VfL Handball: Junioren Bundesliga

  Nach einer schwachen zweiten Halbzeit, den schwächsten 30 Minuten der gesamten Bundesligasaison, verloren die bayrischen Schwaben in der Göppinger EWS-Arena gegen die württembergischen - hoch und hoch-verdient mit 31:25 (16:13).

Knapp 50 Günzburger A-Jugendfans - darunter fast die gesamte bestens gelaunte und lautstarke Männermannschaft - feuerten in der weiten Erstliga-Arena ihre weinroten Farben an. Gewohnt kampfstark trat das Team um einen gut aufgelegten Spielmacher Nicolai Jensen in der ersten Hälfte auf und ließ sich von einem 8:3-Rückstand nicht entmutigen. Gestützt auf einen starken Torwart Patrick Rösch gelang es der VfL-Defensive immer besser sich auf die Göppinger Angriffsbemühungen einzustellen, beim 12:11 war erstmals enger Kontakt hergestellt. Beim 13:12 hatten die Günzburger eine Gegenstoßchance, doch leider machte ein vergebener weiter Abwurf auf die erste Welle die einzige Chance des Spieles zum zumindest in dieser Phase verdienten Ausgleich zunichte. Das spielerisch stärkere Heimteam nutze den Fehler unerbittlich und ging mit 16:13-Vorteil in die Umkleide-Katakomben.

Träumten die Günzburger nach dem Verlauf der ersten Hälfte, dass die Aufholjagd nur aufgeschoben und nicht aufgehoben war, so machte das flinke Aushängeschild des FAG-Nachwuchscenters nach der Hälfte kurzen Prozess. Das schnelle Günzburger 16:14 aus der zweiten Welle, gleich nach der Halbzeit sollte das Ende weinroter Träume sein. Frisch-Auf entschied das Spiel von 17:14 auf 21:14. Das Problem lag nicht in der Abwehr, sondern im Angriff: Den Halbspielern gelang es nicht sich Bewegungsvorteile gegen ihre Gegenspieler zu verschaffen, mal den Außen einzusetzen oder selbst aus der Nahwurfzone abzuschließen. Es wurde Kräfte-sparend immer der risikoreiche Wurf aus der Distanz gesucht, genau das Gegenteil machten die württembergischen Schwaben ihren bayrischen Handballfreunden erfolgreich vor. Sie kämpften im Angriff hart um Raumvorteile, verzichteten gegen die defensive VfL-Deckung fast ganz auf Distanzwürfe: Besonders ihr Rechtsaußen profitierte mit 10 Toren von dieser erfolgsversprechenden Spielweise.

Hinzu kamen die üblichen Sonntagsprobleme nach einem Männerspiel. Den Doppelspielern fehlt es dann einfach an der mentalen Frische und Michael Jahn konnte wegen seiner Wadenprobleme nur noch sporadisch eingesetzt werden. In der 38. Minute erhielt mit Max Schubert außerdem der beste Verteidiger seine disqualifizierende dritte Zeitstrafe. Dazu das Fehlen von Raphael Groß. Und auf der anderen Seite ein Gegner, der um den Klassenerhalt kämpft.

Die schnelle 21:14-Wende war das frühe Ende aufrichtiger Günzburger Derby-Bemühungen. Frisch-Auf verwaltete den Vorsprung bis zum 31:25 souverän. Näher als 26:21 kamen die an diesem Tag kraftlosen Günzburger nicht mehr ran.

Erfreulich: Mit Tim Walter und Dennis Mendle erhielten zwei weitere B-Jugendliche aus dem Günzburger Talente-Reservoir erste kurze Spielanteile in der A-Jugendbundesliga.

Frisch-Auf ist bei einem Spiel mehr nun mit drei Punkten Vorsprung Fünfter vor Balingen und Konstanz. Die A-Jugend des VfL Günzburg freut sich auf die Rückkehr von Raphael Groß ins Team und das Bayernderby gegen die HSG Würm-Mitte am kommenden Sonntag. Da die "Erste" an diesem Wochenende spielfrei ist: Frisch und voller Tatendrang, das war zuletzt in Schutterwald so.



Es spielten: Mendle, Rösch; Nief (5/4), Jensen (5), Jahn (3), Walter, Schubert, Barthel (5/1), Jäger (3), Lehr (1), Majsai (2).
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