VfL Handball: Junioren Bundesliga

An der Kulisse hat es nicht gelegen. 550 Zuschauer kamen gestern Abend in die Günzburger Rebayhalle, die meisten wollten die A-Junioren des VfL Günzburg zum Bundesliga-Heimsieg im Bayernderby gegen die HSG Würm-Mitte schreien. Doch die Top-Atmosphäre reichte nicht zum Erfolg. Günzburg fand nicht ins Spiel, die Gäste dominierten und siegten völlig verdient 22:29 (11:16).

In der Anfangsphase leisteten sich beide Teams Unkonzentriertheiten und Fehlwürfe. Auf Günzburger Seite konnte sich Torwart Patrick Rösch mehrmals auszeichnen. Doch im Angriff fanden seine Mitspieler überhaupt nicht in den Rhythmus. Daran hatte Würms Torsteher Gerrit Hombrink seinen Anteil, aber die Weinroten ließen auch das nötige Zielwasser vermissen. Als dann auch noch die Deckung Löcher bekam, nahm VfL-Trainer Stephan Hofmeister beim Stand von 3:7 eine Auszeit. Das half zunächst wenig, Würm-Mitte zog bis auf 4:9 davon.

Erst eine Strafzeit gegen die Oberbayern brachte die Günzburger zurück. Sie erzielten drei Tore in Serie und kamen auf 7:9 heran. Doch dann kehrte der Sand zurück ins Angriffsgetriebe. Die Gäste spielten zwar auch nicht überragend und Günzburg verteidigte ordentlich, doch es sprangen genug Treffer für die HSG heraus, um den Vorsprung wieder auf fünf Treffer anwachsen zu lassen. Mit 11:16 aus Sicht des Heimteams ging es in die Halbzeit.

Doch aus der von den Heimfans erhofften Aufholjagd nach der Pause wurde zunächst nichts. Die Oberbayern erzielten nach dem Anpfiff drei Tore in Serie, ehe die Günzburger wieder zu einem Erfolgserlebnis kamen. Die Gäste zogen bis auf acht Tore davon und ließen sich diese Führung nicht mehr nehmen. Günzburg knapste zwar zwischenzeitlich noch ein paar Treffer ab, doch eine Wende konnte die Hofmeister-Truppe dem Spiel nicht mehr geben. Dafür leisteten sich auch die Leistungsträger der Günzburger zu viele Fehler.

Günzburgs Trainer Stephan Hofmeister nahm seine Spieler nach dem Abpfiff in Schutz: „Es hat sich gezeigt, dass gerade die Leistungsträger einfach überspielt sind. Solche Partien wie heute gibt es im Laufe einer Saison. Ich kann ihnen nicht böse sein.“ Unter der Woche wird nun etwas weniger trainiert.

Für die vielen Nachwuchssportler aus dem Landkreis, die im Rahmen der Aktion „Sportler laden Sportler ein“ in die Halle gekommen waren, war das Spiel dennoch ein tolles Erlebnis. Auch Weltklasseturnerin Janine Berger war gekommen und zeigte sich angetan von Spannung und Atmosphäre. Viel Spaß hatten auch die Asylbewerber aus Deffingen, die auf Einladung der Weinroten in der Halle waren.

VfL Günzburg: Rösch, Hauf; Groß (5/1), Jäger (4), Jensen (4), Barthel (3) Jahn (2), Lehr (2), Schubert (1), Nief (1), Majasai, Röllig, Walter
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