VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Günzburgerinnen entführen gegen bärenstarke Ismaningerinnen beide Punkte aus Ismanings "Hölle Süd" und verschaffen sich durch den
doppelten Punktgewinn (19:21) Luft im Abstiegskampf.
Dieser Sieg war enorm wichtig für Günzburgs Handballdamen. Schon vor dem Spiel beim Blick auf den Spielberichtsbogen war klar,dass es diesmal ganz ganz schwer
werden wird, um gegen Münchens Vorzeige-Club und Bayerns Talentschmiede bestehen zu können.
Nachdem auch noch Tanja Stoll krankheitsbedingt passen musste und Ismanings Trainerteam Alexander Novakovic/Jörg Feinauer alles aufgeboten hatten, was ihnen an sehr guten Spielerinnen zur Verfügung standen, lebte im Günzburger Lager nur noch die Hoffnung und der Glaube an die Stärken der eigenen Mannschaft.

Die "Isis" vom vergangenen Samstag bestanden nämlich aus A Jugend- Bundesligaspielerinnen, Spielerinnen vom Bayernligateam und zwei drei erfahrenen Kräften aus vergangenen Zeiten. Wie wichtig für den TSV Ismaning dieses Spiel gegen Günzburg war konnte man dann im Anschluss im Bayernliga Spiel der ersten Mannschaft feststellen, als dort fünf Spielerinnen auftauchten, die noch zuvor gegen die Weinroten um Punkte kämpften.

Doch alles Aufrüsten nütze nichts. Die Weinroten hatten die Isis mit einer aggressiven Abwehr bekämpft und überhaupt nicht ins Spiel kommen lassen um ihre hohe spielerische Qualität entfalten zu können.

Das Gegenteil war der Fall: Die VfL Damen schlugen den Gegner mit dessen eigenen Mitteln. Das flexible Abwehrspiel gepaart mit druckvollem Angriffspiel schmeckte den jungen Ismaningerinnen gar nicht. Die erste Hälfte gestaltete sich noch sehr ausgeglichen. Günzburg konnte sich trotzdem einen knappen Zwei-Tore- Vorsprung zur Halbzeitpause erarbeiten (10:12).
Auch nach dem Seitenwechsel war Günzburg spielbestimmend und jede Spielerin setzte ihre Vorgaben perfekt um. Teilweise betrug der Vorsprung bis zu fünf Toren.
Nur zum Ende hin machten es die Günzburgerinnen nochmals unnötig spannend. Besonders erfreulich war laut Trainer Mayer, dass auch Spielerinnen wie Ines Leix, Annika Betzler und Catherina Harder ihren Teil dazu beitragen konnten, um für die nötige Entlastung zu sorgen. Denn das Günzburger Spiel kostete gegen die wieselflinken Einheimischen enorm Kraft. Zusätzlich erwischte Simona Machalova im Tor einen "Sahnetag" und vereitelte zahlreiche Großchancen der Ismanningerinnen.

Die Weinroten erarbeiteten sich gegen einen ganz stark besetzen Gegner ein 2 Punkte-Erfolgserlebnis, welches zum Schluß in der Endabrechnung doppelt vergoldet sein kann.

Ein besonderes Erfolgserlebnis war es auch noch für die ganz jungen Spielerinnen Stoll, Galgenmüller und Harder, die ebenfalls als 96 Jahrgänge im letzten Jahr die B Jugend verlassen hatten und sich mit gleichaltrigen messen durften, die bundesweit für Furore sorgten. Das Kräftemessen war ausgeglichen, die Punkte gingen sogar an den VfL. Ein überaus erfolgreiches Wochenende für Günzburgs erste Damenmannschaft mit Blick auf die Tabelle.
Spielverlauf: 1 Hz.: 2:1, 3:5, 5:5, 7:7, 10:10, 10:12.- 2 Hz.: 10:14, 12:16, 14:16, 14:19, 15:21, 19:21

