VfL Handball: Nachlese Juniorinnen + Junioren

Mit 30:37 (18:19) verlor die Günzburger A-Jugend gegen eine starke HG Oftersheim/Schwetzingen. Trainer Hofmeister war mit seiner Mannschaft diesmal nicht zufrieden: Im Gegensatz zur Vorrunde als oft Kleinigkeiten fehlten um ein Spiel zu gewinnen, waren seine Schützlinge zwischen der 35. und 45. Minute zu unkonzentriert und machten Fehler, die in der Vielzahl nicht in ein Bundesligaspeil gehören.

Den größten Druck hatte an diesem Tag B-Jugendtorwart Dennis Mendle, zusammen mit seinem noch jüngeren Kollegen Pit Eller bildete er an diesem Sonntagabend erstmals das Torwartgespann in einem Jugendbundesligaspiel, und löste die hoch sensible Aufgabe mit Bravour. Besonders aus der Nahwurfzone entschärfte das Torwarttalent etliche "Freie". Torwarttrainer Karl-Heinz Schweiger und B-Jugendtrainer Rudi Jahn haben hier über die Saison hervorragende Arbeit geleistet.

In der ersten Hälfte war ein starke Torwartleistung auch dringend notwendig, besonders die Halbverteidiger agierten zu zaghaft. Eine variable Angriffsleistung mit vielen schönen Kreisanspielen, einem starken Spielmacher Jensen und einem wurfgewaltigen Pascal Buck bescherten den erfreuten 500 Zuschauern gleich einiges fürs Handballauge mitsamt einem munteren Hin und Her bei Höchstgeschwindigkeit. 5:7 hieß der Rückstand, dann führte der VfL 9:8 und hatte bis zum 14:13 kleinere Vorteile. Die Nordbadener konterten und kippten das Spiel auf 14:17. Das 18:19 zur Halbzeit war leistungsgerecht und machte Lust auf mehr.

Zu Beginn der zweiten Hälfte schien die Abwehr kurz kompakter, die Gäste waren oft am Zeitspiel und mussten unter hohen Druck werfen. Beim 20:21 gelang den Günzburgern noch ein Überzahltor. Die Mannschaft schien nahtlos an die spielerisch guten Leistungen im Jahr 2014 anzuknüpfen. Ausgerechnet da leisteten sich die schwäbischen Talente viel zu viele Fehler: Zwei Fahrkarten, ein Fehlpass, Abwehrleichtsinn, ein verworfener Siebenmeter, kurzes Hadern mit dem Schicksal, wofür man zu Zeiten von Höchstgeschwindigkeitshandball nie Zeit hat, waren gern angenommene Einladungen an routinierte Gäste. Jäh stand es 21:28. Die HG schlug eiskalt zu und nützen das Unvermögen dieser Spielphase. Danach berappelten sich die Gastgeber wieder. Sieben Tore sind gegen einen so abgezockten und auch körperlich überlegenen Gegner für den VfL nicht aufzuholen. Näher als 28:33 kamen die Weinroten, bei denen Enrico Peralta in der Schlussphase zwei blitzsaubere Rückraumtore erzielte, nicht mehr heran. Die ausgezeichneten Zweitliga-Schiedsrichter Gebrüder Lier trugen am Ende ein gerechtes 30:37 ein. Die vielen Fehler nach dem Wiederanpfiff waren ein Schritt in die falsche Richtung und müssen schleunigst abgestellt werden. Der Sieg bleibt das Ziel.

Es spielten: Mendle, Eller; Nief (4/3), Jensen (8), Buck (4), Peralta (3/1), Barthel, Jäger (6), Walter, Braun, Lehr (1), J. Hermann; N. Hermann (2), Staiger (2)
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