VfL Handball: Landesliga Damen - ersten Matchball vergeben
Landesliga Günzburger Handballerinnen verlieren Spitzenspiel in Würm mit 26:29
Würm/Günzburg (ssch). Sie müssen sich vorkommen wie Bill Murray in der Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Gefangen in einer Zeitschleife. Immer und immer wieder albtraumhaft derselbe Tag. Die Handballerinnen des VfL Günzburg haben wie schon in der vergangenen Saison (damals gegen die SG Waltenhofen-Kottern) das vorentscheidende Spiel um die Landesliga-Meisterschaft vergeigt. Mit 26:29 (13:15) unterlagen die Weinroten bei der HSG Würm-Mitte und haben nun schon vier Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter.
Trainer Robert Mayer war nach der Partie enttäuscht und auch ein wenig sprachlos. Wochenlang hat seine Mannschaft die Kontrahenten an die Wand gespielt und sich auf dieses Topspiel vorbereitet. Nun stehen sie wieder einmal mit leeren Händen da. „Die Mannschaft ist erneut an ihrer eigenen Nervosität gescheitert“, sagte der Trainer. Von Beginn an lag der VfL hinten, die gesamten 60 Minuten über. Vor allem in der Anfangsphase, als sich beide Teams noch ebenbürtig waren, versäumten es die Günzburgerinnen, sich einen Vorsprung herauszuspielen. Die beiden großen Mankos: Die drei Torhüterinnen kamen nicht zu recht, die Rückraumspielerinnen erwischten einen rabenschwarzen Tag. Weil auch sonst bis auf Kerstin Apel niemand Normalform erreichte, unterliefen den Weinroten viel zu viele individuelle Fehler. „Auch unsere Vorgaben wurden nicht konsequent genug umgesetzt“, so der Trainer. Den Gastgeberinnen hingegen gelangen einfache Treffer. Mit einem 13:15-Rückstand ging es in die Kabine.
„Wir haben versucht, in der Pause noch einmal an unsere Stärken zu erinnern“, erzählte Mayer weiter. Doch der Appell war vergeblich. Das Spiel machte weiterhin der Spitzenreiter, zog zwischenzeitlich sogar auf 20:16 davon. „Wir hatten zu viel Angst vor der eigenen Courage“, bringt es Mayer auf den Punkt. Zumindest in punkto Kampf kann er seiner Truppe aber keinen Vorwurf machen. Bis kurz vor Schluss kam sie wieder ran – bis auf 26:28. Aber es reichte eben nicht mehr. Jetzt, so der Trainer, gehe es für den VfL darum, den zweiten Platz zu sichern. Die Aufstiegsrelegation fest im Blick. „Würm hat zwar ein schweres Restprogramm, aber der Zug nach ganz oben ist für uns wohl abgefahren“, meinte er abschließend.
Die Torschützen des VfL: Apel (6), Mayr, Aust (je 4), Wieser (3/1), Jorga, Märkl (je 3/2), Boesveld (2/1), Frank (1).


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