Für den VfL spielten:
Lisa Gremmelspacher, Simona Machalova ( im Tor), Ardiana Merditaj (6/3), Evelyn Jorga (4/1), Judith Deutschenbauer (4), Franziska Aust (4), Sandra Schaaf (2), Annelie Galgenmüller (1), Catherina Harder, Annika Betzler, Ines Leix, Daniela Stoll

Männer 1


Nach einem ganz jähen Wechselbad aller Handballgefühle blieb den Günzburgern beim 28:28 (16:14) nur ein Punkt in Gersthofen. Der TSV Göggingen hätte danach noch drei Punkte aus den letzten zwei Spielen verlieren müssen um die theoretischen Günzburger Meisterschaftschancen am Leben zu lassen. Auch diese unstete Seifenblase zerstob am Sonntag mit dem knappen Gögginger Erfolg in Gündelfingen. Der TSV wurde damit verdient Bezirksmeister:

Die vielen Günzburger Zuschauer, einige kamen direkt vom Damenspiel aus Ismaning hofften beim 4:7 auf eine ähnliche Glanzleistung wie die Woche davor in Schwabmünchen. Doch die kleine Nichtabstiegschance verlieh den individuell deutlich schlechter besetzten Gastgebern Flügel. Beim 9:9 war das Remis erreicht, die VfL-Abwehr wackelte und auch der Hand-verletzte Tizian Schmid griff manchmal daneben. Der TSV prägte nun bis zum überraschenden 16:14-Halbzeitergebnis die Begegnung, auch weil viel verworfen wurde. Beim 23:20 schienen die weinroten Aufstiegsträume früh zu zerplatzen. Nach einer Auszeit war die Abwehr wie umgewandelt hellwach.

Das 23:23 war durch ein paar der wenigen Günzburger Gegenstöße schnell erzielt. Es gab kein Durchkommen mehr und wenn einmal ein Wurf auf das VfL-Tor kam, hielt der eingewechselte Dominik Ziegler. 10 Minuten konnte die Gersthofener kein Tor mehr erzielen und Günzburg erarbeitete sich freie Chance um freie Chance. Doch sie trafen nicht, ebenfalls lange 10 Minuten (..). Der Heim-Torwart wurde zum Helden einer aufopferungsvoll kämpfenden Mannschaft. Es begann ein zäher Nervenkrieg
Nach einer kompletten Angriffspause auf beiden Seiten erzielte Gersthofen endlich das 24:23. Andi Konopa erlöste die Seinen mit einem Gewaltwurf zum 24:24 - Gersthofen legte zweimal und Günzburg glich immer umgehend aus. Beim 26:26 schienen die Gersthofener am Ende ihrer Kräfte. Zweimal scheiterten sie in dieser Phase mit Siebenmetern an Torwart Ziegler. Das junge Günzburger Team kämpfte verzweifelt, drei Rote Karten in den letzten drei Minuten belegen das. Das Stehvermögen schien sich auszuzahlen. Gersthofen spielte scheinbar aussichtslos 20 Sekunden vor Schluss nach dem 26:28 an. Sie erzielten in Überzahl ein zu schnelles Tor. 14 Sekunden vor Schluss spielte Günzburg an, wurde in eine Wurfsituation gedrängt und vergab. Die Schlusssekunden reichten noch für den Ausgleich. Riesenjubel bei Gersthofen, kollektive Trauer beim VfL.

Es tat am nächsten Tag fast gut, dass der ganz bittere Punktverlust nach so einer kämpferischen Großtat durch den Gögginger Sieg ohne Tabellenbedeutung blieb. Dem VfL bleibt die Vizemeisterschaft.

Es spielten: Schmid, Heinrich, Ziegler; Rothbauer (1), Konopa (8), Geiger, Leix, Nief (1), Rennert (2/1), Jensen (2), Jäger (1), Groß (13/8)
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