VfL Handball: Nachlese Juniorinnen + Junioren

Mit einer 31:22(13:9)-Niederlage kehrte die Günzburger A-Jugend von ihrem weiten Handballausflug aus der Rheinland-Pfalz zurück. Der SV 64 Zweibrücken, der aus geographischen Gründen dem Handballverband Saar zugeordnet ist, konnte in Bestbesetzung, also mit jedem einzelnen Nationalspieler antreten, von denen Jerome Müller (10 Treffer) und Björn Zintl (4) nicht nur in ihren Auswahlteams, sondern auch in der Zweibrücker Drittliga-Männermannschaft absolute Leistungsträger sind. Da auch noch DHB-Jugendkoordinator und -auswahltrainer Christian Schwarzer, er begann seine große Karriere beim früheren saarländischen Erstligisten Niederwürzbach ehe er zum FC Barcelona und dem TBV Lemgo wechselte, unter den Handball-begeisterten Zuschauern prüfend zuschaute, war den Schwaben klar, dass hier mal wieder eine ordentliche Handball-Herausforderung bevorstand, bei der sich kein DHB-Spieler schonen kann.

Während andere Handballteams in vergleichbaren Situationen gerne in tatenloser Ehrfurcht erstarren, genießen die Weinroten ihre Dauer-Außenseiter-Dasein. bei dem sie sich mit den besten Handballern ihres Alters messen dürfen und waren schon bei der Einwärmung kaum zu bremsen. Die vielen Niederlagen in der Bundesliga sind keinerlei Seelenlast. Es zählen die fünf hart erkämpften Punkte und die Erkenntnis, dass der Günzburger Schwabe mittlerweile auch mit den Spitzenteams lange mitspielen kann. Das will die Mannschaft bis zu den nächsten Siegen weiter entwickeln und ist das einzige Ziel und kein Bremsklotz.

So, wie immer zur neuen persönlichen Bestleistung entschlossen, legte der VfL los wie die Günzburger Feuerwehr, besonders Patrick Rösch. Das Torwarttalent konnte sich gleich in der Anfangsphase zweimal auszeichnen. Die dritte Parade war dann leider seine letzte. Ein Schmerzensschrei, sichtbare Probleme im Oberschenkel bedeuteten das jähe Ende seines schönen Handballtages. Gut, dass mit dem Biberacher Hans-Peter Beer ein Betreuer auf der Bank sitzt, der auch mit schwierigen Verletzungssituationen umgehen kann. Zusammen mit einem Orthopäden, der im Publikum saß wurde der verletzte Oberschenkel bestens Erst-versorgt. Viel später im Ulmer BWK wurde dann vorerst ein Muskelbündelriss diagnostiziert, der Geduld erfordern wird.

Dazwischen wurde weiter gekämpft. Zu seinem ersten Einsatz und das gleich gegen den aktuellen Tabellenvierten über 55 ereignisreiche Minuten kam B-Jugendtorwart Dennis Mendle, der hinter einer zunächst sehr starken Deckung einige schwierige Bälle entschärfte und allen Grund zur Zufriedenheit hatte. Die Feldspieler blendeten den Verletzungsschreck zunächst gut aus, legten in der Abwehr noch einen Zahn zu und hatten mit Daniel Jäger am Kreis den auffälligsten Spieler auf dem Feld. Bis zum 8:7 war die mutige Mannschaft bis auf ein Tor dran. Ein paar leichtfertig Verworfene und ein sehr starker Gegner, verschafften den 64ern bis zur Pause einen 13:9-Vorsprung.

In der zweiten Hälfte steigerte sich die Deckung der Rheinland-Pfälzer eher noch, während der hohe körperliche Aufwand nun auch bei der anfangs starken Günzburger Innenverteidigung "Wirkungstreffer" zeigte und es umgekehrt immer schwerer fiel Lücken zwischen den "hohen und breiten Schränken" zu finden. Am leichtesten tat sich noch Pascal Buck, der erneut eine tolle Leistung zeigte. Mit großem Kampf wurde bis zum 22:17 der Halbzeitabstand in etwa gehalten. Dann zogen die Gastgeber immer weiter davon. Das 31:22 war ein gerechtes Ergebnis, die schwäbische Handballhaut wurde dennoch so teuer wie möglich verkauft. Die vielen mitgereisten Eltern, Spieler, Betreuer und Trainer hatten eine spaßige Rückfahrt, selbst Patrick Rösch konnte zwischendurch schon wieder leise lachen. Der erste Weg zur Besserung.

Es spielten: Rösch, Mendle; Nief (1), Jensen (3), Buck (4), Peralta, Schubert, Barthel (1), Jäger (7), Walter, Braun (1), Lehr (1), Hermann (1) und Staiger (3/1):
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