VfL Handball: Junioren Bundesliga

Überhaupt keine Chance hat die Günzburger A-Jugend bei ihrem Gastspiel beim Tabellenzweiten SG Pforzheim/Eutingen. Mit 40:17 (19:9) gerieten die stark ersatzgeschwächten Schwaben unter den Baden Express. Doch obwohl Trainer Hofmeister überhaupt nicht verlieren kann, war er auf den mutigen Rest und die gegenseitige Solidarität zwischen den einzelnen Günzburger Handballteams sichtlich stolz. Mit Nico Jensen, Raphael Groß, Daniel Jäger und Michael Jahn wurde vier Leistungsträger komplett für das sonntägliche Spitzenspiel in der BOL geschont und auch Philippe Majsai und Jannik Staiger fielen kurzfristig aus. Sogar eine Spielabsage war schon erwogen worden. Durch Verlegung eines wichtigen B-Jugendspieles, konnten dann aber mit Pascal Buck, Jonas Geiger und Tim Walter zu den mittlerweile gesetzten Jonas Lehr und Patrick Rösch insgesamt fünf B-Jugendliche mit den verbliebenen fünf A-Jugendlichen die mutige Auswärtsfahrt antreten. Gegen eine der besten deutschen A-Jugendmannschaften, die den VfL zu Hause in Bestbesetzung mit 23 : 42 aus der Rebayhalle fegte; muss man sich das erst einmal trauen. Solch ausweglose sportliche Situation schaffen oft kreative Ausreden, nicht so bei den Günzburger Jugendhandballern.

Durch Tore von Jonas Geiger konnten die Tapferen 1:2 und 2:3 in Führung gehen und bis zum 6:4 irgendwie mithalten. Dann hatten sich die Nordbadener besser auf das schwäbische Überraschungsteam eingestellt und zogen auf 10:4 davon. Obwohl die Günzburger Abwehr engagiert zu Werke ging, konnte aller Einsatz den hohen 19:9-Pausenrückstand nicht verhindern. Gleich nach der Halbzeit gelangen dem schnellen Jonas Lehr zwei Gegenstoßtore. Zwei Zeitstrafen, die Pforzheim rigoros zur Manndeckung nützte, beendeten alle Hoffnungen auf ein offeneres Handballgestalten. Mit Linkshänder Lucas Barthel auf Rückraumlinks und Max Schubert am Kreis überraschte die Aufstellung übrigens nicht nur den Gegner. Am Ende stand für die abgekämpften Chancenlosen ein gerechtes 40:17 auf dem Spielbericht. 17 Tore gegen einen solch starken Gegner sind eine Sensation. Die Mannschaft wurde noch auf dem Spielfeld für ihren Einsatz und die weinrote Solidarität vom Trainer zum Pizzaessen eingeladen.

Es spielten: Rösch, Hauf; Geiger (3), Nief (5), Buck, Schubert (1), Barthel (3), Walter (1), Lehr (4) und Kögl.
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