VfL Handball: Nachlese Juniorinnen + Junioren

Obwohl alle Spieler und die zahlreichen Zuschauer alles gaben, bestand gegen die HG Saarlouis an diesem Tag keine Siegeschance. Mit 22:33 (10:13) musste sich die Mannschaft um den verletzten Kapitän Philipp Nief deutlich geschlagen geben.

Beim 1:0 führten die Günzburger das einzige Mal. Bis zum 4:4 konnten sie jeweils ausgleichen und bis zum 7:8 und bis zum 9:11 in der fünfundzwanzigsten Minute waren die aufopferungsvoll kämpfenden Schützlinge von Stephan Hofmeister in Leistungsreichweite zu den Saarländer. Doch schon früh stellte sich die Frage, wie lange das gut gehen kann? Spielerisch waren die Gäste eine "normale" Mannschaft, körperlich waren sie jedoch ganz weit weg. Noch nie war der athletische Unterschied zu einem Gegner so groß. Dadurch konnten es sich der Zweitliga-Nachwuchs leisten sich ganz defensiv in die Abwehr zu stellen. Die Günzburger, ohnehin nicht mit Gardemaß ausgestattet, waren so gezwungen immer wieder mit hohem Risiko aus der Distanz zu werfen, denn ein Durchkommen durch die Hünen gab es an diesem Tag nicht. Die Günzburger verfügen über die notwendigen taktischen Mittel, gegen derartige sehr hohe und breite "Handball-Schränke" genügte das individuelle Durchsetzungsvermögen jedoch nicht. Viel zu wenig Wurfchancen aus der Nahwurfzone ergaben sich so.

Pech hatte im ersten Abschnitt Nico Jensen mit etlichen, technisch feinen Pfostenwürfen. Tore wurden überwiegend von den Halbpositionen erzielt. Lucas Barthel lieferte seine beste Saisonleistung ab und erzielte insgesamt acht tolle Tore. Auch Jannik Staiger, dem zuletzt neben viel Harz noch viel mehr Wurfpech an den Fingern klebte, hatte sein Visier deutlich besser eingestellt. Fünf Minuten vor der Halbzeit stieß die Spielweise an ihre Grenzen. Die Gast zogen vorentscheidend bis zum Seitenwechsel auf 10:15 davon.

Gleich nach dem Seitenwechsel machten die Spieler von Gästetrainer Grigic alles klar und enteilten bei der Abwehrsicherheit uneinholbar auf 12 :21 davon. Besonders der Zweit-Liga-erprobte Michael Schulz mit seinen 10 Treffern war nie zu halten. Schon zu Ende der ersten Hälfte war er in Manndeckung genommen, später wurden sogar zwei HG-Spieler an die kurze Leine genommen. Doch der sehr große Goliath aus dem Saarland wankte nie, im Gegenteil ihre Torerfolge wirkten noch leichter und wenn doch einmal Hektik aufkam, stand das Abwehrbollwerk, das nicht eine Zeitstrafe über 60 Minuten benötigte. Das 22:33 war ein gerechtes Endergebnis und harte Lehre.

Enttäuscht müssen die Günzburger Aufstiegshelden dennoch nicht sein. Der Bundesliga-Weg ist das Ziel. Der Weg in der Saison 14/15 ist noch steiniger geworden als er im Vorjahr war. Die Liga ist viel stärker. Es fehlen die "etwas schwächeren" Mannschaften die es letzte Saison noch gab. Aus dem Spiel muss das Positive mit in die neue Woche genommen werden, das waren diesmal die vielen Tore von den Halbpositionen und dass man immerhin 25 Minuten "Handball-Schränken" Paroli bieten konnte. Siegestauglichkeit kann diese Saison nur über positive Lehren aus Niederlagen entwickelt werden.

Es spielten: Kube, Rösch; Nief, Jensen (2/1), Buck (1), Peralta, Schubert, Barthel (8), Jäger (4), Walter, Lehr, Hermann J., Hermann N. (2) und Staiger (5).
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