VfL Handball: Nachlese Junioren Bundesliga

Nach einer nicht Bundesliga-tauglichen ersten Halbzeit unterlag der VfL Günzburg bei einem hoch motivierten Frisch-Auf Göppingen , für den es noch um den Liga-erhaltenden sechsten Platz geht, auch in der Höhe verdient mit 36:22 (19:10). In ein paar Jahren wird man wissen, dass es das überraschende Bundesligaspektakel der letzten beiden Jahre war, das dem VfL ganz neuen Schwung gab, aber auch Erinnerung an vergessene Jahre wach werden ließ. Das Zauberwort "Bundesliga"genügte. Und schon heute sind die ewigen Außenseiter "everybody´s darling". Niederlagen sind schnell mit starken Gegnern, Synergieeffekten mit 1. oder 2. Bundeliga , der Doppelbelastung, 2 Jahre Handball am Stück und derzeit auch mit vielen Niederlagen erklärt. Und natürlich fehlten mit den Rouintiers Philipp Nief, Max Schubert und Patrick Rösch Spieler und Motivatoren, die schon heftige Auseinandersetzungen für den VfL entschieden haben, doch manchmal karrikieren sachliche Erklärungen zu armseligen Ausreden. Die Leistung in Göppingen war schlicht schwach und passt nicht recht zum gewohnten Bild.

100 Zuschauer,darunter gut ein Drittel von der Donau angereist verloren sich im wunderbar renovierten Rund der EWS-Arena, gaben mit Trommeln und Klatschen ihr Bestes und freuten sich auf ein packendes Derby. Sie wurden enttäuscht. Eigentlich war es nämlich gleich rum. Die VfL Abwehr präsentierte sich als ein bislang unbekannter, sehr löchriger bayrisch-schwäbischer Käse. Allein schon, dass der Erstliganachwuchs die ganze Spielfeldbreite im Gegensatz zu den Gästen nutzte, führte zu völlig unbedrängten Torwürfen. Schnell stand es 5:1. Das genügte diesmal im Prinzip. Im Angriff wurde viel zu früh der Abschluss gesucht oder schmerzfrei in unmöglichsten Situationen die Dauerlösung Daniel Jäger angespielt. Daraus resultierten weitere Ballgewinn, die der Frisch-Auf-Nachwuchs zu einer munteren Torejagd nutze. Da auch die Torhüter Dennis Mendle und Chris Hauf kaum Hand oder Fuß an den Ball bekamen, stand es zur Halbzeit gerecht 19:10.

In der zweiten Hälfte wurde es dann ein wenig besser. Im Angriff schien ein Schlüssel gefunden um die Kreisläufer über Linksaußen anzuspielen. Und zumindest Pascal Buck, Tim Walter, Niko Hermann und Nico Jensen brachten sich nun mit der richtigen Körpersprache ein. Auch das ist wichtig für die Teamdarstellung, besonders wenn gleich mehrere von Hause aus nach außen eher ruhig wirken. Ein wenig offener wurde die zweite Hälfte als Göppingen auch im Rückraum seiner Stammformation kleinere Pausen gönnte. Der beste Günzburger an diesem Tag, Lars Braun, kurbelte in dieser Phase das Spiel an und zeigte seine Torgefahr mit satten Schlagwürfen aus dem Rückraum. Das neue Ziel, der zweiten Hälfte mit weniger als zehn Treffern zu verlieren, wurde zwar nicht erreicht. Besser wurde es aber immerhin. Dazu leisteten auch die Youngster Tim Walter und Jakob Hermann ihren Beitrag.

Am nächsten Sonntag hat die A-Jugend im letzten Heimspiel gegen die JSG Balingen-Weilstetten sich mit einer starken Leistung vom besten Publikum der Jugendbundesliga zu verabschieden.

Es spielten: Mendle, Hauf; Buck (1), Peralta, Barthel (1), Jäger (5), Walter, Braun (3), Lehr (3/1), Hermann J., Hermann N. (2), Staiger (3/1) und Jensen (4)
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