VfL Handball: Nachlese Juniorinnen + Junioren

  Mittlerweile hat die Bundesligaquali die Süddeutsche Ebene erreicht. Vier Teams aus Bayern, vier aus Württemberg und Südbaden und zwei vom Badischen Handballverband kämpften um die die drei direkten Aufstiegsplätze. Der VfL Günzburg erwischte mit den zwei Bundesligisten Konstanz und Köndringen-Teningen, sowie dem Ersten der Württemberg-Qualifikation, dem TSV Neuhausen/Fildern die mit Abstand schwerste Gruppe. Das ganze fand dann auch noch in der Höhle des Löwen, der Konstanzer Schänzle-Halle statt. Dort lauerte der hohe Favorit zu Hause.
Günzburg startete gegen die neu formierte SG Köndringen-Teningen. Gestützt auf eine sichere Abwehr, hinter der mit Patrick Rösch ein starker Torwart stand, führte der VfL bereits zur Halbzeit mit 9:6. Ein weinroter Zwischenspurt vom 10:8 auf 17:8 brachte die Vorentscheidung. Bis zum 19:10 konnten alle Spieler endlich einmal trotz Quali-Stress eingesetzt werden. Die Sonne schien weinrot am Bodensee.
Im zweiten Spiel ging es gegen den Drittliganachwuchs des TSV Neuhausen, der mit der Empfehlung des ersten Platzes aus der württembergischen Vorquali antrat, allerdings sein erstes Spiel gegen Gastgeber Konstanz mit 10 Toren verlor. Der VfL Günzburg ging optimistisch in die Begegnung und knüpfte an die gute Leistung aus dem Vorspiel an. Mit 7:9 führte die Mannschaft um die starke Achse Jensen und Jäger. Komplett ausgeglichen wurde mit 9:9 gewechselt. Beim 12:12 war die Günzburger Handballwelt noch in Ordnung. Drei Treffer später beim 15:12 machten die VfL-Talente den entscheidenden Fehler, weniger auf dem Feld als vielmehr im Kopf. Die Mannschaft wurde mit sich selbst unzufrieden, der Aufstiegswunsch zum Krampf. Die starken Württemberger waren mental viel präsenter und nutzen das „Kopfproblem“ zu einem vorentscheidenden 17:12. Im Handball an sich immer noch kein Problem, besonders wenn die einen das erste Spiel haushoch verloren haben. Doch die Günzburger konnten an diesem Tag den Schalter nicht mehr umlegen und verloren mit 25:17.
Wegen der Höhe der Niederlage und den Vorergebnissen war damit der ganz kleine direkte Aufstiegstraum zerstoben, aber auch der dritte Gruppenplatz sicher.
Im letzten Spiel zeigten sich die Günzburger wieder von ihrer Sahneseite. Dem hohen Favoriten Konstanz wurde bis zur Halbzeit (10:10), bis zum 16:16 Mitte der zweiten Halbzeit, aber auch noch beim 19:21-VfL-Rückstand in Überzahl ordentlich Paroli geboten. Einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen, Überhast und ein sehr präziser südbadischer Gegenstoß besiegelten eine zu hohe 20:25-Niederlage nach starker Leistung.
Schlechter ist die Mannschaft nicht als letztes Jahr, vieles ist leichter geworden: Mit Pascal Buck und Lucas Barthel hat der Vfl zwei starke Linkshänder im Rückraum, außerdem ist der schnelle Neuzugang Lars Braun eine echte Alternative zum in der letzten Runde unersetzlichen Nico Jensen. Das Problem liegt im Kopf: Beflügelte letzte Saison der fast naive, kaum realisierbare Bundesligawunsch das Team, so drückt die Mannschaft nun das ausgegebene Ziel das Bundesligawunder unbedingt zu wiederholen. Die Mannschaft muss lockerer werden und sich über sich selbst freuen. Wie letzte A-Jugend gehört sie zu den besten Jugendmannschaften, die der Verein je hatte. Sie ist aber die erste, die bevor sie befreit aufspielen kann, Zwang ablegen muss. Bei so viel Ehrgeiz nicht einfach!
Nächstes Wochenende geht es irgendwo in Württemberg weiter.
Es spielten: Rösch, Hauf; Geiger, Nief (12/6), Jensen (7), Buck (4), Peralta, Schubert (4), Barthel (8), Jäger (7), Braun (2), Lehr (3), Hermann (3), Staiger (6/1) und Walter.




D Juniorinnen


Weibliche D-Jugend qualifiziert sich ungeschlagen auch im zweiten Turnier für die Bezirksoberliga


Start-Ziel-Siege, das war der Durchmarsch, den die Spielerinnen von Martina Jahn, Julia Ziegler und Dominique Geiger auf ihrem Weg in die BOL, der für sie höchsten Spielklasse ablieferten.
Auch wenn jetzt in der zweiten und entscheidenden Runde für die Qualifikation zur BOL die Gegner deutlich stärker waren als in der ersten Runde, so ließen die Mädchen keinen Zweifel daran, wer als Sieger vom Spielfeld gehen würde. Sie gewannen die Partien gegen Aichach und Burlafingen klar mit 14:8 (7:0) bzw. 16:9 (8:1).
Vor allem in der für die ersten Halbzeiten vorgegebenen Spielweise mit offensiver Abwehr unterbrachen sie immer wieder den Spielfluss der Gegner und verhinderten deren Torchancen. Wenn die Gegnerinnen doch einmal zum Torwurf kamen, dann scheiterten sie reihenweise an der hervorragenden Torhüterin Leoni Heinz, die in beiden Turnieren zu Höchstform auflief.
Die Mannschaft zeigte auch im Angriff ihr ganzes Können und wurde damit verdient ungeschlagen Turniersieger auch in Aichach.
Die Trainerinnen konnten alle Spielerinnen zum Einsatz bringen und freuten sich, dass alle Topleistungen brachten.
Fazit der drei Trainerinnen: „ Wir sind stolz auf unsere Mannschaft und freuen uns schon auf die Saison mit den Mädchen.“

Für den VfL spielten: Leoni Heinz und Antonia Lämmerhirt im Tor, Lea Geiger (11), Laura Hübner (9), Dana Stoll (8), Sina Bosch, Frieda Göggelmann, Chiara Kiehl, Tuana Parlak, Joline Bücher.
Die verletzte Lauren Petrick unterstützte die Mannschaft von der Bank aus.
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