VfL Handball: Junioren Bundesliga

  Am Sonntag um 17.00 Uhr empfängt die Günzburger A-Jugend den großen Bruder von Goliath, den Handball-Goliath. Er heißt SG Kronau-Östingen. Im Gegensatz zum kleinen Bruder aus dem Alten Testament ist er deutlich größer, nämlich vierzehn-Mann-hoch, so erlaubt es der Spielberichtsbogen.

Die Wurzel der Rhein-Neckar-Löwen war eine Spielgemeinschaft aus den Traditionsvereinen TSG Kronau und TSV Baden-Östringen. Namentlich dokumentiert ist diese erfolgreiche Handballgeschichte noch im Unterbau des Erstligisten, der seine Jugendarbeit unter vorbildlichen Internatsbedingungen absolviert, der SG Kronau/Östringen. Auch Uwe Gensheimer, just zum Handballer des Jahres gewählt, entstammt der eigenen Handballschule.

In dieser Saison sind die Junglöwen in der Südgruppe das Maß aller Handballdinge. Die Rückrunde hat gerade erst begonnen, da führen die Nordbadener die Tabelle mit 25:3-Punkten an und haben bereits 5 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten HC Erlangen. Mit diesem Punktepolster können die Vorbereitungen für den Kampf um die Deutsche A-Jugendmeisterschaft bereits im Hintergrund laufen. Für seine überragende Jugendarbeit erhielt die SG unlängst zum siebten Mal hintereinander das Jugendzertifkat, für das sich nur die 38 Vereine der Ersten - und Zweiten Liga bewerben können, siebzehn Vereinen wurde es verweigert.

Zuletzt mussten die Löwen ausnahmsweise mal ordentlich jagen bis die Beute beim 28:23 in der Göppinger EWS-Arena erlegt war. Dabei muss man allerdings wissen, dass es bei Spielen zwischen Badenern und Württembergern auch immer um die "Vorherrschaft" im Nachbarbundesland geht. Bester Spieler war der unendlich dynamische Rückraumspieler Roy James, der 11 Treffer erzielte. In Reihen der Gäste steht mit dem hoch gewachsenen Kreisläufer Alexander Kubitschek auch ein Biberacher, der mit dem physiotherapeutischen Betreuer Hans Peter Beer einen alten Bekannten aus der Heimat treffen wird.

Ganz anders die Planungen beim VfL. Hier wurden gerade die Termine für die kommende Bundesligaquali festgezurrt. Die Mannschaft befindet sich mit sechs Punkten auf dem elften und vorletzten Platz. Ohne die Doppelbelastung bei den Aktiven wären vielleicht ein oder zwei Siege mehr drin gewesen. Neunter ist derzeit die SG Köndringen/Teningen mit zwei Pluspunkten mehr. Die Südbadener bis zum Saisonende einzuholen ist das Ziel der Rückrunde.

Die Trauben des Erfolges hängen diesmal ganz nah unter Decke der Rebayhalle und sind an einem normalen Sonntag nicht zu erreichen. Doch auch ein vierzehn-Mann-hoher Goliath kann stolpern. So vor vielen Wochen geschehen als die heute mit den Weinroten punktgleichen Bietigheimer beim 31:31 einen Punkt von der Östringer Hallendecke stehlen konnten. Und schließlich gibt es nicht nur "David und Goliath", sondern auch das Märchen von den "Sieben Schwaben":

Diesmal braucht die A-Jugend die Fans dringender denn je. Jede Minute, die das Team um Spielmacher Nico Jensen mithält, bedeutet eine Weiterentwicklung. Vielleicht ist es auch ein Angebot für neutrale Handballkenner und Leistungssportfans. Der Gast zeigt eindrucksvoll, was in diesem Alter athletisch und spieltechnisch möglich ist.
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