VfL Handball: Junioren Bundesliga

Am Sonntag um 17.00 Uhr kommt es in der modernen Göppinger EWS-Halle, die den hiesigen Handballfans besser unter ihrem traditionreichen früheren Namen "Hohenstaufen-Halle" bekannt ist zum Duell der Schwaben, wenn Frisch-Auf Göppingen den VfL Günzburg empfängt.

Frisch-Auf ist und bleibt das Aushängeschild des Baden-Württembergischen Handballs: Damen wie Herren spielen in den 1. Handballbundesligen, die A-Jugend wurde letztes Jahr als Leistungsspitze des eigenen Nachwuchscenters, der die erfolgreiche Handballakademie ablöste Bundesligameister. Dennoch fehlt dem Traditionsverein in diesem Jahr die Leichtigkeit, die nur Erfolge bringen. Die Damen sind Achter, die Männer - immerhin mit Europa-Pokal-Hoffnungen gestartet - können - nur noch zwei Punkten hinter einem Erstligabstiegsplatz - gerade einmal den Super-Gau Abstieg einer "Seuchen-Saison" verhindern. Das Ausscheiden im Pokal-Viertelfinale zuletzt in Melsungen hat diese harte Handballrealität endgültig zementiert.

Aber auch bei der A-Jugend lief es nicht so wie erhofft: Nach dem grandiosen letzten Jahr schlug immer wieder das Verletzungspech zu. Mittlerweile sind die Jungs um Trainer Gerd Römer zwar mit Platz 5 auf Kurs Klassenerhalt, dicht dahinter mit jeweils nur einem Punkt Abstand folgen die HSG Konstanz und die JSG Balingen. Eines der drei starken Teams wird in den Qualifikationsmarathon absteigen müssen. Für den Erstliganachwuchs geht es also beim Derby württembergische Schwaben gegen bayrische um den Klassenerhalt.

Darüber hinaus dürfte es in der Zeit der (Faschings-)Bälle einen weiteren Grund für einen heißen (Handball-)Tanz geben: Das Hinspiel. Mit Saison-Bestleistung schlugen die Weinroten vor über 800 begeisterten Zuschauern den Haus-hohen Favoriten mit 30:25. Damit konnte damals kein Handballexperte rechnen, zumal die Bayern noch im Vorspiel zur Frisch-Auf Erstliga-Saisoneröffnung deutlich den Kürzeren zogen.

Bei aller Konkurrenz sind wir damit bei einem zweiten Aspekt der Begegnung. Beide Teams kennen und schätzen sich. Da sind zum einen die beiden Trainer Gerd Römer und Stephan Hofmeister, die sich in vielen Schlachten im Württembergischen Handball immer gerecht duellierten und sich gerne die Hand geben, der Obsiegende noch lieber. Zum anderen steht mit Ronald Maier, einem der Geschäftsführer von IG Handball, die u.a. die online-Portale "handball-world.com" und "handballecke.de" betreiben, ein hilfsbereiter Macher im Hintergrund des Nachwuchscenters, der die Günzburger Bundesliga-Anfänger im hektischen Qualifikationsdschungel immer wieder mit wertvollen Tipps versorgte.

Die freundschaftliche Verbundenheit wird allerdings nichts daran ändern, dass Frisch-Auf unbedingt Revanche und zwei Punkte braucht und dass der VfL als erneuter Außenseiter an den Schutterwald-Auswärtscoup anknüpfen möchte.
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