VfL Handball : Landesliga Damen " Play Off s " in Bay.-Oberliga gebucht
„Ein Pferd springt nur so hoch wie es muss“, meinte Robert Mayer. Treffender hätte der Trainer der Günzburger Handballerinnen den knappen 21:17-Sieg seiner Mannschaft beim Landesligaschlusslicht PSV München nicht umschreiben können. Denn es war im besten Fall eine dürftige Leistung, die den VfL-Frauen zum Erfolg reichte. Ein anderer Gegner, so Mayer weiter, hätte die Günzburger Lässigkeit wohl konsequent bestraft.
Die Günzburgerinnen erwischten einen perfekten Start und lagen schnell mit 4:0 in Führung, doch dann musste die Partie wegen technischer Probleme am Kampfgericht länger unterbrochen worden. Und mit dieser unliebsamen Pause riss auch der Faden im VfL-Spiel. Pfostentreffer, überhastete Angriffe, leichtsinnige Aktionen, klägliche Wurfversuche. Die Liste ist lang. Bis zum Seitenwechsel lagen die Weinroten gar mit 7:8 hinten.
Trainer Harald Jekel appellierte in der Kabine, die Einstellung zum Gegner grundlegend zu ändern und den nötigen Einsatz zu zeigen. Doch auf dem Feld zeigte sich das gleiche Bild: München machte wieder zwei schnelle Tore, der VfL keines. Dann allerdings begannen die Günzburgerinnen, sich gegen die drohende Pleite zu stemmen. Dank einer stabilen Abwehr kamen die Gastgeberinnen länger nicht mehr zum Torerfolg, die Gäste hingegen machten sechs Treffer in Serie und drehten mit einer kurzen Leistungssteigerung die Partie. Besonders stark in dieser Phase: Judith Deutschenbauer mit fünf Treffern und Torfrau Janine Schuller, die drei Siebenmeter parierte. Bis zum Schluss (21:17) gelang es den Günzburgerinnen, ihren Vorsprung zu retten. „Jetzt kommt die Pause über Ostern genau richtig“, meint Mayer. Zum einen seien etliche Spielerinnen angeschlagen. „Zum anderen werden wir dies nutzen, um wieder ausgeschlafener in die beiden verbleibenden Partien zu gehen“, meinte der Trainer.
So spielte der VfL: Schuller, Hassel (Tor); Deutschenbauer (8/3), Frank (5), Boesveld (3), Kuffner-Mayr (2), Schaaf, Märkl, Apel (je 1), Aust.


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