VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Ismaninger Zaubermäuse fast entzaubert. Günzburgerinnen haben den Siegtreffer in den letzten Sekunden auf der Hand, scheitern aber an der Gäste Torhüterin und holen sich nach einer überzeugenden Leistung in einer überaus spannenden Partie einen weiteren Punkt gegen Münchens Vorzeige-Club.
Die Vorgaben waren bekannt. Nur mit einer kämpferischen Topleistung kann man gegen Münchens Nachwuchsschmiede bestehen. Dazu ist es notwendig, die Fehlerquote so gering wie möglich zu halten, ansonsten wird man von den technisch sehr gut ausgebildeten und wieselflinken Ismaningerinnen überrannt.
Dies gelang den Günzburgerinnen in eindrucksvoller Manier. Aus einer stabilen Abwehr heraus legten Günzburgs Damen flott los und erzielten durch die Treffer von Evelyn Jorga und Sandra Schaaf eine schnelle 3:1 Führung. Die „Isis“ zeigten sich sehr überrascht von Günzburgs aggressiver Abwehr und fanden zu Beginn kein Mittel gegen das Bollwerk der Weinroten. Auch die Fehlerquote war für Ismaninger Verhältnisse in den Anfangsminuten ziemlich hoch, was die Günzburgerinnen geschickt in Tore umsetzen konnten. Die Gäste fingen sich dann im weiteren Verlauf, erzielten erstmals beim Stande von 5:6 die erste Führung und zeigten mit ihrem schnellen Spiel nach vorne ihr Potential. Aust und Co. hielten dagegen und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch auf hohem Niveau. Vor allem Annelie Galgenmüller, Günzburgs „Küken“, lieferte eine überragende Leistung ab und war von den Ismaningerinnen zu keiner Phase des Spiels in den Griff zu bekommen. Die erste Hälfte gestaltete sich ziemlich ausgeglichen. Die Einheimischen konnten sich dann durch weitere Treffer von Sandra Schaaf, Ines Leix und der abermals starken Franziska Aust mit drei Toren zur Halbzeitpause absetzen (14:11).

Die Pause tat allerdings den Gästen besser als den Einheimischen und Ismanings Trainer Alexander Novakovic fand anscheinend den besseren Zugang zu seinen Spielerinnen. Waren es zu Beginn der ersten Hälfte die Ismaningerinnen die mehr Fehler machten, so häuften sich die Fehler in der zweiten Hälfte auf Günzburger Seite. Günzburg war sich seiner Sache zu sicher und agierte für einen kurzen Zeitraum zu unkonzentriert. Dieses Geschenk nahmen die Isis schnell an und erzielten 6 Treffer in Folge um nach einem 14:11 Rückstand in Führung zu gehen (14:15). Das VfL- Trainerteam war gezwungen eine frühe Auszeit zu nehmen um auch hier wieder den Zugang zu ihren Spielerinnen zu finden. Diese Maßnahme hatte dann auch Erfolg. Angeführt von Kapitän Franziska Aust, die mit ihrer starken Leistung einen großen Anteil hatte, konnten die Günzburgerinnen wieder mit zwei Toren in Führung gehen. Die VfL Damen hatten danach wieder alles im Griff, fühlten sich aber auch mit einigen fragwürdigen Schiedsrichter Entscheidungen benachteiligt um eine Vorentscheidung treffen zu können.

„ Das Schiedsrichtergespann hatte wirklich das ganze Spiel über die Partie sehr gut geleitet, allerdings dann paarmal meiner Meinung nach daneben gelegen. In einer so eng geführten Partie ist das dann oft auch spielentscheidend “, so Trainer Robert Mayer nach dem Spiel. Trotzdem hatten die Günzburgerinnen noch die Möglichkeit das Parkett als Sieger zu verlassen, doch Günzburgs beste Spielerin Annelie Galgenmüller, die eine überragende zweite Hälfte spielte wurde zur tragischen Figur und scheiterte mit dem Siegtreffer in den letzten Sekunden.
Die Enttäuschung war riesig nach dem Schlusspfiff. Alle Beteiligten waren sich sicher, dies war kein gewonnener sondern ein verlorener Punkt.
Die Zuschauer honorierten die großartige Leistung von Günzburgs Damenmannschaft und zollten dem Team großen Respekt für die kämpferische und spielerische Leistung. Alfred Widmann, Günzburgs Hausmeister und großer Fan der Damenmannschaft, hatte schon viele Partien gesehen und war begeistert: „Man merkt der Mannschaft immer mehr an, dass da was zusammenwächst, was uns für die Zukunft noch große Freude machen wird “ so Widmann.

