VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Nichts für schwache Nerven war das Aufeinandertreffen, zwischen dem Tabellenzweiten aus Kissing und dem Tabellendritten aus Günzburg, beim Kampf um die vorübergehende Tabellenspitze. Die ganze Spielzeit über liefen die Weinroten ständig einem Rückstand hinterher und konnten am „Tag der Einheit“ nur phasenweise als Einheit ihr Potential abrufen. Aufgrund einer starken kämpferischen Leistung zum Ende hin, gab es doch noch einen Punkt gegen den Bayernliga Absteiger.

Gleich von Beginn an lagen die VfL Damen ständig im Hintertreffen und machten sich das Leben selber schwer. Viele unüberlegte Aktionen, Fehlpässe und eine ungewohnte Abschlussschwäche prägten das Günzburger Spiel. Da auch das Abwehrverhalten einiger Spielerinnen im VfL Dress zu wünschen übrig ließ, konnten die Einheimischen immer wieder mit bis zu vier Toren in Führung gehen.

Die Legostädterinnen kämpften sich zwar immer wieder heran, vertändelten aber in ihren Angriffsbemühungen leichtsinnig die Bälle, die wieder im Anschluss gegen das routiniert auftretende KSC Team sehr kräfteraubend erkämpft werden mussten. Anstatt sich auf die eigenen Stärken zu besinnen, versuchten die Weinroten sich dem Spiel der Einheimischen anzupassen, mit dem Ergebnis, das zumindest ihre eigenen Stärken überhaupt nicht zur Geltung kamen. Zum Ende der ersten Halbzeit schien es so, dass sich die Schützlinge von Robert Mayer und Harald Jekel dann besser auf die Kissingerinnen eingestellt hätten, doch auch der weitere Spielverlauf, zog sich wie ein roter Faden weiter hin: Der KSC legte zwei bis vier Tore vor, Günzburg kämpfte sich wieder ran.

Hätte nicht Sandra Schaaf ihr Team im Rennen gehalten, dann wäre eine Vorentscheidung zu Gunsten der „Katzen“ schon viel früher gefallen. Schaaf spielte nämlich am vergangenen Freitag eine überragende Partie, vielleicht sogar eines ihrer besten Spiele im VfL Trikot, mit ausgezeichneter Trefferquote. Auch Linksaußen Evelyn Jorga hatte eine starke Leistung abgerufen und großen Anteil daran, dass der VfL weiterhin im Spiel blieb. Es war ein Spiel beider Abwehrreihen mit vielen Strafwürfen.
Auch da hatten die Kissingerinnen die Nase vorn. Stefanie Schmidt verwandelte alle, Günzburg scheiterte dreimal.

Beim 25:21 sahen sich dann die Einheimischen schon auf der sicheren Siegerstraße einbiegen, denn Günzburg erweckte den Eindruck, als ob die vielen Aufholjagden zu viel Kraft gekostet hätten. Doch dann zeigte sich, für was die harte Vorbereitung gut war. Auch wenn es spielerisch einiges zu bemängeln gab, was die Günzburgerinnen dann doch noch auf die Platte zauberten, entschädigte auch die vielen mitgereisten Fans. Kissing hatte auf einmal keine Mittel mehr gegen die stabile Abwehr und auch im Angriff waren die Günzburgerinnen die spielbestimmende Mannschaft. Mit großem kämpferischem Einsatz drehten die VfL Damen den Vier-Tore-Rückstand zu einer erstmaligen Führung (25:26). Die zweite Führung war dann kurz vor Spielende beim 27:28.
Kissing konnte nochmals ausgleichen. Günzburg war dann im letzten Angriff in Ballbesitz, kam dabei aber nicht mehr zum Abschluss.

Das hätte auch den Spielverlauf völlig auf den Kopf gestellt. Am Ende trennten sich beide Mannschaften gerecht mit 28:28.

