VfL Handball: Nachlese Junioren Bundesliga

Mit einer am Ende unnötig hohen 25:32-Niederlage (Halbzeit: 19:13) bei der JSG Echaz-Erms kehrte der VfL Günzburg aus der alt-ehrwürdigen Metzinger Hofbühlhalle, in der der TV Neuhausen vor nicht allzu langer Zeiten einen Zweit- und einen Erstliga-Aufstieg feiern konnte, zurück. Neben dem langzeit-verletzten Patrick Rösch, konnten kurzfristig auch Pascal Buck und Jannik Staiger wegen Grippe die Reise nicht mit antreten. Außerdem fiel der Pechvogel der Saison, Max Schubert, mit Verdacht auf das Pfeiffersches Drüsenfieber ebenfalls unter der Woche aus dem Kader.



Vielleicht waren es die vielen Ausfälle, die der Mannschaft den unerschütterlichen Optimismus, der sie sonst so auszeichnet, raubten. Auf alle Fälle lief die erste Halbzeit nicht nach Geschmack von Trainer Hofmeister. Bis zum 5:5 wog das Geschehen unentschieden hin und her. Besonders Kreisläufer Niko Hermann wurde in dieser Phase immer wieder als diagonaler Kreisläufer erfolgreich gefunden. Etliche Schwächen in der Abwehr, ein missglücktes Überzahlspiel und der Verlust des taktischen Angriffsfadens, bescherten den Württembergern erst kleinere Vorteile, die durch ein 15:12 auf dem Spielbericht dokumentiert wurden. Als der Faden dann ganz riss, gerieten die Günzburger mit 19:13 in hohen Halbzeitrückstand.



Ausfälle hin und starker Gegner her - in der zweiten Halbzeit besann sich die Mannschaft um den ebenfalls Erkältungs-geschwächten Kapitän Philipp, der sieben Treffer erzielte, auf ihre Bundesliga-weit bekannten kämpferischen Tugenden. Viel Wurfpech ließ der Nachwuchs von VfL Pfullingen und Neuhausen/Erms zunächst einmal auf 24:15 davon ziehen, doch in der Abwehr wurde ein Erfolgsschlüssel gefunden. Da der beste Gastgeberspieler Daniel Schliedermann ebenfalls Grippe-krank ausfiel, waren die anderen durch einfache Manndeckung verwundbar. Nun begann die beste VfL-Zeit. Etliche Bälle wurden herausgefangen und Torwart Chris Hauf steigerte sich. Eine Aufholjagd startete. Die entscheidende Szene ereignete sich dann beim 25:22, als zum ersten Mal echte Schlagdistanz erreicht war: Daniel Jäger, der zusammen mit Niko Hermann ein starkes Abwehrzentrum bildete, erhielt eine Zwei-Minuten-Strafe. Zwar ging das erste sonst so starke Überzahlspiel des Tabellenvierten daneben, sogar ins Aus. Doch ausgerechnet der beste Günzburger an diesem Tag, Nico Jensen, schloß zweimal früh ab. Das erlaubte den starken Überzahl-Fachleuten aus dem Ermstal zwei weitere Angriffe mit einem Spieler mehr. Jäh stand es 27:22 in der 51. Minute. Noch einmal kämpften sich die bayrischen Schwaben auf 28.25 heran. Kurz vor Schluss musste dann aber das Abwehr- und Angrifsrisiko zugunsten einer sehr kleinen Siegeschance erhöht werden. Dies nützten die cleveren Gastgeber zu drei Gegenstößen in der Schlussminute. Aus einem respektablen 29:25 wurde so ein (zu) hohes 32:25.



Es spielten: Hauf, Mendle; Nief (7/4), Jensen (7), Peralta, Barthel (2), Jäger (1), Walter, Braun (1), Lehr (4) und Hermann (3).
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