VfL Handball: Männer 1 - Der TSV Niederraunau bleibt der Platzhirsch im Revier

Der TSV Niederraunau jubelt nach dem Derbysieg

Hervorragende Derbystimmung, eine rappelvolle Halle mit beinahe 600 Zuschauern, gute Leistungen beider Teams, alles war angerichtet für einen stimmungsvollen Handballabend in der Landesliga Süd. Am Ende behielt mit dem TSV Niederraunau doch der Favorit mit 37:28 deutlich die Vorherrschaft im Landkreis Günzburg. Doch auch der VfL aus der Kreisstadt enttäuschte trotz des Ergebnisses nicht.
Verlierer konnte in dieser Begegnung sowieso nur das arrivierte Landesligateam aus dem Süden sein. Zu eindeutig war die Favoritenposition zugeteilt. Unter der Woche war bei den Raunauern nur schwer die Spannung aufzubauen. Ein Großteil der vielen Studenten in der Mannschaft war im Prüfungsstress und hatte keinen Kopf für das Derby. Die blamable Vorstellung vor zwei Jahren im letzten Derby in Krumbach, als gerade noch ein Zittersieg heraussprang, war aber bei allen im Hinterkopf. Dies führte zu einem hochkonzentrierten Beginn der Raunauer. Maxi Deisenhofer, und jeweils zwei Mal Boris Matzner und Julian Waldmann brachten die Blau-Weißen mit 5:3 in Führung. Immer wenn die Raunauer schnell spielten kamen die Günzburger nicht mehr mit. Ihr Angriffsspiel war wesentlich statischer und auf die zwei Werfer Reinhard Müller und Denis Graf ausgerichtet. Müller bekam die sonst gut operierende Defensive der Raunauer nie in Griff. Erst in der letzten Viertelstunde, als die Kraft nachließ, war bei ihm der Widerstand gebrochen. Aber schon zu Beginn des Spiels geriet der VfL immer wieder in Zeitspielgefahr. Daraus retten konnte im Prinzip immer nur ein Gewaltwurf von Müller. Nach weiteren Kontern von Mathias Waldmann und Michael Thalhofer stand es 8:6. Der Günzburger Coach schickte nun Patrick Bieber ins Tor und der führte sich gleich glänzend ein. Drei parierte Würfe von ihm und der Ausgleich war hergestellt. Auch Raunau wechselte nun den Torhüter und Maxi Jekle hielt fortan hervorragend. Die stärkste Phase der Raunauer folgte. Vor allem Stefan Holdschick war nun von der VfL-Abwehr, die zu sehr auf die linke Raunauer Seite fixiert war, nicht zu bremsen. Ihm blieb es dann auch vorbehalten zum 19:13 Halbzeitstand einzuwerfen.
Der VfL gab sich noch nicht geschlagen, beim 20:17 war zumindest wieder der Anschluss hergestellt. Doch das variantenreiche Tempospiel der Raunauer überforderte die Kreisstädter im weiteren Spielverlauf dann doch. Beim 27:21 durch Julian Waldmann war der Sechstorevorsprung wieder hergestellt. Die nun zwangsläufig kommenden Zweiminutenstrafen im äußerst fairen Derby, das von den Schiedsrichtern Becker/Wildegger gut geleitet wurde, taten ihr Übriges. Die Tore fielen nun wie die reifen Früchte. Raunau setzte sich immer mehr ab, beim 35:25 war ein Zehntorevorsprung hergestellt. Danach die üblichen Spielchen, sowohl der VfL als auch der TSV trafen mit Kempa-Tricks. Die Zuschauer waren begeistert und vor allem die TSV Fans feierten ihre Mannschaft ausgelassen.

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