VfL Handball: Nachlese Juniorinnen + Junioren

Die gute Organisation eines Turnieres zeigt sich oft in der Geschwindigkeit von Auf- und Abbau. Jahrelange Übung zahlt sich beim VfL hier aus, so dass Beides rekordverdächtig erledigt war. Es wundert daher nicht, dass Turnierleiter Dominik Rembold und Spielplaner Jürgen Kees ein rundum zufriedenes Fazit ziehen konnten. Die Dienste griffen ineinander, die Sanitäter mussten nur selten eingreifen und selbst das Wetter spielte mit. Zwar war es samstags ein wenig windig, was nach den Hitzerekorden davor aber eher wohl tat. Unterstützt wurde das Turnier vom Handballbezirk Schwaben, der seinen Schiedsrichteranwärtern die praktische Prüfung beim Turnier abnahm. So konnten alle Spiele von gut ausgebildeten Referees geleitet werden.

Bei der männlichen A-Jugend war die HSG Ostfildern das Maß aller Dinge. Der VfL Günzburg konnte ohne seine Leistungsträger Lars Braun und Pascal Buck noch deutlich gegen VSC Donauwörth gewinnen und den Bayernliga-Konkurrenten der SG Kempten/Kottern kampfstark besiegen, doch der württembergische Bundesligaqualifikant war in dieser Besetzung deutlich zu groß, was den zweiten Platz bedeutete.

Die Günzburger Bayernligamannschaften der männlichen B- und C-Jugend erwiesen sich als schlechter Gastgeber und verwiesen den ewigen Konkurrenten TSV Niederraunau auf Platz zwei. Laut Jugendtrainer Rober Mayer war dazu von der C-Jugend schon eine echte Energieleistung notwendig. Einen Günzburger Dreifacherfolg machte die weibliche B-Jugend komplett. Sie verwies die HSG Oberkochen/Königsbronn und den TSV Schongau auf die Podestplätze.

Sonntags folgten dann die Stunden der Handballkinder. Publikumsrenner sind dabei die Minis. Kindgerecht auf kleinem Feld und niedrigeren Toren werden hier die ersten Handball-Gehversuche unternommen. Größte Besonderheit: Die Eltern spielen dabei am Spielfeldrand mit. Nicht immer so schnell wie ihre Zöglinge, aber umso lautstärker und nicht minder begeistert und das Beste: Alles herrlich fair! Da jedes Kind einen Preis bekommen soll, lobte der großzügige Turniersponsor Fielmann anstelle eines Pokales jede Menge Medaillen aus. Gold gewann der VfL, Silber ging an Lauingen I und Bronze an Lauingen II.

Bei der weiblichen D-Jugend trug sich der SV Puschendorf in die Siegerliste ein - vor dem TV Brenz und den Heimstarken. Das sehr ausgeglichene Turnier der weiblichen C-Jugend gewann der TV Waltenhofen vor dem HC Erlangen und dem VfL Günzburg.

Am besten besetzt war vermutlich das Turnier der männlichen D-Jugend. Obwohl sich der VfL Günzburg sehr souverän für die höchste schwäbische Liga qualifizieren konnte und toll spielte, wurden die Schützlinge von Adi Merditaj gerade einmal Siebter. Das phänomenale Endspiel zwischen dem TSV Ottobeuren und der JSG Heidenheim/Dettingen musste im Siebenmeterwerfen entschieden werden. Jeweils zwölf Schützen suchten die Entscheidung, doch die Teams waren zu ausgeglichen. Regeltechnisch schwer nachvollziehbar, aber pädagogisch nicht ohne Wert, entschlossen sich alle Beteiligten, dass die Trainer die letzten Siebenmeter zur Entscheidungsreife werfen sollten. Stefan Albrecht vom TSV Ottobeuren, ehemaliger Regionalligatorwart des damaligen TSV Saulgau hieß dann der Sieger. Grämen musste sich darüber immerhin kein Spieler und was man so hört, wurde der unterlegene Trainer reichlich getröstet und sitzt immer noch fest im Sattel.

Gewonnen hat nach einem solchen Turnier eh der ganze Jugendhandball.
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