VfL Handball: Junioren Bundesliga

Am Sonntag um 17.00 Uhr empfangen die Günzburger A-Jugendhandballer, aktuell Zehnter, den Tabellennachbarn SG BBM Bietigheim (11. Platz). Der Nachwuchs des Zweitliga-Tabellenführers startete mit dem Saisonziel "Sechster und damit direkte Bundesligaquali für die nächste Runde" denkbar schlecht in die Saison. Die Wende kam ausgerechnet bei den Überfliegern von der SG Kronau/Östringen als dem hohen Favoriten ein Unentschieden abgetrotzt werden konnte. Die mittlere Sensation hatte einen Namen: Daniel Grimm. Der lange verletzte Torjäger mit der Standardmarke "9 Buden" kehrte zurück ins Team und seither geht die Mannschaft um Jugendkkordinator Severin Englmann, der schon einmal das Männer-Zweitliga-Team coachte standesgemäß als Favorit in die Spiele.

Das gilt auch für Sonntag. Der SG-Rückschlag vom vergangenen Wochenende als die schwächelnden Schutterwälder aus der Bietigheimer Halle am Viadukt mit 21:27 auf die Erfolgsspur zurückkehrten und beide Punkte mit ins Südbadische nehmen konnten, wird daran nichts ändern.

Die Günzburger A-Jugend ist angeschlagen. Die drei Siege vor ein paar Wochen, die für mächtig Handballeuphorie beim VfL sorgten, waren ein Highlight. Mit zuletzt drei Niederlagen in Folge zerstoben die kleinen Hoffnungen auf Platz Sechs und betonierten die Mannschaft um Spielmacher Nico Jensen ins untere Tabellendrittel. Die Mannschaft muss nach der Aufstiegseuphorie, dem Zuschauer-Hype, den plötzlichen Siegen nun mit dem Liga-Alltag fertig werden. Der da heißt: Wochenende für Wochenende eine überdurchschnittliche Leistung zu erbringen um überhaupt mithalten zu können. Die Bundesligasensation fordert gerade ihren Tribut. Mit Patrick Rösch und Philipp Nief gibt es seit dieser Woche die ersten Verletzten. Beide werden 14 Tage ausfallen.

Dennoch freut sich die Mannschaft sehr auf das Spiel: Endlich wieder zu Hause! Das Team kann zwar zum Jahresende nicht Woche für Woche über sich hinauswachsen, das tat es ein halbes Jahr. Nach zwei langen Auswärtsfahrten will der Sensationsbundesligist mit Deutschland-weitem Zuschauerrekord aber seinen Fans beweisen, dass sie an diesem Sonntag mit ihrem Besuch mal wieder die richtige Entscheidung getroffen haben. Günzburger A-Jugendhandball ist lupenreiner Amateursport von einem BOL-Verein auf höchster Ebene top gemanagt. Drei Niederlagen wie zuletzt gehören da einfach mal dazu. A-Jugendhandballfans, Eltern und Freunde auf der Tribüne, vor allem aber die Spieler auf dem Feld werden sonntags um jeden Millimeter der Rebayhalle kämpfen. Der größte Lohn bleibt für den Amateursportler der gemeinsame Schlussapplaus nach einem Heimsieg. Dafür wird sehr viel Außergewöhnliches zu tun sein. Das ist es wert.
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