VfL Handball: Nachlese Juniorinnen + Junioren

400 Zuschauer in der Günzburger Rebayhalle haben ein dramatisches, hochklassiges Jugendhandballspiel erlebt. Die VfL-A-Junioren wankten wieder einmal angesichts eines stark aufkommenden Gegners aus Neuhausen, doch diesmal hielten sie stand und erkämpften beim 27:27 (13:7) den ersten Bundesliga-Punkt der Saison.

„Die letzten fünf, zehn Minuten entscheiden ein Handballspiel“, sagte Günzburgs Co-Trainer Karl-Heinz Schweiger zur Halbzeit. Er meinte es als Warnung – zuletzt hatte das Team in der Schlussphase Spiele aus der Hand gegeben. Gestern führte die Mannschaft von Trainer Stefan Hofmeister mit sechs Toren und hatte vor allem in der Abwehr eine sehr gute Leistung gezeigt: Immer wieder erzwangen sie technische Fehler oder schlechte Würfe des Gegners. Vorne traf Daniel Jäger, der trotz einer Schulterverletzung überraschend grünes Licht von den Ärzten bekommen hatte, jeden seiner Wurfversuche. Und auch VfL-Torwart Patrick Rösch zeigte sehr gute Paraden.

Vorne machten sich die Günzburger mit unsauberen Anspielen und überhasteten Würfen selbst das Leben schwer. Drei schnelle Tore von Pascal Buck, Jonas Lehr und Daniel Jäger brachten dem VfL nach gut einer Viertelstunde eine Vier-Tore-Führung (7:3). Günzburg blieb konzentriert und legte einen Endspurt hin: Ein Siebenmeter- und ein Gegenstoßtor von Niko Jensen brachten dem VfL die verdiente 13:7-Halbzeitführung.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten sich bei Neuhausen zwei Personalien bemerkbar: Sebastian Arnold im Tor machte immer wieder Angriffe des VfL zunichte. Dazu kehrte mit Fabian Kornmann der Toprückraumschütze der Neuhauser zurück. Er hatte sich in der ersten Halbzeit am Rücken verletzt, pausiert und legte nun richtig los: Acht Tore standen am Ende auf seinem Konto. Und so kämpfte sich der Gast Tor um Tor heran. Eine Viertelstunde vor Schluss war der Ausgleich hergestellt (19:19), kurz darauf stand es 21:24 für die Gäste.

Doch in diesem Spiel kämpften sich die Günzburger wieder zurück: Niko Jensen nahm Kornmann in Manndeckung. Jäger, Niko Herrmann und Jensen warfen die Hausherren, angetrieben von den frenetisch anfeuernden Fans in der Rebayhalle, mit 27:26 in Führung. Nach dem Ausgleich hatte der VfL eine Minute Zeit für ein Tor, verlor aber den Ball und musste den Punktgewinn über die Zeit retten.

Trainer Stephan Hofmeister war dennoch zufrieden: „Speziell in der Innenverteidigung ist meinen Spielern die Energie ausgegangen, weil ich nur eine Wechselmöglichkeit hatte. Aber sie haben den Rückstand aufgeholt und sich den Punkt verdient.“ Und mit weiteren starken Leistungen in den entscheidenden Minuten werden sicher noch mehr Zähler folgen.

Torschützen VfL Günzburg: Jäger 8, Lehr 3/1, Jensen 6, Staiger 3, Barthel 2, Buck 2, Hermann 3
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