VfL Handball: Jahresrückblick 2011

 

Wieder einmal blicken die Handballer des VfL Günzburg auf ein Jahr mit Höhen und Tiefen zurück. Ein Rückschlag war mit Sicherheit der erneute Abstieg der Männermannschaft aus der Landesliga. Allerdings bot dies auch die Möglichkeit, den großen Umbruch zu vollziehen. Und das hat sich bis jetzt ausgezahlt. Die Mannschaft spielt in der Bezirksoberliga ganz oben mit, mit einem jungen Kader, der überwiegend mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs besteht. Während die Männer den Schnitt scheinbar gut verkraftet haben, tun sich die Frauen noch ein bisschen schwerer. Sie befinden sich bislang mitten im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga.

Das Herzstück des VfL ist zweifelsohne die Jugendarbeit mit ihren zwölf Mannschaften. Von den Minis bis zu den A-Junioren sind alle Altersklassen belegt, manche davon sogar doppelt. Ab der D-Jugend hinauf in die älteren Jahrgänge gibt es sowohl männliche wie auch weibliche Teams. Die B-Junioren wurden in der Saison 2010/2011 schwäbischer Meister, sie spielen derzeit in der Landesliga. Dort sind auch die A- und die B-Juniorinnen zuhause. 17 Trainer kümmern sich um den Nachwuchs, dazu acht Betreuer für Organisation, Planung und Verwaltung. Die intensive Jugendarbeit der letzten Jahre beim VfL Günzburg macht sich allmählich bezahlt. Die bestmögliche Förderung der Talente ermöglicht es nun zwölf Spielerinnen und Spielern, sich für Auswahlmannschaften zu qualifizieren und auf Landes- sowie Bezirksebene zusätzliche Erfahrungen zu sammeln.

Das Vereinsjahr der Weinroten war geprägt von zwei absoluten Höhepunkten. In die Vorbereitung und Organisation des Jugend-Cups haben die Verantwortlichen jede Menge Zeit gesteckt. Der Lohn waren so viele Anmeldungen wie nie zuvor. Doch dann machte Petrus einen Strich durch die Rechnung. Weil es regnete fiel das Turnier in seiner geplanten Form flach. Doch davon ließen sich die Günzburger nicht beirren. Viele hochkarätige Mannschaften aus ganz Bayern aber auch noch junge Teams, die Erfahrungen sammeln wollten, erlebten trotzdem zwei Handballtage vom Feinsten. Die Spiele wurden kurzerhand in die Halle verlegt. Die Handballtalente zeigten neben ihren individuellen Fertigkeiten schon schöne Spielzüge und gute Aktionen in der Gruppe. Nicht nur bei den Finalspielen der besten Mannschaften war zu sehen, dass das Turnier insgesamt ein sehr hohes Niveau hatte. Hochzufrieden war auch der Sponsor. Der Geschäftsführer der Fielmann-Niederlassung in Günzburg, Alexander Poljazki, meinte: „Ich freue mich sehr, so viele begeisterte Jugendliche und ihre Begleiter bei diesem Turnier erlebt zu haben.“

Zweiter Höhepunkt war das Gastspiel des deutschen Meisters HSV Hamburg. Die Mannschaft um Stars wie Torhüter Johannes Bitter, Pascal Hens und Torsten Jansen kam in die Günzburger Rebayhalle zum Testspiel gegen den schwäbischen Drittligisten TSV Friedberg – und über 2000 begeisterte Fans aus Nah und Fern waren hautnah mit dabei. Sie verwandelten die Halle in einen Hexenkessel und ließen damit ein bisschen vom Flair aus den erfolgreichen VfL-Zeiten in den 1980er Jahren wieder aufleben. Das Ergebnis des Freundschaftsspiels war Nebensache. Umso mehr freuten sich die Besucher, dass beide Teams mit offenem Visier spielten und bei aller Ernsthaftigkeit irgendwann sogar damit begannen, ein paar Trickspielzüge auszupacken. 41:27 gewann der Meister – standesgemäß. Toll aus Sicht der Fans war vor allem, wie sich der HSV präsentierte. Kein bisschen nordisch unterkühlt, sondern freundlich und publikumsnah gaben sich die Superstars. Noch lange nach dem Abpfiff schrieben sie Autogramme und ließen sich geduldig mit den Fans in der Rebayhalle fotografieren.

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 02.01.2012
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