VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Saubere Leistung meine Damen, alles richtig gemacht“, so lautete das Fazit von Trainer Robert Mayer nach dem schweren Auswärtsspiel in Neuaubing.
Günzburgs Handballdamen hatten es tatsächlich geschafft, ihr Trainerteam erstmals vollkommen zufriedenzustellen. „ Es gibt diesmal nichts, aber wirklich gar nichts zu bemängeln. Was die Mannschaft trotz zahlreichen Handicaps am Samstag auf die Platte zauberte, war schon sensationell und eine ganz tolle Mannschaftsleistung“, so Trainer Mayer zufrieden nach dem Spiel.
Laut Günzburgs Verantwortlichen, hatte jede Spielerin, einschließlich Torhüterinnen, ihre Vorgabe perfekt umgesetzt und alles richtig gemacht.
In der Tat, die große Stärke der VfL Damen, gegenüber vieler anderen Mannschaften, ist die Ausgeglichenheit auf den Positionen und der bedingungslose Einsatz mit dem die Spielerinnen agieren. In diesem starken Kollektiv sind die Weinroten auf dem besten Wege, dem Spitzenreiter aus Ottobeuren am kommenden Wochenende im Spitzenspiel, den Platz an der Sonne streitig zu machen.

Wie schon in den Spielen zuvor hatten die Günzburgerinnen anfangs ihre Probleme mit ihren Gegnerinnen. Vor allem Neuaubings Top-Spielerinnen Karin Wehle, Michaela Fiedler und Maya Schumann bereiteten den VfL Damen noch in der ersten Hälfte die bekannten Schwierigkeiten, die die Günzburgerinnen aber dann im Laufe der ersten Halbzeit immer besser in den Griff bekamen. Die SG versuchte ihr Heil mit einer defensiven 6:0 Deckung, um die spielstarken Günzburgerinnen zu Würfen aus der zweiten Reihe zu zwingen. Das war auch in der vergangenen Saison in Neuaubing noch erfolgsbringend. Die Rechnung von BHV Trainer Alexander Brandeis ging nur anfangs auf, denn mittlerweile gibt es bei den Weinroten mit ihren starken Rückraumspielerinnen auch die passenden Gegenmaßnahmen dafür.

Nach ausgeglichenem Spielverlauf in den ersten fünfzehn Minuten erhöhten die Günzburgerinnen das Tempo und brachten dabei immer wieder das „weibliche Industriegebiet“ Annelie Galgenmüller (in Anlehnung an den aktuellen Günzburger Jugend-Bundesligaspieler Daniel Jäger), in Position. Die A-Jugendliche bedankte sich gleich dafür bei ihren Mitspielerinnen, mit sechs blitzsauberen Treffern bei sechs Versuchen. Auch Catherina Harder glänzte mit hundertprozentiger Trefferausbeute und ihr Treffer zum 10:14, ließ schon vermuten, dass die Schwäbinnen diesmal die Punkte mitnehmen werden. Bis dahin hatten die Günzburgerinnen schon lange munter durchgewechselt. Der SG fiel es zusehends schwerer, sich auf das flexible Angriffspiel auf Dauer wehren zu können. Günzburg ging im Anschluss durch weitere Treffer von Verena Oberling und Conny Müller mit einem Fünf-Tore-Vorsprung in die Halbzeitpause (14:19).
Die VfL Damen legten danach sofort wieder los wie die Feuerwehr und erlaubte sich weiterhin den Luxus, viele Spielanteile zu gewähren, um die angeschlagenen Spielerinnen zu schonen. Zwischenzeitlich führte die weinrote Übermacht mit den Spielerinnen Betzler, Harder, Müller, Kubasta, Merditaj, Galgenmüller und den Stoll- Schwestern, allesamt unter 20 Jahre alt, im Schnitt mit 10 Toren Differenz. Egal wer bis dahin ein oder ausgewechselt wurde, die Leistung hatte bei allen Spielerinnen gepasst. Dadurch lässt sich auch für Günzburgs Verantwortliche keine einzige Spielerin bei der tollen geschlossenen Mannschaftsleistung besonders hervorzuheben. Lobenswert war auch die Leistung vom sehr jungen Schiedsrichtergespann Engel/Kaut von Gröbenzell und Unterpfaffenhofen, die im Spiel alles bestens im Griff hatten und das Handballspiel so leiteten, wie man es in der heutigen Zeit auch zu leiten hat.

Am Ende hatten die Schwäbinnen mit 31:40 beide Punkte in der Tasche und dabei voll überzeugt. Auch die SG Neuaubing-Dachau 65 hatte mit ihren individuellen Spielerinnen großen Anteil daran, dass den Zuschauern für ihr Eintrittsgeld bei über 70 Toren viel geboten wurde. In der Bergsonhalle in Neuaubing muss zuerst mal gepunktet werden, das ist den Günzburgerinnen am vergangenen Samstag eindrucksvoll gelungen.
Für den VfL spielten:
Lisa Gremmelsbacher, Simona Machalova (im Tor), Annelie Galgenmüller (6), Ardiana Merditaj (6/1), Verena Oberling (6/2), Evelyn Jorga (6/2), Sandra Schaaf (4), Catherina Harder (4),Franziska Aust (2), Conny Müller (2), Tanja Stoll (2), Annika Betzler (1) , Daniela Stoll (1/1), Patricia Kubasta
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.