VfL Handball: Männer 1 – Derby in Gundelfingen ging mal eben noch gut aus
Der VfL Günzburg setzt sich im Derby gegen den gastgebenden TV Gundelfingen denkbar knapp mit 27-28. Dabei bekamen die Zuschauer ein äußerst spannendes BOL Spiel geboten, das der VfL mit Glück und Geschick gewann.
Gundelfingen war gut vorbereitet auf den VfL. Eine frühe Zweiminutenstrafe fürAlexander Spengler nutzten sie gut aus und führten schnell mit 3 - 1. Sobald die Weinroten wieder komplett waren, sollte sich das Bild schnell wenden. Ein paar schön angesetzte Spielzüge und die Legostädter gingen Ihrerseits mit 4 - 5 in Führung.
Wenig später sollten sich Reimbold & Co auf 5 - 8 absetzen, jedoch liessen sich die Gastgeber nicht abschütteln. Ohnehin mit nur zehn Spielern angereist, versuchte die Rückraumachse Konopa, Spengler und Märkl die defensive Abwehr der Hausherren auseinander zu ziehen. Häufig scheiterten die Angriffsversuche am guten Torhüter der Gundelfinger.
Zwar behielten die Weinroten knapp die Oberhand, mußten aber schon früh, ab der 20. Minute improvisieren, da Spengler bereits die zweite Zeitstrafe erhielt. Ab sofort sollte er nur noch im Angriff agieren, was nachweislich die bekannte zweite Welle lähmte. Mit 13 - 15 wurden die Seiten gewechselt und die zweiten 30 Minuten sollte nichts für schwache Nerven werden.
Der Vorsprung pendelte durchwegs zwischen 2 und 3 Toren. Günzburg konnte sich nicht absetzen und Gundelfingen gelang es nicht auszugleichen. Es schien, als sollte die Kondition ausschlaggebend für den Sieger des Spiels werden. Die Sorgen des VfLs wurden größer, als Stefan Märkl mit schmerzverzehrtem Gesicht nach 45 Minuten das Spielfeld verlassen musste. Er hatte sich an der Hand verletzt und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Damit blieb VfL Coach Bernd Dunstheimer nur noch eine Wechselmöglichkeit. Die grippal angeschlagenen Steve Rennert und Andreas Konopa bissen auf die Zähne und behaupteten den Vorsprung bis zum 24 - 26.
Die letzten 5 Minuten sollten die VfL-Anhänger schwer auf die Folter spannen. Nach 2 Zeitstrafen sahen sich die Legostädter zu viert 6 Gundelfingern gegenüber, die nun ihre Chance witterten. Sie verkürzten auf ein Tor. Im Gegenzug gelang den Günzburgern durch Steve Rennert das Kunststück, in doppelter Unterzahl den Ball zu versenken. Postwendend verkürzte der TVG auf 26-27. 30 Sekunden vor der Sirene waren die Weinroten wieder vollzählig und Axel Leix nutzte die Lücke am Kreis zum entscheidenden 26 - 28.
Kommende Woche kommt es nun zum ersten Spitzenduell in Bobingen. "Mit einer Leistung wie heute, werden wir mit Sicherheit keinen Blumentopf gewinnen," weiß VfL-Keeper Patrick Biber. "Bleibt zu hoffen, dass die Verletzten bis kommenden Samstag fit werden, damit wir in Bobingen eine Chance haben."


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