Obwohl der Punktgewinn gegen den Bayernliga Absteiger und Topfavoriten für den Aufstieg eine kleine Sensation darstellt, waren nicht alle im Günzburger Lager damit zufrieden. Es fällt auf, dass das Anspruchsdenken auch im weiblichen Bereich beim VfL stark gestiegen ist. Im Spiel gegen Kissing hat es laut Günzburgs Verantwortlichen sehr selten gepasst. Es zeigt sich aber trotzdem, dass die Günzburgerinnen mit den Spitzenteams dieser Liga mithalten können.
Das Günzburger Landesligateam hat nach drei Spieltagen mit 5:1 Punkten den dritten Tabellenplatz inne, ein Grund mehr, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.
Spielverlauf:
1. Hz. 4:2, 4:4, 8:4,8:6, 10:6,10:8, 12:8, 13:9,14:11.- 2 Hz. 14:12, 15:14, 17:16, 20:16, 20:18, 23:19, 23:21, 25:21, 25:26, 26:26, 27:26, 27:28, 28:28,
Für den VfL spielten:
Simona Machalova, Lisa Gremmelspacher (im Tor), Sandra Schaaf (10), Evelyn Jorga (6/3), Ardiana Merditaj (4/3), Verena Oberling (3), Franziska Aust (3), Annelie Galgenmüller (3), Patricia Kubasta, Catherina Harder, Daniela Stoll,

Männer 1


Nach einer erstaunlich schwachen Leistung verlor der VfL Günzburg in der Höhe schmeichelhaft mit 34:31 (17:14) gegen die dritte (!) Herrenmannschaft des TSV Friedberg. Wie bei Reservemannschaften üblich traten die Gastgeber mit einer bunt gemischten Truppe an: Da war der Stamm der Dritten, A-Jugendliche aus der Bayernliga und Spieler, die aus alter Handballfreude halt mal aushelfen, obwohl sie eigentlich die berühmten Schuhe überwiegend aus gesundheitlichen Gründen längstens an den Nagel gehängt haben. Keiner dieser Spieler könnte es sich körperlich erlauben wirkungsvoll in der Friedberger Dritt- oder Bayernliga-Mannschaft, die beide in schwierigen Abstiegskämpfen stecken, aufzutreten: Auch nicht Johannes Luderschmid, der Jahre-lang das Bild der Friedberger Ersten mitprägte und dann mit schweren Knieproblemen leider zu früh seine Handball-Karriere beenden musste. Für die BOL bzw. die aufstiegsambitionierten Günzburger reichte es aber noch leicht.
Eine Mischung aus Feigheit, Respekt vor großen Namen und mangelnden körperlichen Einsatz ermöglichte es Johannes Luderschmid ohne jede Gegenwehr beliebig zu walten. Das war der Ausgangspunkt für das Debakel. Ein einziges Mal, beim 2:3 führten die Günzburger. Trotz einer bodenlosen Abwehrleistung hielten die starken Günzburger Werfer Andi Konopa und Nico Jensen ihr Team im Spiel. Auch beim 12:10 oder dem 17:14 war der VfL noch in "Wurfweite".
Beim 29:26 fiel dann die Vorentscheidung, auch weil der Grippe-kranke Andi Konopa verletzt ausscheiden musste: Friedberg erzielte fünf weitere Treffer in Folge und führte uneinholbar mit 34:26. Spätestens ab da war Julian Rothbauer mit etlichen Gegenstößen und Top-Abschlussquote zum Günzburger Alleinunterhalter der zweiten Halbzeit geworden. Friedberg wechselte angesichts des deutlichen Vorsprungs noch einmal kräftig durch Das nützte ein insgesamt teilnahmslos wirkender VfL Günzburg (eine Zeitstrafe bei 34 Gegentreffern) zu einem 34:31-Endergebnis.
Die Schiedsrichter Kamlah und Förster boten eine ausgezeichnete Leistung.
Dabei waren: Schmid T., Ziegler und Heinrich, Rothbauer (7), Barthel, Konopa (11), Geiger, Leix (2), Schmid M., Schüller, Rennert (2), Jensen (3), Hermann, Groß (6/3):
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