VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Völlig neben der Spur präsentierten sich Günzburgs Handballdamen ihren Fans, im letzten Heimspiel vor der Winterpause gegen den BSC Oberhausen.
Nachdem Franziska Aust und Ardiana Merditaj nur bedingt einsatzfähig waren, hatte sich dieses Manko scheinbar in den Köpfen der Weinroten negativ festgesetzt, was den Glauben an das eigene Können beeinträchtigte. Auch die Gäste vom BSC Oberhausen waren aufgrund ihrer Negativserie aus den letzten sechs Spieltagen, nicht gerade mit üppigem Selbstvertrauen ausgestattet und so entwickelte sich ein Spiel, das den Tabellenplätzen gerecht wurde und eher einer "mäßigen Landesligapartie" auf unterem Niveau zuzuordnen war. Doch bis zum Ende war es spannend.

Viel zu viele überhastete Aktionen gegen einen keineswegs starken Gegner und eine Vielzahl an vergebenen Chancen führten dazu, dass die Günzburgerinnen im Angriff mit ihrer bis dato schlechtesten Angriffsleistung aufwarteten. Das Ergebnis: Ein zähes Spiel mit wenig Offensivleistung, ein 3 Tore Rückstand (7:10) und eine Standpauke zur Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte lagen die Einheimischen im spielerischen Aufbau immer noch weit weg von dem was sie eigentlich können, doch man akzeptierte die Leistungsschwankung, die gerade im Damenhandball des Öfteren auftreten und mit denen auch so viele andere Mannschaften selbst in höheren Ligen zu kämpfen haben.
Die Günzburgerinnen nahmen sich dann den mahnenden Worten von Trainer Harald Jekel immer mehr an,der den Spielerinnen mit auf den Weg gab, dass so ein Spiel an einem schlechten Tag dann über den Kampf entschieden werden muss. Günzburgs Verantwortliche vertrauten weiterhin darauf, dass alle Spielerinnen dementsprechend kämpfen können und gewährten trotz der Brisanz der Partie, allen Spielerinnen die nötigen Spielanteile.

Dann bewahrheitete sich, was Günzburgs Trainer Mayer schon vor der Saison geäußert hatte:„ Unsere beiden Torhüter werden uns den einen oder anderen Punkt sichern und dazu beitragen, dass wir am Ende den Klassenerhalt schaffen“, so Mayers Worte damals.

Simona Machalova im Günzburger Tor lieferte den Beweis dazu und verhinderte mit zahlreichen Paraden, dass die Gäste davon zogen und die Einheimischen blieben dadurch im Spiel. Im Angriff agierte Judith Deutschenbauer dann sehr treffsicher, übernahm die von ihr geforderte Verantwortung und wurde zur Matchwinnerin.
Die restlichen Spielerinnen kämpften in der Abwehr um jeden Meter Hallenboden und zeigten sich aufgrund der Wichtigkeit eines Punktsieges zumindest kämpferisch von ihrer besten Seite und drehten zum Ende hin das Spiel. Gute Mannschaften schaffen so was. Mit dem Schlusspfiff stand ein 20:16 auf der Anzeigetafel und die Spielerinnen lagen sich überglücklich in den Armen. Gegenüber den vorherigen Spielen war die Leistung der VfL Damen eher dürftig, dafür konnte aber diesmal ein weiteres Mal gewonnen werden. Lieber einmal schlecht spielen und gewinnen als wie in vielen Spielen zu Beginn der Saison nach guten Spielen mit leeren Händen dazu stehen.
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