VfL Handball: Nachlese Juniorinnen + Junioren

Bei den "lundaspelen", dem größten Handballturnier der Welt, an dem wieder über 500 Mannschaften teilnahmen, vertrat die weibliche C-Jugend, aktuell Vierter in der Bayernliga, die Farben des VfL Günzburg. Dabei sammelten die Spielerinnen um Trainerin Franzi Aust, die sich seit langem für die Teilnahme an der stets unvergesslichen Veranstaltung stark machte, internationale Erfahrung, spielten tollen Handball, erlitten ganz knappe und bittere Ein-Tor-Niederlagen und hatten jede Menge Spaß. Die ganze wunderbare Bandbreite des Sportes eben.

Am ersten Tag wurde die körperlich sehr starke Mannschaft von H 65 mit 13:9 und VSH 2002 mit 13:10 besiegt. Beide Gegner kamen aus dem Gastgeberland. Man wusste, dass die Kontrahenten am zweiten Tag noch stärker waren, wollte aber unbedingt unter die ersten Zwei kommen, um im A-Cup zu verbleiben. Trotz großartigem Kampf und einer Zwei-Tore-Führung knapp vor Schluss im zweiten Spiel wurde aber sowohl gegen die immens starken Norwegerinnen von Sola Handball und die Däninnen von Gökstens BK jeweils mit 10:11 verloren. Damit blieb dem ehrgeizigen Team nur der dritte Platz, der in den B-Cup führte. Schnell war die erste Enttäuschung verflogen, schließlich spielten die Mädchen an der Leistungsgrenze und knapper geht es ja kaum.

Im Achtelfinale des B-Cup wurde dann das schwedische Lundagard mit 21:10 deklassiert. Im Viertelfinale wartete dann Amager SK, in Dänemark beheimatet. Die Schwaben verpassten den Start und lagen mit sechs Treffern in Rückstand. Nach einer tollen Aufholjagd stand es nach der regulären Spielzeit unentschieden.

Die Entscheidung musste nun ein "shoot-out", eine schwedische Spezialität bringen: Eine Spielerin muss dabei vom eigenen Tor zum Gegenstoß laufen, erhält von der Torfrau den Ball und muss dann ohne zu Prellen auf das Tor werfen. Das liest sich einfach, birgt aber eine Menge Fehlerquellen: Der weite Pass kann zu kurz oder zu lang sein, nicht Alles wird gefangen und dann steht ja noch der gegnerische Torwart mit bösen Absichten im Tor und schließlich gibt es die Schiedsrichtergefahr, die man nie unterschätzen sollte. Nach jeweils von fünf "shoot-outs" stand es erneut unentschieden. Nun ging es im K.-O.-System weiter. Amager SK legte vor und traf - dann war Auswahlspielerin Lea Walter dran. Auch sie verwandelte unter dem Günzburger Jubel nervenstark. Doch der Schiedsrichter sah es anders und entschied auf einen überraschenden Schrittfehler. Das muss man akzeptieren und bedeutete Turnierende. Die Enttäuschung war diesmal besonders groß, weil sich das Team von einem Dritten ungerecht behandelt fühlte.

Abends beim Essen, Spielen und Feiern wurde dann schnell alles wieder gut. Dazu verhalfen auch die Gespräche mit den Handball-erfahrenen Betreuern Catha Harder, Christian Geiger und Peter Kess, die selbst schon einiges miterlebt haben und die Mannschaft wieder schnell aufgebaut hatten.

Lund war eine tolle Handballreise

Es spielten: Schlund; Bosch, Harder, Hammerer, Götz, Leis, Heinz, Walter, Schütte, Sperandio, Porkert, Romano und Gschwendner.
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