Für den Vfl spielten:
Lisa Gremmelspacher, Simona Machalova (im Tor), Annelie Galgenmüller (7), Franziska Aust (5), Evelyn Jorga (5/3), Sandra Schaaf (3), Juliane Wieser (2), Ines Leix (1), Ardiana Merditaj (1), Catherina Harder, Daniela Stoll, Judith Deutschenbauer






Damen 2





Die 2. Damenmannschaft befindet sich weiterhin in der Erfolgsspur. Gegen die Gäste aus Gundelfingen zeigte die VfL- Spielerinnen die wohl beste Leistung der bisherigen Saison und konnte deutlich mit 29:20 gewinnen. Doch wie in den letzten Wochen verpasste das Team auch diesmal wieder den richtigen Start in die Partie und so war man gleich mal im Rückstand. Voreilige Abschlüsse und im Gegenzug schnelle und zu leichte Tore ermöglichten den Mädels vom TVG eine 3 Tore Führung, ehe die Mannschaft von Jörg Strauch durch eine starke Abwehr- und Torhüterleistung durch einige Konter und gut herausgespielte Angriffe aufschließen konnten. Auch die ehemalige VfL-Spielerin Mona Gerstmayr, die sehr torgefährlich war und ihre Siebenmeter sicher verwandelte, konnte man nun im Schach halten. So stand es zur Halbzeit 13:11.
Die zweite Hälfte begann wieder mit einigen schwachen Minuten, doch dann kam mit Sabrina Epp eine wichtige Rückraumspielerin, die frischen Wind in das Spiel der Günzburgerinnen brachte. Leider befand man sich durch viele merkwürde Schiedsrichterentscheidungen immer wieder einige Minuten in Unterzahl, trotzdem konnten sich die Mädels mit schön herausgespielten Toren und einer weiterhin gut stehenden Abwehr immer weiter absetzen. Am Schluss waren alle glücklich und erleichtert, da man nach den eher mittelmäßigen Leistungen in den letzten Wochen nun endlich gezeigt hat, was das Team kann und zu recht oben mitspielt.
Nun stehen 6 Siege in 6 Spielen auf dem Konto, bevor man sich in den nächsten 2 Wochen mit den Aufstiegskonkurrentinnen aus Wittislingen und Donauwörth messen muss.

Für den VfL spielten:
Janine Schuller, Alina Dichtl (im Tor), Melissa Matthes (4/2 ), Sabrina Epp (5), Juliane Wieser (5), Pia Geiger (3), Lorena Rösch (2), Ina Deutschenbauer (6), Anika Mifka (1), Christina Häußler (3), Hasret Karakurt, Anna-Lena Rösch, Lisa Honold



Männer 1



Mit 27:20 (13:14) kam der VfL beim ungeschlagenen Tabellenführer TSV Göggingen ordentlich unter die Räder. Das Spiel wurde im Günzburger Lager sehr Ernst genommen, der Gegner wurde live angeschaut und aufgezeichnet, bei der A-Jugend wurde auf ein Abschlusstraining verzichtet, damit die Doppelspieler zur Ersten ins Training können und trotz Bundesligaspiel am nächsten Tag mussten Groß, Jahn und Jäger nahezu durchspielen. Zwar waren die Weinroten gut auf die unangenehmen Augsburger Spielzüge eingestellt, da aber Rückraumwürfe im Männertraining kaum vorkommen, dauerte es einige Zeit bis sich die Abwehr auf die Rückraumgeschoße der Gögginger einstellte. Auch der gemächliche Spielaufbau ohne jede zweite Welle bereitete Probleme. Beim 10:10 war dann nach Günzburger 0:3 und 5:10-Rückständen in einem harten, aber sehr fairen Spiel der erste Ausgleich hergestellt. Auch weil der gleichzeitige Einsatz von Michael Jahn und Andi Konopa erstmals im Punktspiel hamonierte, konnte just vor dem Halbzeitpfiff mit 13:14 eine allererste Günzburger Führung notiert werden.

Der weinrote Handballplan schien sich trotz eines überragenden Gastgeber-Torhüters langsam, aber gut zu entwickeln und es blieb so Beim 13:16 mussten die Gögginger Routiniers ihr Team aufrütteln. Das wirkte - leider. Der Gegner hatte starken Charakter. Das Spiel veränderte sich wieder, zunächst zäh und umkämpft.

Es war erst einmal Egon Graf im Tor, der viele ganz freie und etliche dumme Würfe von Rückraum und Außen parierte. Dann wurde Raphael Groß in Manndeckung genommen, der einzige, der im Rückraum Räume für die anderen schuf. Der Günzburger Angriff stand ab jetzt. Und vor allem waren es vier bittere Zeitstrafen. Es war schon schwer genug mit sechs Spielern ein Tor zu erzielen, für fünf war es fast unmöglich in der zweiten Hälfte. Bis zum 20:19 in der 50. Minute würde zäh gerungen. Obwohl Tobias Heinrich selbst gut hielt und Tore Mangelware blieben, ging Göggingen bis zur 56. Minute mit 23:19 in Führung. Der VfL schaltete auf Manndeckung um. Beim 23:20 gelang endlich einmal wieder ein Tor. Weitere Gegenstoßchancen ergaben sich, doch Egon Graf hielt und hielt, anstelle aufzuholen wurden nun selbst Gegnstöße kassiert. Der VfL verlor damit nicht nur wertvolle 2 Punkte, sondern belastete durch ein viel zu hohes 27:20 auch den direkten Vergleich mit hoher Hypothek. Der Meisterschaftszug fährt jetzt in und um Augsburg rum, seine Stationen heißen Schwabmünchen, Aichach und Göggingen. Seit Samstag ist es auch sehr gut möglich, dass an der Gögginger Anton-Bezler-Halle Endstation ist.



Es spielten: Schmid T., Heinrich; Rothbauer (2), Jahn (5), Konopa, Geiger, Leix, Schmid M. (1), Schüller, Rennert (6/2), Ludwig, von Fritsch, Jäger (2) und Groß (3)



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