VfL Handball: Junioren Bundesliga

  Riesengoliath hin und kleiner BOL-Verein her: Zur Überraschung der über 400 Zuschauer bot die Günzburger A-Jugend gegen den Haus-hohen Favoriten SG Kronau/Östringen ein tolles Jugendhandballspiel auf des Messers Schneide, in dem die beiden norddbadischen Hauptakteure Roy James (13 Treffer) und Marvin Gerdon (5) in den enscheidenden Phasen - und davon gab es viele - immer wieder noch ein wichtiges Tor drauflegen konnten. Erfreulicherweise gab Linksaußen Philipp Nief nach seiner Verletzungspause ein erfolgreiches Comeback mit einem super Gegenstoßtor.
Das Spiel begann mit 1:5 standesgemäß. Roy James tauchte überraschend am Kreis auf und der sehr schnelle Marvin Gerdon war mit seinen phänomenalen Körpertäuschung kaum zu halten. Doch die Günzburger Abwehr lernte. Schwer war noch der Baum-lange Kreisläufer Alexander Kubitschek zu decken, dem einige Fans aus seiner Heimatstadt Biberach auf der Tribüne die Daumen drückten. Der starke Rest war Bundesliga-Schnitt, so konnte sich die Deckung um die sehr präsenten Innenverteidigung Michael Jahn und Daniel Jäger auf Schwerpunkte konzentrieren. Da Patrick Rösch im Tor sein bestes Saisonspiel gelang, war die Defensive der eine Teil zum überraschenden Spielverlauf.
Der andere war mehr Variabiltät im Angriff. Diesmal tauchte nicht nur Nico Jensen, sondern auch Raphael Groß, der erneut ein tolles Spiel machte auf allen Angriffspositionen auf.
Schnell stand es 5:6. Die Dauer-favorisierten Gäste, die Wochenende für Wochenende wissen, dass sie in der Liga kaum zu schlagen sind, wurden mit sich selbst unzufrieden und hatten umgekehrt einen Gegner am Hals, der bei aller Aussichtslosigkeit des Siegesunterfangens ordentlich Spaß an seiner Außenseiterrolle gewann.

Und das Unglaubliche geschah: Die Begegnung kippte. Der VfL führte 11:10 und 12: 11. Das Publikum war begeistert. Der Kronauer Trainer nicht. Eine lautstarke Gäste-Auszeit, danach ein paar leichte, gut vermeidbare Günzburger Fehler und ruck-zuck schien beim 13:17 zur Pause das Spiel doch in der Favoritenspur.
Früh nach dem Wiederanpfiff sah beim 15:20 doch noch alles nach einem gemütlichen badischen Abend für die Junglöwen aus. Doch die herrschende Handballmeinung auf der Tribüne irrte, Günzburg kam über den Gegenstoß zurück. Der B-Jugendliche Jonas Lehr wurde mustergültig bedient und verwertete Nerven-stark. Beim 20:21 und 21:22 waren die "Sieben Schwaben" wieder dran. Acht mal waren die Günzburger um ihren starken Linkshänder Lucas Barthel dann noch bis auf zwei Tore am Favoriten, zuletzt beim 29:31. Doch mehr war bei aller Handballleidenschaft einfach nicht drin. Ab dem 28:30 ordnete Trainer Hofmeister offene Manndeckung an. Allein das Tor, das Roy James hier zur endgültigen Entscheidung erzielte war das Eintrittsgeld wert. Nach dem Anpfiff der guten Schiedsrichter, die nicht viel älter waren als die Spieler, war der Favoritensieg in badischen Tüchern.
Für Kronau/Östringen bedeutete er einen weiteren zusätzlichen Punkt Vorsprung auf den Zweiten, mittlerweile sind es sechs, für das junge Günzburger Team - bis auf zwei Spieler bleiben alle in der A-Jugend - eines der wenigen stillen, wenn auch punktlosen, Erfolgserlebnisse in der Niederlage.

Es spielten:
Hauf, Rösch; Nief (1), Jensen (5), Buck, Schubert, Barthel (5), Jäger (5), Groß (6/1), Lehr (3), Englet, Staiger (1/1) und Jahn (3).

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