VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Eine sensationelle Aufholjagd und eine überragende Simona Machalova im Günzburger Gehäuse sicherte den VfL Damen einen weiteren Punkt und damit den Verbleib in der Landesliga Süd.
Wer am Samstag als Zuschauer in der Rebayhalle das Spiel der Günzburger Handballdamen gegen die HSG Würm Mitte verfolgte, der hatte spätestens zur Mitte der zweiten Hälfte sein Kommen nicht bereut. Denn allein schon was die VfL Damen an Kampf, Einsatzwillen und Leidenschaft den zahlreichen Zuschauern boten, war das Eintrittsgeld schon wert. Zum Ende hin, hatten es die Weinroten sogar noch selbst in der Hand nach einem 8-Tore-Rückstand das Spiel zu den eigenen Gunsten zu entscheiden, scheiterten aber zuvor mit drei Strafwürfen und dann fast mit dem Schlusspfiff völlig frei an Würms Gästetorhüterin.
40 Minuten zuvor, boten die Weinroten allerdings ein Auf und Ab aller Gefühle eines Handballspiels.

Günzburg startete gut in die Partie. Eine sattelfeste Abwehr, eine gut aufgelegte Lisa Gremmelspacher im Tor und Spielwitz im Angriffspiel der Günzburgerinnen gestalteten die ersten 20 Minuten sehr ausgeglichen. Die spielstarken Würmerinnen hatte man gut im Griff und auch die starke Kreisläuferin Sarah Markovic bekam Günzburgs Defensive immer besser zu fassen. Nach einer anfänglichen 4 Tore Führung (8:4) merkte man den Günzburgerinnen schon an, dass die nötige Konsequenz abbaute und die Spielerin abermals wie in manchen Spielen zuvor, zu Leichtsinn verführte. Die Quittung dafür hatten die Einheimischen dann schnell erhalten. Würm bestrafte jeden Fehler mit ihrem bekannt starken Konterspiel und schickte die Hausherrinnen im Anschluss lehrreich mit einem 5 Tore-Rückstand in die Kabine.

Noch unter Schock aufgrund des Spielverlaufs aus der ersten Hälfte, schafften es die Günzburgerinnen nicht mehr ins Spiel zu kommen und spätestens beim 14:22 zeichnete sich ein Debakel für die Hausherrinnen ab.
Doch dann zeigte sich das wahre Gesicht der Günzburger Mannschaft. Die Erfahrung einer Franziska Aust, Sandra Schaaf, Judith Deutschenbauer und allen voran Evelyn Jorga, gepaart mit der Unbekümmertheit der jungen Spielerinnen, kämpften sich die VfL Damen Tor um Tor ran.
Simona Machalova im Günzburger Tor lief ebenfalls zur Hochform auf und brachte mit ihren Paraden die Würmerinnen fast zur Verzweiflung. Höhepunkt dabei war ein direkter Pass von Machalova auf Daniela Stoll auf die Rechtsaußenposition, den Stoll in der Luft fangen konnte und gleichzeitig zum 20:24 verwertete. Dem stand Ardiana Merditaj nichts nach, als sie ebenfalls einen Ball von 10 Metern in der Luft annahm und direkt in das Tor hämmerte.

Aust, Jorga, Merditaj und Deutschenbauer organisierten bärenstark die Abwehr und den Würmerinnen gingen die Mittel aus. Günzburg glich durch den zwölften Treffer der stark spielenden Evelyn Jorga erstmals in der zweiten Hälfte zum 24:24 aus.
Leider scheiterten dann Evelyn Jorga und Ardiana Merditaj zuvor viermal von der Siebenmeterlinie um das Spiel dann im Anschluss zu entscheiden. Die Spannung im Spiel der beiden spielstarken Tabellennachbarn war weiterhin groß. Günzburg führte eine Minute vor Spielende mit 25:24, doch gelang den Würmtalerinnen der verdiente Ausgleich.
Das schnelle Anspiel sorgte dafür, dass Sandra Schaaf nochmals kurz vor Spielende völlig frei zum Wurf kam, doch den platziert geworfenen Ball hielt Würms ebenfalls starke Torhüterin Patricia Contro mit einer Glanzparade und sicherte damit ihrer Mannschaft wenigstens noch einen Punkt.
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Aufgrund der Niederlagen der direkten Konkurrenten und des direkten Vergleichs, müssten es die Günzburgerinnen dennoch geschafft haben, vorzeitig die Liga zu halten. Nach den gezeigten Leistungen der Rückrunde gehören die Weinroten auch völlig verdient der starken Liga an.

Männer 1


Mit 34:30 (18:16) gewann der VfL Günzburg sein letztes Rundenspiel gegen den TV Gundelfingen. Da beide Mannschaften jung und ehrgeizig sind, entwickelte sich trotz des Endes aller beider Meisterschaftsträume eine temperamentvolle Begegnung. Den besseren Start erwischte der VfL Günzburg. Bis zum 7:4 war die Gastgeberabwehr mit einem starken Torwart Tobias Heinrich kaum zu überwinden. Doch der TV als Dritter wollte dem Zweiten die Punkte keinesfalls gleichgültig überlassen. Immer wieder kamen die Tempohandballer aus der Nachbarstadt über ihre schnelle Mitte oder den wurfgewaltigen Chris Gerstmayer zum Abschluss. Fünf Mal stand es fortan unentschieden, bevor beim 18:16 gewechselt wurde.

In der zweiten Hälfte fiel eine kleine Vorentscheidung mit dem Wiederanpfiff, da der Gäste-Rückraumlinks verletzungsbedingt zuschauen musste. Routinier Oliver Niewolik, der in der VfL-Jugend das Handballen erlernte, sprang zwar gekonnt in die Bresche, als er aber in Manndeckung genommen wurde, war es mit der Gundelfinger Handballherrlichkeit zunächst vorbei. Außerdem trafen nun die starken Günzburger Rückraumwerfer Jahn, Konopa und Allrounder Raphael Groß in regelmäßigen Abständen. Hinten machte der sonstige Ersatztorwart Manuel Haas zusätzlich für sieben Minuten das Tor komplett zu und erinnerte so an seine bärenstarke Vorstellung im Hinspiel. Dabei kam ihm ordentlich Insiderwissen zu Gute, spielte er schließlich die gesamte Jugend mit den Gundelfingern.

Beim 30:25 schien das Spiel entschieden. Auch weil "VfL-Häuptling" Andi Konopa zeitweise verletzt zuschauen musste, kamen die zähen und spielstarken Gäste aber noch einmal auf 30:29 heran. In der Schlussphase setzte sich dann der ausgeglichenere weinrote Kader durch. Die Mannschaft hatte auch ohne den jüngeren A-Jugendjahrgang eine starke Leistung gezeigt. Danach wurde eine ereignisreiche Saison ausgelassen gefeiert. Zum Aufstieg hat es in dieser Runde knapp noch nicht gereicht.

Es spielten: Rothbauer (2), Jahn (6), Konopa (4), Geiger (2), Leix (4), Schmid (1), Röllig, Heinrich, Rennert (7/3), Haas und Groß (8/1).
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