VfL Handball: Landesliga Damen mit Sieg gegen SC Kissing in die „Play Off s“
Ihr Kommen nicht bereut hatten die zahlreich erschienen Zuschauer am Samstag beim letzten Punktspiel in der Landesliga Süd zwischen den Damen vom VfL Günzburg und SC Kissing. Bei toller Stimmung, zu der auch die Kissinger Anhänger ihren Teil dazu beigetragen hatten, wurde noch viel geboten und trotz magerer Handballkost von Seiten der Günzburgerinnen konnten die Spielerinnen vom Trainergespann Robert Mayer und Harald Jekel mit erhobenen Hauptes am Ende das Spielfeld verlassen, hatten sie sich doch mit den Kissingerinnen einen Kampf geliefert der an Abwechslung, Spannung und Dramatik alle Facetten eines Handballspiels wieder spiegelte, was diesen Sport so interessant macht und wieder zeigte sich, dass die Günzburgerinnen auch wenn es mal nicht so läuft eine Einsatzbereitschaft zeigen die dann schon erstaunlich ist. Ob diese Leistung allerdings für die Aufstiegsspiele zur Bayernliga reichen wird ist aber schon fraglich, denn in dieser Zusammenstellung wird es sehr schwer werden.
Bedingt durch die zahlreichen Ausfälle im Günzburger Lager waren Mayer und Jekel gezwungen mehrere Möglichkeiten durch zu spielen, was automatisch zu Abstimmungsproblemen führte, dabei war die Häufigkeit an technischen Fehlern für Günzburger Verhältnisse doch sehr hoch und bereitete dem Trainergespann auch einiges an Kopfzerbrechen.
Wie schon in den vergangenen Partien lagen die VfL Damen schnell mit 0:4 hinten was abermals zur Folge hatte dass sich die Spielerinnen schon früh deutliche Worte ihrer Trainer anhören mussten da reihenweise Großchancen vergeben wurden und die Günzburgerinnen nur mit Ballverlusten und Fehlern glänzten und so dauerte es eine ganze Weile bis Kathrin Boesveld von der Rechtsaußenposition den ersten Günzburger Treffer markierte. Beim Stande von 2:6 nach 20 Minuten kam dann bei einem Siebenmeter Janine Schuller für Dorrit Hassel ins Tor den dann Schuller prompt vereitelte. Da mit Heike Frank eine wichtige Rückraumwerferin fehlte lag die ganze Verantwortung auf Silvia Kuffner-Mayr, doch die sonst so treffsichere Rückraumbomberin erwischte einen rabenschwarzen Tag und fand zu keiner Zeit ins Spiel. Somit mussten Deutschenbauer, Aust, Märkl und Wieser auf den Rückraumpositionen rotieren und die schafften es dann immer wieder Kerstin Apel an zuspielen die dann in gewohnter Manier selber vollstreckte oder nur durch Siebenmeter gebremst werden konnte und so konnte wenigsten noch zur Halbzeitpause zum 8:8 ausgeglichen werden.
In Hälfte 2 schien es so als hätten sich jetzt die Gastgeberinnen gefangen, hatten sie sich doch durch Treffer von Wieser, Apel und Franziska Aust, die immer mehr zur wichtigen Stütze im Günzburger Spiel wird erstmals beim Stande von 13:10 ein wenig absetzen können. Jetzt reagierte auf Kissinger Seite Trainerin Maria Schröpfer mit ihrer Erfahrung aus zahlreichen Bundesligaspielen. Wenn sie jetzt ihre ehemalige Weggefährtin Andrea Braun ins Tor schickte könnte dies nochmals die Wende bringen, denn schließlich war es Braun die im Hinspiel die Günzburgerinnen schier zur Verzweiflung brachte und maßgeblich an der Auswärtsniederlage ihren Teil dazu beitrug. Aber diesmal ließen sich die Günzburgerinnen nicht beeindrucken, selbst Kathrin Boesveld agierte vom Siebenmeterpunkt sehr kaltschnäuzig und ließ Braun keine Chance, auf Günzburger Seite war es Janine Schuller die den Kissingerinnen so manche Chance vereitelte und so zum großen Rückhalt wurde. In dieser Phase handelten sich die VfL Damen aber 3 völlig unnötige Zeitstrafen ein und mussten 6 Minuten in Unterzahl verbringen was die Kissinger Spielerinnen gleich nutzten und aus einem 16:14 Rückstand zum Ende der Partie eine 17:16 Führung erspielten. Allein schon die Tatsache dass insgesamt 16 Strafwürfe und 11 Zeitstrafen vergeben wurden zeigt schon mit welchem Einsatz beide Mannschaften zu Werke gingen. Das Spiel schien für die Günzburgerinnen gelaufen zu sein doch ein schneller Konter von Kuffner-Mayr brachte noch mal den Ausgleich und Kissing war für die restlichen Sekunden im Ballbesitz. Jetzt zeigte sich warum ein Handballspiel einen hohen Unterhaltungswert haben kann und es erst vorbei ist wenn die Schlusssirene ertönt. Die Kissingerinnen versuchten die verbleibende Zeit herunter zu spielen aber Franziska Aust wurde für ihre Frechheit belohnt da sie den Ball rausspekulierte und den viel umjubelten Siegtreffer markierte. Doch die Freude wahrte nicht lange da die Gäste sofort das Anspiel ausführten, den Ball auf die Außenposition beförderten und Kuffner-Mayr bei einer Abwehraktion die Spielerin am Wurf hinderte und die Schiedsrichter aus Kottern/Waltenhofen somit mit der Schlusssirene abermals auf den Siebenmeterpunkt zeigten.. Jetzt hatten die Kissingerinnen den Ausgleich auf der Hand doch Janine Schuller hielt ihren 4 Siebenmeter und wurde dadurch zusammen mit Aust zur „ Matchwinnerin “ und die Freude über den Sieg war dann trotz der mäßigen Leistung groß denn letztendlich hatten die Günzburgerinnen mit dem Erreichen der Relegation zur Bayernliga eine sehr erfolgreiche Runde gespielt da sich ihre Bilanz mit 5 Niederlagen in 24 Spielen und somit nur 2 Punkten Rückstand auf Bayernligaaufsteiger Würm-Mitte doch sehen lassen kann.
Tor: Hassel/Schuller
Torschützen: Apel 4, Boesveld 4/3, Wieser 3, Aust 3, Deutschenbauer 3/2, Kuffner-Mayr1, Märkl



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