VfL Handball: Junioren Bundesliga

In einem zähen Kampfspiel verloren "Die Sieben Schwaben" mit sechs Auswechselspielern gegen insgesamt acht sehr tapfere Südbadener mit 25:30 (12:13).
Voller Freude überbrachte Teammanager Siggi Walburger schon vor dem Spiel die frohe Kunde vom Spielberichtsbogen: Die HSG Konstanz war wegen diverser Verletzungen nur mit acht Mann angereist. Das könnte einfach werden! Spätestens da schwante Trainer Hofmeister nichts Gutes. Unerfahrene Spieler denken ähnlich: Dem Plan durch bedingungslosen Kampf die Punkte an der Donau zu behalten, war unbegründete Siegesgewissheit gewichen. Irgendwann werde "die" schon nachlassen. Die körperlich starken Gäste wussten bei der Anfahrt, vor der Begegnung und in jeder einzelnen Spielminute, dass nur der allerletzte Einsatz gegen sehr viele weinrote Spieler und noch mehr, diesmal über 400, Zuschauer Erfolg versprechen könnte.

Der gute Günzburger Plan von Anfang an schnell zu spielen hielt keine fünf Angriffe. Beim 3:2 führte der VfL zum letzten Mal. Ein paar Fehler, die in jedem anderen Spiel zusätzliche Kampfeslust enfacht hätten, schürten unbegründete Unzufriedenheit. Gegen gerade mal Acht sollte es doch wie von selbst laufen? Anstelle das läuferische Gesamtpotential auszuschöpfen, wurde nun vorsichtiger, also langsamer gespielt. Gut für die Wenigen.



Das Spiel kippte komplett: Nach 20 Minuten führte die HSG mit 6:10. Die stolze GünzburgerJugend haderte längst mit ihrem Handballschicksal, anstelle es in die Wurfhand zu nehmen. Angetrieben vom besten Günzburger, Hallensprecher Tom Rueß, und dem sehr engagierten Publikum kämpften sich "Jäger&Co" auf 11:12 heran. Gewechselt wurde beim 12:13. Sollte doch alles gut werden?

Nein, alles spielt sich auch nicht im Kopf ab!

Das Angriffspiel passte über 60 Minuten nicht. Die Halbspieler erwischten gegen die sehr defensive Deckung einen rabenschwarzen Tag. Neben etlichen Fehlwürfen, wurde die Abwehrnahtstellen nicht angegangen. Die Spieler vom Bodensee kamen ohne eine einzige Zeitstrafe aus. Zwei "tricky" Schlagwürfe von Lucas Barthel bleiben in guter Erinnerung. Ansonsten bestand der Angriff nur aus zu frühen Kreisanspielen an Allzweckwaffe Daniel Jäger und aus Nico Jensen, der auch etliche Fehlwürfe hatte, aber das Spiel organisieren musste, als einziger neben Philippe Majsai die Nahwurfdistanz suchte und beim Weiterspielen keinerlei Druck von seinen Halbspielern zurück bekam und so in Wurf-Zugzwang genötigt wurde.

Bis zum 22:24 war der VfL dran, beim 23:27 war das Spiel vorentschieden. Die Versuche das Spiel durch offene Manndeckung noch einmal zu drehen scheiterten. Mit 25:30 ging ein Spiel durch eine falsche Einstellung zu einem riesen Vorteil verloren.

Es spielten: Hauf, Ziegler, Rösch; Jensen (6), Jahn (4), Schubert (1), Barthel (4), Jäger (3), Zimmermann, Groß (2/1), Majsai (2), Englet und Staiger (3)
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