VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

700 Zuschauer in der Günzburger Rebayhalle haben am Sonntagabend ein packendes Handball-Derby erlebt. Der VfL Günzburg erhielt sich mit seinem Sieg alle Chancen auf den Aufstieg. Der SC Ichenhausen muss jetzt erst einmal kleinere Brötchen backen. Raunau II verschaffte sich im Kellerduell etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt.
Günzburg – SC Ichenhausen 30:28 (14:11) Am Ende des emotional geführten Derbys waren beide Trainer zufrieden mit ihren Teams und lobten den Gegner. „Ichenhausen hat seine Routine gezeigt, seine Stärken ausgespielt und das zu einem sehr schwierigen Spiel für uns gemacht“, sagte Günzburgs Coach Stephan Hofmeister. „Die Günzburger haben ihr Glück erzwungen und leider verdient gewonnen“, gab sein Kollege Klaus Hornung zurück.
Die beiden Mannschaften lieferten sich besonders im zweiten Abschnitt einen offenen Schlagabtausch, der zwar nicht für ein Taktik-Lehrvideo taugt, die Zuschauer aber jederzeit mitriss. Günzburg lag meist drei, vier Tore vorn.Ichenhausen leistete sich in der Offensive zu viele leichte Ballverluste, sodass auch starke Paraden von SCI-Torwart Andreas Biller nicht reichten, um den Rückstand zu verkürzen.
Eine Wende schien sich im Spiel zu ergeben, als Ichenhausens Selahattin Yapicioglu einem Günzburger Angreifer von hinten in den Wurfarm griff und dafür eine harte, aber vertretbare Rote Karte sah. Nach der abgelaufenen Zeitstrafe ging noch einmal ein Ruck durch das SCI-Team: Die gegnerische Deckung wurde noch aggressiver attackiert, hinten packte das Hornung-Team zu. Angetrieben von Spielmacher Daniel Steck schossen sich die Königsblauen durch Felix Hornung und Robert Schößler auf ein Tor heran. Und bei einem Gegenstoß hatte Alexander Lindner sogar die Chance auf den 25:25-Ausgleich, knallte den Ball aber an den Pfosten.
Günzburg befreite sich nun wieder aus der Umklammerung und zog durch Treffer von Julian Rothbauer und Raphael Groß wieder davon. Und als Steve Rennert den Vorsprung weniger als zwei Minuten vor dem Ende wieder auf vier Tore ausbaute, war das Spiel entschieden. Ichenhausen kämpfte zwar bis zum Schluss, am VfL-Sieg war jedoch nicht zu rütteln. „Um auswärts zu gewinnen, musst Du die Dinger reinmachen“, sagte Klaus Hornung, dem nach dem Spiel trotz der Niederlage viele gratulierten – zu seinem Geburtstag. Hornung selbst hob Torwart Andreas Biller und das „Gehirn“ der Mannschaft, Daniel Steck, heraus. (adi)
VfL Günzburg:
Schmid, Ziegler; Rothbauer 4, Konopa 4, Geiger 1, Müller 4, Rennert 5/2, Jensen 4, Jäger 2, Groß 6/1
SC Ichenhausen:
Biller; Steck 4, F. Hornung 4/1, Schößler 3, Walczer 3, Jordan 4, Trenkenschuh 5, M. Hornung 2/2, Yapicioglu 3
Damen 1

Einen weiteren Sieg konnten die Günzburger Handballdamen am Wochenende für sich verbuchen.
Auch den Spielerinnen vom TSV Schleißheim ist es nicht gelungen, Günzburgs Landesliga-Team zu schlagen. Zwar konnten die Oberbayerinnen noch die ersten 30 Minuten ausgeglichen gestalten, doch am Ende musste die ersatzgeschwächte Mannschaft von Michaela Nagel, dem hohen Tempo das die Weinroten vorlegten, klein beigeben. Am Ende hatten die Gäste beim 31:21 mit zehn Toren das Nachsehen.
In den Anfangsminuten präsentierten sich die Einheimischen hellwach. Zwei schöne Treffer von Sandra Schaaf und Franziska Aust bescherten den Weinroten von Anfang an die Führung. Über eine stabile Abwehr und schnell vorgetragene Angriffe, konnten Ardiana Merditaj, Sandra Schaaf und Franziska Aust. von den Oberbayerinnen nur noch siebenmeterreif gestoppt werden. Evelyn Jorga zeigte sich dabei sehr treffsicher und es stand 5:1 für die Einheimischen. Danach gingen die Weinroten zu fahrlässig mit ihren Chancen um und es häuften sich die Abspielfehler. Schleißheim verstand es schnell die kurze Schwächephase der Günzburgerinnen zu nutzen um aufzuschließen. Ein kurzer Zwischenspurt in der Mitte der ersten Hälfte und schöne Treffer von Tanja Stoll aus dem Rückraum, bescherten den Günzburgerinnen wieder eine komfortable Fünf-Tore-Führung. Schleißheim konnte abermals die Nachlässigkeiten der Sieben- Schwaben nutzen um bis zur Halbzeitpause beim Stande von 13:11 dranzubleiben.
Danach hatten sich die Günzburgerinnen immer besser auf die Angriffsbemühungen der TSV Spielerinnen eingestellt und Günzburgs Defensive stand immer besser. Ardiana Merditaj musste in dieser Phase verletzt das Spielfeld verlassen, was sich auf die Defensivleistung der Weinroten auswirken hätten können. Doch alle Bedenken waren umsonst, denn Tanja Stoll, Franziska Aust und Verena Oberling hatten den Ausfall schnell in den Griff bekommen. Es machte sich dann immer mehr der Kräfteverschleiß bei den Schleißheimerinnen bemerkbar, denn sie mussten sich gegen Günzburgs Abwehrriegel jedes Tor hart erarbeiten. Dabei häuften sich dann auch die Fehler bei den Gästen, die das VfL Team sofort zu ihren Gunsten nutzte. Günzburg profitierte auch davon, dass mit Isabelle Mengele, Annika Betzler und Juliane Wieser bewährte Kräfte auf der Bank saßen, die dafür sorgten, dass Günzburgs Tempospiel weiterhin erfolgreich gestaltete werden konnte. Auch auf Günzburger Seite waren noch viel zu viele technische Fehler vorhanden, doch am Ende fehlten den Schleißheimerinnen einfach die Kraft, um den Weinroten gefährlich zu werden.

Sollten die VfL Damen ihre Fehlerquote noch besser in den Griff bekommen, dann zählen sie wirklich zu den Spitzenmannschaften der Liga. Auch im Spiel gegen Schleißheim war zu erkennen, welches Potential in dieser Mannschaft steckt. Die Günzburgerinnen finden trotz ihrer Schwächephasen immer wieder zurück ins Spiel und sind nicht umsonst mit 11:1 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Bisher noch ungeschlagen, eine ganz tolle Mannschaftsleistung.
Für den VfL spielten:
Simona Machalova, Lisa Gremmelsbacher (im Tor), Tanja Stoll (6), Evelyn Jorga (6/5), Sandra Schaaf (4), Verena Oberling (3), Franziska Aust (3), Ardiana Merditaj (2), Annelie Galgenmüller (2),Isabelle Mengele (2), Juliane Wieser (2), Annika Betzler (1)
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