VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

  Angefeuert von über 50 sehr fröhlichen und lautstarken Günzburger Handballfans entführte der VfL Günzburg mit Saisonbestleistung aus der Höhle der Schwabmünchner mit 23:33 (11:15) beide Punkte. Erstmals spielte das junge Team sehr locker auf und zeigte sein großes Potential. Es zeichnet sich aus, dass seit einigen Wochen A-Jugend und Männer vermehrt gemeinsam trainieren, Andi Konopa Semesterferien hat und das Ende des Hallenfußballs endlich wieder Platz für Gegenstoßtraining frei gibt.

Hohe Laufbereitschaft und faire Kampfeslust hätten schon in der ersten Halbzeit eine Vorentscheidung bringen können, doch die Visiere waren im Übereifer und wegen mangelnder Stabilität auf dem rutschigen Boden noch nicht stabil genug eingestellt. Insgesamt wurden drei Siebenmeter verworfen und sogar die Zuverlässigkeit in Person, Daniel Jäger, ließ erst einmal ein paar "Freie" liegen. Das 11:15 dokumentierte dennoch eine starke Angriffs- und Abwehrleistung, die Lust auf mehr machte.

Der große Kader, kein A-Jugendspiel und ein guter Fitnesszustand wurden nun zu ganz starken 20 Minuten genützt. "Industriegebiet Jäger" traf wie sonst jeden Samstag oder Sonntag, Einzelaktionen von Andi Konopa im richtigen Moment oder gut antizipierte "steals" vom schnellen Julian Rothbauer halfen beim schnellen Sturm auf die Schwabmünchener Festung: Die Zwischenstände von 13:17, 16:25 und die erste 10-Toreführung beim 19:29 dokumentieren eindrucksvoll die neue Handballlust der Günzburger Ersten. Ganz anders bei den Gastgebern, sie kämpften. Neun Zeitstrafen in einem fairen Spiel dokumentieren dies, im Hinterkopf spukte aber Frust über die letzten beiden Niederlagen. Die Verletzung ihres Führungsspielers Bürkle zum Jahreswechsel läutete ein langes Ausscheiden aus dem Meisterschaftsrennen ein.
Richtig Spaß macht eine solche Runde nicht.Ganz anders die Weinroten: Sie bestachen durch eine homogene Mannschaftsleistung und jede Menge Handballfreude.

Schön, dass Tobias Heinrich nach überstandenem Muskelfaserriss bereits wieder eingesetzt werden konnte. Dafür verletzte sich Heike Nief beim Trommeln leicht an der Schlaghand, sie biss aber bis zum Schluss auf die Zähne und musste nicht ausgewechselt werden


Damen 1


Günzburger Damenmannschaft verlieren in Waltenhofen unglücklich nach hartem Kampf und ausgeglichenem Spielverlauf.
Die Bedenken im Vorfeld hatten sich bestätigt: Das Auswärtsspiel bei der SG Waltenhofen-Kottern war viel schwerer als es sich so manche aufgrund des Tabellenplatzes vorgestellt hatten. Denkbar knapp und zum Ende hin nicht mit dem nötigen Glück ausgestattet, musste sich die Mannschaft von Trainer Robert Mayer und Harald Jekel den aufopferungsvoll kämpfenden Allgäuerinnen in einer sehr rasant geführten Begegnung mit 29:28 geschlagen geben. Durch diese vermeidbare Niederlage werden Günzburgs Handballdamen wieder mit dem Abstiegskampf konfrontiert.

Der Start verlief wunschgemäß. Eine schnelle Führung verführte das Günzburger Team, leichtsinnige Anspiele zu praktizieren, die allesamt in Gegners Hände landeten. Auch zahlreichen Chancen wurden nicht genutzt. Das konnte man sich gegen den hoch motivierten Gegner nicht erlauben. Die Allgäuerinnen warfen am vergangenen Samstag alles in die Waagschale um als Sieger das Spielfeld zu verlassen. 6:6 stand es nach 10 Minuten und ein kleiner Zwischenspurt von Franziska Aust und Evelyn Jorga brachte erneut eine 3 Tore Führung (6:9). Durch weitere Treffer von Judith Deutschenbauer und Ardiana Merditaj, konnten sich die Günzburgerinnen erstmals mit fünf Toren absetzen (7:12).
Doch Nachlässigkeiten, Leichtsinn und Überheblichkeit im Spielaufbau bescherten den kampf-und spielstarken Allgäuerinnen einen 7:0- Lauf und das Spiel war gedreht (14:12). Im Anschluss folgten ein 14:13 Rückstand und eine Standpauke zur Halbzeitpause.

Die zweite Hälfte entwickelte sich zu einer rasanten und hochklassigen Partie. Die Weinroten konnten sich nochmals mit 4 Toren absetzen (15:19) doch die SG-Spielerinnen hielten dagegen. Angetrieben von Monika Vogler und Julia Schillinger, die von den VfL Damen nicht zu fassen waren, lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch.

15 Unentschieden waren der Beweis einer intensiven und ausgeglichenen Partie auf dem Spielberichtsbogen nach Spielende. Die Einheimischen konnten sich auch bei ihrer Torhüterin Franziska Procher bedanken, die ihre Mannschaft immer wieder im Spiel hielt und so mancher VfL Spielerin den Zahn gezogen hatte. Den Günzburgerinnen unterliefen dann in der entscheidenden Phase zwei drei Fehler um die Partie an sich zu reißen.

Zur tragischen Figur des Spiels wurde dabei Evelyn Jorga: Die starke und treffsichere Außenspielerin hatte dann wie schon in der Vorwoche mit dem Schlusspfiff den Ausgleich auf der Hand, scheiterte aber diesmal von der Siebenmeterlinie. Danach gab es für die Gastgeberinnen kein Halten mehr und die Allgäuerinnen hatten sich für ihre starke Leistung mit zwei Punkten belohnt. Sie feierten den Sieg als wären sie soeben dem Abstieg entronnen. Dieses Gefühl durften noch in der Vorwoche die Günzburgerinnen genießen, jetzt steht wieder der Abstiegskampf vor der Tür.

Spielverlauf:
1:3, 3:3, 6:6, 6:9, 7:12, 14:12, 14:13.- 14:16, 15:19, 19:19,21:21, 25:23, 25:25, 26:26, 27:27, 28:28, 29:28
Für den VfL spielten:
Simona Machalova, Lisa Gremmelspacher (im Tor), Evelyn Jorga (10/6), Ardiana Merditaj (5), Sandra Schaaf, Judith Deutschenbauer, Franziska Aust (je 3), Daniela Stoll, Annelie Galgenmüller (je 2), Tanja Stoll (1), Ines Leix.

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