VfL Handball: Junioren Bundesliga

Zum Abschluss eines nie für möglich gehaltenen Handballjahres empfängt die A-Jugend, von der Günzburger Zeitung eben erst zur "Mannschaft des Jahres" gekürt, den Drittliga-Nachwuchs der HSG Konstanz (Samstag um 17.30 Uhr). Mit Ausnahme der Teams ganz oben sind die Mannschaften leistungsmäßig enger zusammengerückt. Eigentlich kann mittlerweile jeder jeden schlagen. Es sind die kleinen Fehler in den entscheidenden Phasen, das Vorausahnen des nächsten Schrittes, Stress-Resistenz in Spielkrisen oder umgekehrt kleine Momente der Unkonzentriertheit, die den Ausschlag geben. Ein Bundesligaspieler braucht nicht nur starken Willen und Athletik, sondern auch einen hellwachen Geist.

Etwas mehr Konzentration gegen die SG BBM Bietigheim hätten beim letzten Heimspiel zu Punkten reichen können. Selbst bei der JSG Echaz-Erms war fast alles richtig, die Sensation scheiterte an einem Gegner mit höherer Aufmerksamkeit. Körper, Seele und vor allem auch Geist (!) sind bei einem erstklassigen Athleten gefordert.

Ähnliche Handballerlebnisse hatte der derzeitige Tabellensiebte, die HSG Konstanz, die lange an der Tabellenspitze mitmischte. Vor vierzehn Tagen wurden die bärenstarken Pforzheimer mit 24:26 an den Rand einer Niederlage gebracht und vor Wochenfrist verlor man das Südbadenderby gegen die aufstrebende Spielgemeinschaft aus Köndringen und Teningen mit 33:34. Das könnte vier Punkte mehr sein? Der Konstanzer Trainer wird ebenfalls mit Kleinigkeiten hadern.

Hobby-Mathematiker Michael Jahn und seine Mannschaftskameraden müssen zur Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit neuerdings im Training nicht nur rennen und werfen, sondern auch rechnen und knifflige Denksportaufgaben lösen um mit höherer Aufmerksamkeit die gestellten sportlichen Aufgaben in der Rebayhalle zu lösen. Neben der taktischen Vorbereitung, ein Baustein auf einen Gegner, gegen den es in der Hinrunde eine denkbar knappe 31:30-Auswärtsniederlage setze.

Erfreulich für die Samstagsbegegnung, dass erstmals seit vielen Wochen keine neuen Grippeerkrankungen dazu kamen. Lediglich Danny Röllig quält sich noch mit den letzten Auswirkungen. Endlich stehen aber alle Innenverteidiger wieder zur Verfügung. Die letzten Begegnungen waren auch körperlich ein Grenzgang. Viele Trainingseinheiten fanden in Notbesetzung statt. Diese Woche war die Halle wieder erfreulich überfüllt

Ein Sieg würde das Jahr krönen, wäre das schönste Weihnachtsgeschenk für die Mannschaft und ihre Fans; und böte besten Gesprächsstoff für die anschließende große VfL-Weihnachtsfeier. Dafür kann man im Training auch mal rechnen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.