VfL Handball: Nachlese Juniorinnen + Junioren

Beim 27.19 (13:9)-Heimsieg bot die Günzburger A-Jugend in Abwehr und Angriff eine ausgezeichnete Leistung. Erstmals in den zwei Bundesligajahren gelang es einem bestens gelaunten Team ein Spiel von Anfang bis zum Ende zu dominieren. Nach dem Husarenstreich gegen die JSG Echaz-Erms erreichten erneut viele Spieler ihre Leistungsgrenze.

Groß war der Respekt vor der HSG Konstanz: Zu stark traten die Südbadener bei der Bundesligaquali auf, besonders athletisch waren die Samstagsgäste damals haushoch überlegen. Heiden Respekt hatten "Jensen Jäger & Co" vor dem gegnerischen Torwart, der gerade aus dem Rückraum zu den besten seines Fachs gehört. Unvergessen auch die letztjährige Heimniederlage als die HSG mit nur sieben Feldspielern und einem verletzten Torwart beide Punkte aus der Rebayhalle entführte. Im Nachhinein alles gute Lehren, wenn man sie als Chance zur Weiterentwicklung begreift wie diese Mannschaft.

Ein Schlüssel zum Erfolg war die Trefferquote aus dem Rückraum. Die Günzburger Werfer hatten so gut wie noch nie die Zusammenarbeit zwischen Gästeabwehr und Torwart analysiert und zumeist goldrichtig geworfen. Besonders Pascal Buck, mit sieben Treffern und Top-Quote erstmals bester Schütze, zeigte hier seine hohe Spielintelligenz.

Beim 0:1 führte der Überraschungs-Tabellenletzte das einzige Mal. Beim 1:1 stand es einmalig unentschieden und dann rollte der weinrote Handball-Express mit Höchstgeschwindigkeit durch die Halle. Beim 7:3 und 11:5 spürten die gut 400 Fans entfesselte Handballfreude und erkannten ein Team, das seine Lektionen lernt. Die wenigsten Teams bekommen nach einem 1:9-Saisonstart und teils chancenlosen Auftritten wie beispielsweise gegen die "Schränke aus Saarlouis" so die Kurve auf den Punkteweg. Es war aber nicht nur der Angriff, sondern auch eine lauffreudige Abwehr: Null Zeitstrafen und keine einzige Verwarnung dokumentieren eine überragende Abwehrtechnik. Und fast Alles was durchkam, hielt Tausendsassa Patrick Rösch. Vier gehaltene Siebenmeter, viele entschärfte "Freie" und gute Kooperation mit dem Innenblock waren seine beeindruckende Torwartbilanz. Das 13:9 zur Halbzeit schmeichelte den Konstanzern.

Ein paar Fehlwürfe nach Wiederanpfiff bei unverändert engagierter Defensive verschuldeten einen knappen 13:11-Zwischenstand. Schöne Kreisanspiele von Jannik Staiger und Nico Jensen, der in der zweiten Hälfte auch nach Belieben traf, ließen jedoch nie Zweifel am Sieger aufkommen. Aus einem 15:11, wurde ein 17:12 und 20:14. Der Torwart und seine Abwehr blieben hellwach. Beim 22:17 wurde zum Endspurt geblasen: Fünf Treffer in Serie bescherten beim 27:17 den höchsten Abstand. Der Gegner hatte sich enttäuscht aufgegeben, längst waren alle Günzburger Spieler im Einsatz. Das 27:19 war ein gerechtes Endergebnis.

Derzeit wird bei Bundesligaspielen nicht nur über die Leistungen der Gegner gestaunt, sondern auch über die eigene Mannschaft. Eine tolle Entwicklung der A-Jugend ist zu beobachten. Die einwöchige Spielpause tut den Dauer-Kämpfern dennoch gut.

Es spielten: Rösch, Kube; Nief; Jensen (6), Buck (7), Peralta, Schubert, Barthel (3), Jäger (5), Walter, Braun, Lehr, Hermann (2), Staiger (4/1)
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