VfL Handball: Nachlese Juniorinnen + Junioren

Es waren die weiblichen Jugendmannschaften, die in der Quali für Furore sorgten, bei den Jungs sind die ersten kleinen Handballträume zerstoben.

Sowohl die weibliche B- und A-Jugend nutzen ihr Heimrecht und gewannen all ihre Spiele. Als Gruppenerster der jeweiligen Landesligaquali sind beide Teams in die Bayernqaulifikation aufgestiegen und klopfen nun völlig überraschend an die Türe zu den höchsten Mädchenligen des Verbandes. Bei der weiblichen B-Jugend kam es dabei zu einem hart umkämpften Nachbarschaftsduell gegen den TSV Niederraunau, die Vierter wurden. Nur ganz knapp gewannen die Günzburgerinnen mit 8:7.

Die männliche B-Jugend kämpfte mit allen handballerischen Mitteln um ihre kleine Bayernliga-Chance. Allerdings gelang dem neu-formierten Team erst im letzten Spiel gegen Gastgeber Stadeln ein 11:9 Erfolg. Das bedeutete den vierten Platz in der Gruppe. Damit stieg die Mannschaft, in der Auswahlspieler Nico Matthes schmerzlich vermisst wurde, in die Landesligaqualifikation ab.

Beim Bayern-ranking für die nachfolgende Bundesliga-Qualifikation erreichte die männliche A-Jugend um die neuen Kapitäne Philipp Nief und Nico Jensen ihr Ziel nicht sich als Gruppenerster das Heimrecht für die nächste Runde zu erkämpfen. Arge Verletzungsprobleme und ein unverzeihlicher Schuss Überheblichkeit vor dem zweiten Spiel verhinderten mehr. Am Ende wurde die Mannschaft Dritter.

Im ersten Spiel ging es gegen den körperlich robusten Gastgeber TSV Allach: Gleich nach dem 1:0 durch Jannik Staiger, dem derzeitigen Plan A nach Michael Jahns Ausscheiden in den Aktivenbereich auf der wichtigen Rückraumlinksposition, die Schrecksekunde: Der erfolgreiche Torschütze knickte ohne gegnerisches Verschulden um und wird vermutlich wochenlang ausfallen. Da Philipp Majsai, der Plan B krank zu Hause war, musste mit Max Schubert Plan C ran. Der machte gleich ein riesen Spiel und trug mit seinen fünf Treffern wesentlich zum 24:21-Sieg bei. Viele gleichwertige Wechselmöglichkeiten gab es da schon nicht mehr.

Der zweite Gegner SG Rimpar konnte bei seiner deutlichen Niederlage gegen HaSpo Bayreuth beobachtet werden. Aus dem dort schwachen Auftritt zogen die Günzburger die falschen Schlüsse und gingen ohne den notwendigen Respekt in die Begegnung. Ganz anders die Franken, es ging um ihre letzte Chance auf eine gute Abschlussplatzierung, das merkte man und ihr Torwart hatte aus den Günzburger Wurfbildern die richtigen Folgerungen gezogen und "kochte" die stereotypen Werfer reihenweise ab. Zur Halbzeit waren die Weinroten 13:11 hinten. Angetrieben von Neuzugang Lars Braun, der in dieser Begegnung als Spielmacher mit sechs Treffern sein Potential andeutete, gelang beim 18:18 das Unentschieden. Rimpar zog wieder davon. Beim 23:23 schien wenigstens ein Unentschieden gerettet, doch mit dem Schlusspfiff gelang dem Zweitliganachwuchs der 24:25-Siegtreffer.

Nun wurde es schwierig. Direkt im Anschluss das dritte Spiel, wieder über 2 x 25 Minuten. Eine Niederlage hätte den letzten Platz bedeuten können, ein Sieg doch noch Heimrecht. Beim Einwerfen fiel Plan C, Max Schubert, mit einer Wadenzerrung aus. Plan D war nun Nico Jensen. Die Einstellung war nun wieder spitzenmäßig, Philipp Nief und Niko Hermann taten viel für den Gegenstoß. Die Bayreuther wirkten noch müder und die Abwehr um Daniel Jäger stand erstmals sicher. Eine 10:2-Führung war der Lohn. Doch es war eine Frage der Zeit wie lange das noch gut geht. Alle Innenverteidiger mussten fast drei Spiel durchspielen, es kam immer wieder zu Krämpfen. Selbst Daniel Jäger und Nico Jensen mussten zwischendurch auf die Bank. Der verletzte Lucas Barthel, der eigentlich überhaupt nicht spielen sollte, musste immer länger eingewechselt werden, erzielte auch Treffer um seine Kameraden zu entlasten. Teilweise wurde er als Linkshänder zum Plan E. Zur Halbzeit führte der VfL mit 15:9. Bayreuth kam näher und näher, glich beim 21:21 trotz toller Torwartleistung von Patrick Rösch erstmals aus und gewann in den Schlussminuten mit 24:26. Die Günzburger hatten diesmal wirklich ihr Allerletztes gegeben und wurden Dritter. Eine bessere Platzierung verhinderte die Einstellung zum Rimpar-Spiel, ein Fehler der in den nachfolgenden Quali-Runden nicht mehr passieren darf. Noch ist nichts passiert.

Bayreuth erkämpfte sich das Heimrecht. Die neuen Gruppenauslosungen werden Anfang nächster Woche bekannt.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.