VfL Handball: Junioren Bundesliga

nach 6 Punkten aus den letzten drei Spielen und dem achten Platz in der Tabelle, schaut die Mannschaft mittlerweile verstohlen auf den sechsten Tabellenplatz, der ohne jede Quali zum Bundesligaverbleib berechtigt und damit eine weitere Saison Handballspaß pur garantiert. Da jeder einzelne Punktgewinn einen körperlichen Grenzgang bedeutete und größere Verletzungen bislang ausblieben, ein kühner Traum. Doch einen Platz besser ist Frisch-Auf, die bereits geschlagen wurden und auf dem Platz an der Sonne thront Konstanz. Am Bodensee verlor der VfL höchst unglücklich mit einem Tor. Man kann die kleine Möglichkeit zum Klassenerhalt ganz leise spüren.

Vor diesem völlig neuem Hintergrund gewinnt das Samstagsheimspiel gegen die SG Pforzheim/Eutingen (Anpfiff: 16:00 Uhr) eine zusätzliche, rundum erfreuliche Bedeutung. Es geht plötzlich nicht mehr um einfaches freudiges Dabeisein, sondern auch um Jugendbundesliga 2014/2015.

Mit den Nordbadenern kommt allerdings ein Hochkaräter an die Donau. Vor zwei Jahren war die Mannschaft um U18-Nationalspieler Pascal Kirchenbauer, der unlängst die deutschen Nationalfarben bei einem Turnier in Paris mit sechs Treffern erfolgreich vertrat, noch Bundesligameister. In der letzten Runde wurde die Mannschaft vom Pforzheimer Buckenberg zwar nur Siebter, verblieb aber in der Liga, weil diesmal die B-Jugend um die Deutsche Meisterschaft spielte. Bundesliga ist dort also kein einmaliger Zufall, sondern Teil eines nachhaltigen Konzeptes. Patrick Groetzki kommt aus dieser Talentschmiede. Am vergangenen Wochenende fegte das routinierte Team die SG Köndringen/Teningen mit 32:18 aus der Halle. ihre Ambitionen tarieren zwischen kleiner Hoffnung auf die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft, dazu berechtigen die ersten beiden Plätze und dem unangenehmen Blick auf Platz sieben, ganz nach unten in den Quali-Dschungel. Grund genug konzentriert nach Bayern zu fahren. Da kommen willensstarke Leistungssportler!

Allein dass Trainer Hofmeister urplötzlich in der Rebaystarße über Platz Sechs redet, hat das Bundesligaprojekt noch einmal angeschoben. Natürlich ist die Mannschaft um die Kapitäne Raphael Groß und Michael Jahn erneut krasser Außenseiter, der Funke von jugendlicher Handballbegeisterung auf dem Feld ist allerdings längst auf das Publikum übergesprungen. Was dann möglich ist, zeigte die Begegnung gegen den Meisterschaftsmitfavoriten Frisch-Auf (...). In der DHB-Zuschauerstatistik ist der VfL Günzburg übrigens nicht Sechster oder Achter, sondern mit durchschnittlich 525 Zuschauern absolute Bundesligaspitze, gefolgt von der HC Erlangen mit 425.
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