VfL Handball: Nachlese Juniorinnen + Junioren

Nicht nur weite, sondern auch neue Wege bestritt die A-Jugend des VfL Günzburg in der Saisonvorbereitung. Nach der ersten Bundesligasaison befindet sich die Mannschaft mittlerweile im zweiten Leistungssportjahr und kann körperlich und mental ganz anders belastetet werden. In den vergangenen 14 Tagen erlebte sie Handball pur. 13 Trainingseinheiten, etliche Videoanalyssen, 2 Testspiele über die volle Spielzeit und sechs Turnierspiele im fernen Emsdetten standen auf dem Handballplan. Da mittlerweile viele Auswärtige zur Mannschaft gehören, zeigte Trainer Hofmeister seinen Spielern die Günzburger Naturschönheiten und setzte sie als Trainingsmittel ein. Der an sich beschauliche Klingelpark wurde zur 400 Meter-Bahn, die vielen, vielen Treppe zum Schlosspark zum Abwehrtraining genützt und der wegen der Schließung des alten Kinos in Vergessenheit geratene Kuhberg zur unvergesslichen Berg-Auf-Sprintstrecke.

Wert wurde auch auf Input von Außen gelegt. Zum Techniktraining mit Video-Analyse kam A-Lizenz-Inhaber Dieter Schiele, legendärer Jugendtrainer zu VfL Bundesliga-Hochzeiten zwei Tage aus Starnberg angereist. Ex-Nationaltorwart Chrischa Hannawald veranstalte nicht nur ein tolles Handballcamp für die kleinsten Handballer in Günzburg, sondern ließ es sich nicht nehmen seine Nachfolger im Günzburger A-Jugendtor Moritz Kube und Patrick Rösch ordentlich herum zu scheuchen. Die Einheit mit dem bislang unbekannten "Spinnengang" und vielen, vielen geschlagenen Rädern, von denen gegen Ende immer mehr einen "Achter" hatten, wird den Torwarttalenten ebenso wie der Tag danach unvergessen bleiben Alle Drei verbindet unbändiger Ehrgeiz im Jugendalter, mit Patrick Rösch verbindet Hannawald überdies die Straßer Wurzeln.

Zum Abschluss der 14 harten Handballtage reiste Motivationstrainer Stefan Sillmann aus Murnau in die Donaustadt. In einer gemeinsamen Einheit mit der Landesliga-Damenmannschaft referierte der frühere Investment-Banker begeisternd über den Weg zum Erfolg, Wünsche und vor allem die Verantwortung, die jeder Einzelne dabei für sich und das Team übernehmen muss.
Besonders hilfreich waren seine anschließenden Einzelgespräche. in denen er auf die Spieler sehr individuell einging und manchen lähmenden Gedanken durch einen Blick in eine ganz andere, bessere Richtung ersetzte. Es wird von mindestens einer "Spontanheilung" berichtet.

Abschlussspiel war eine Begegnung gegen die Bayernliga-A-Jugend von SG Unterpfaffenhofen/Germering. Die technisch versierten Münchner, von denen Moritz Kube zum VfL kurzfristig vor zwei Monaten herwechselte, führten zur Halbzeit noch mit 9:11. Nach und nach setzte die Mannschaft um "Industriegebiet" Jäger ihre athletische Überlegenheit aber durch und gewann am Ende standesgemäß mit 30:22.

Einziger Wermutstropfen einer phänomenalen Vorbereitung: Lars Braun riss sich am vorletzten Tag die Bänder im Sprunggelenk und fällt ein paar Wochen aus.
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