte die Partie aber immer noch ausgeglichen gestalten. Das funktionierte trotz mäßiger Leistung ziemlich lang – bis zum 18:20 zehn Minuten vor Schluss. Dann der Knackpunkt: Plötzlich bestraften die Gäste jeden Fehler der VfL-Mädels gnadenlos. Das sorgte für steigende Verunsicherung beim VfL und fortan mangelte es den Weinroten an Abgeklärtheit. Nun zeigte der Spitzenreiter den Günzburgerinnen ganz deutlich die Grenzen auf und Günzburg musste erfahren, was passiert, wenn nicht auf beiden Seiten des Balles mit dem nötigen Einsatz agiert wird. Jedenfalls brachen alle Dämme und die Allgäuer bedankten sich für die zahlreichen Günzburger Geschenke mit einer 7:1-Torserie in den Schlussminuten.

Mayer kommentierte nach der ersten Enttäuschung: „Dieses Spiel war sehr lehrreich für uns alle. Was unsere Spielerinnen noch lernen müssen, wurde sehr deutlich. Fehler minimieren, die nötige Einstellung mitbringen, selbstkritisch sein und nicht die Fehler bei der Nebenspielerin oder den Trainern suchen, sondern bei sich selber damit anfangen.“ In Richtung aller, die Bayernliga-Träume hegen, formulierte der Coach weiter: „Gegen Landesliga-Spitzenteams wie Ottobeuren mit derart starken Spielerinnen reicht das nicht. Und es reicht schon gar nicht eine Liga höher, wo wir ja mal hinwollen.“
Spielverlauf: 1.Hz. 2:2, 6:2, 8:4, 11:5, 11:12,12:13.- 2.Hz. 12:14, 13:16, 16:17, 18:20, 18:26, 19:27


Für den VfL Spielten: Simona Machalova, Lisa Gremmelspacher – Daniela Stoll (1), Annelie Galgenmüller (1), Verena Oberling (2), Ardiana Merditaj (5/2), Conny Müller (3), Evelyn Jorga (6/5), Sandra Schaaf (1), Franziska Aust, Tanja Stoll, Catherina Harder, Patricia Kubasta
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