VfL Handball: Männer 1 – Siebenmeter >< Sieg

Mit 8 Toren war Steve Rennert erfolgreichster VfL Werfer im Spiel gegen TSV Haunstetten II

Der VfL Günzburg hatte etwas gut zu machen. Vor einer Woche gaben Sie mit der Niederlage in Ichenhausen ihre Tabellenführung ab. Die Gäste aus Haunstetten kamen mit der Empfehlung von 12-0 Punkten und einigen Kantersiegen an die Rebaystraße. Die Zuschauer bekamen und hoch spannendes Spiel zu sehen, in dem sich der VfL buchstäblich in letzter Sekunde die Punkte sicherte.
Wie bereits im Vorbericht erwähnt, wurde die Trainingsintensität unter der Woche erhöht, um gegen die starken Haunstetter bestehen zu können. Wie sich nach den 60 Minuten herausstellte, wurden die richtigen Maßnahmen getroffen. Der VfL startete top motiviert in die Partie. Die Abwehr war sofort betriebsbereit und stemmte sich gegen die äußerst routinierten Andreas Keller, Ingo Herbeck und Florian Pfänder. Alle Drei waren jahrelang auf Bayernligaebene aktiv. Umso höhere ist die Abwehrleistung und das pfeilschnelle Umschalten auf Gegenstoß zu bewerten. In Zahlen leuchtete in 7-2 auf der Anzeigetafel nach 8 Minuten auf und Haunstetten nahm bereits die erste Auszeit.
2 Dinge änderten sich danach. Haunstettens Andreas Keller feuerte nun aus allen Lagen und war kaum zu bremsen, gleichzeitig fehlten die Gegenstöße, die für die Führung gesorgt haben. Gegen die rustikale 6-0 Abwehr der Gäste war das Torewerfen deutlich schwerer und so schmolz der der Vorsprung allmählich auf 2 Tore dahin. Bis zu Halbzeitsirene behauptete der VfL mit 15-13 seine Führung.
Nach dem Seitenwechsel spiegelte sich das gleiche Bild. Nahezu jeden Angriff schlossen die Augsburger Vorstädte erfolgreich ab. Die Weinroten stellten jedoch postwendend den 2 Tore Abstand wieder her. Hin und wieder glänzte Günzburgs bester an diesem Abend Steve Rennert mit sehenswerten Gegenstößen und seinen Abschlüssen am Kreis auf. Nach 40 Minuten und 22-20 stellte der VfL seine Abwehr ebenfalls auf eine 6-0 Formation um. Damit sollten die Lücken für den stärker werdenden Kreisläufer Markus Heinkes zu schliessen. Gleichzeitig eröffneten sich die Abschlussmöglichkeiten für Florian Pfänder, der nun mehrfach einnetzte.
So ging es eng umkämpft in die letzten 5 Minuten mit 30-29 für die Legostädter. Der Oldie im Team aus Haunstetten, Adi Farner zog 2 Siebenmeter, als er auf Günzburgs Linksaußen, Steve Rennert regelrecht ansprang. "Der wollte gar nicht werfen," bemerkte ein amüsierter Fotograph, der die Szene bestens vor seiner Linse hatte. Die Schiedsrichter zeigten jedoch gnadenlos auf den Siebenmeter Punkt und zweitmal wurde der Ausgleich wieder hergestellt. Auf der Gegenseite tankte sich Alexander Spengler in der Mitte durch und stellte den Vorsprung wieder her. Es ging in die letzte Spielminute und 15 Sekunden vor Spielende nahm sich Adi Farner erneut einen Wurf aus dem sog Nullwinkel und versenkte zum Ausgleich.
Sofort nahmen die Weinroten die Auszeit und besprachen Ihre letzten 10 Sekunden. Es endete in einem freien Kreisläufer, der Siebenmeterreif gefault wurde. Kapitän Philip Reimbold war es vorbehalten, auch seinen sechsten Siebenmeter erfolgreich zu versenken und den nicht unverdienten Sieg sicherzustellen.
Spielfilm: 0-1, 3-1, 7-2, 8-6, 10-8, 13-10, 15-13; 17-14, 20-18, 25-21, 27-25, 29-26, 30-29, 31-31, 33-32
Zeitstrafen: Günzburg (4) - Haunstetten (7)
Es spielten: T.Schmid, P.Bieber, M.Schmid (1), Spengler (4/2), Jordan, N.Schmid, Konopa (5), Leix (4), Rembold (6/6), Rennert (8), Teske (2), Märkl (3)

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