VfL Handball: Nachlese Junioren Bundesliga

Mit einer 37:30(15:17)-Niederlage und der ungeliebten roten Laterne des Tabellenletzten kehrten die Günzburger A-Jugendlichen aus Konstanz zurück. Während beim Auswärtscoup vor einer Woche in Neuhausen/Fildern, auch der Gegner dazu beitrug, weil er einen rabenschwarzen Tag erwischte, trafen die Jungs um die Abwehrchefs Daniel Jäger und Nico Hermann diesmal auf einen hoch motivierten Gegner.

Da auch die Schwaben ersichtlich gewillt waren, ihren zweiten Auswärtssieg zu landen, entwickelte sich bereits in der ersten Hälfte ein temperamentsvolles Handballspiel, bei dem der VfL mit 0:2 den besseren Start erwischte. Im Angriff spürte man, dass die Südbadener besonders gut auf die Günzburger Angriffskonzeptionen eingestellt waren. Dennoch wurden zumeist die richtigen taktischen Antworten auf ungewohnte Aufgabestellungen gefunden. Zehnmal stand es in dem spannenden Spiel unentschieden. Die VfL-Sieben spielte an ihrem Limit und beim 14:17 hofften die vielen mitgereisten Eltern auf Siegesfeierlichkeiten im Reisebus. Das 15:17 zum Halbzeitstand machte Lust auf mehr, besonders die rechte Angriffsseite mit Lucas Barthel, Pascal Buck und Jonas Lehr hatte stark gespielt.

Die zweite Halbzeit begann mit einem an sich erfreulichen Überzahlverhältnis. In Überzahl erkennt man das wahre Spielverständnis, der VfL zeigte es da und in weiteren Stärkevorteilen in der zweiten Hälfte nicht. Anstelle den Vorsprung auszubauen führten leichte Fehler zu Gegentoren. Das 17:17 war unnötig. Beim 17:18 führten "Jensen & Co" zum letzten Mal. Unterzahl-Tore motivieren. Die Konstanzer wurden nun stärker. Der VfL verlor den spielerischen Glanz der ersten Hälfte, kämpfte aber. Bis zum 24:23 blieb alles offen. Es folgte ein zweites vermasseltes Überzahlspiel, das Team wurde unzufrieden und die Abwehr schwächelte. Das Alles machte den Gegner stärker und stärker. Das 27:23 ging schnell, noch schneller das 31:25. Angesichts des hohen Vorsprunges wurde das Risiko erhöht, beim 31:27 hoffte die Mannschaft noch einmal über die Gegenstoßkarte näherzukommen. Doch die HSG ließ sich den Lohn ihrer beeindruckenden zweiten Hälfte nicht mehr nehmen. Die 37:30-Niederlage war hoch und hart. Erfreulich die sechs Tore vom pfeilschnellen Rechtsaußen Joans Lehr, der gerade deutliche Fortschritte macht ebenso dass Rückraumrechts Lucas Barthel trotz Dauererkältung gleich sechsmal knallhart ins Netz bombte.

Es spielten: Mendle, Hauf; Nief (2/1), Jensen, Buck (2), Peralta, Schubert, Barthel (6), Jäger (8), Walter, Braun (2), Lehr (6), Hermann (1), Staiger (3)
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