VfL Handball: Jahresrückblick 2 0 1 3

 
Zahlreiche Zuschauer (den höchsten Zuschauerschnitt der Jugend-Bundesliga), besuchten bisher die stimmungsvollen Partien der „ Hofmeister-Jungs“.
 
Spätestens nach dem Sieg gegen den Bundesliga-Nachwuchs von Frisch Auf Göppingen ist die Bundesliga-Flamme zum Feuer entfacht
 
Stehen v.l.: Trainer Harald Jekel, Franziska Aust, Conny Müller, Annika Betzler, Annelie Galgenmüller, Simona Machalova, Lisa Gremmelspacher, Helmut Ostertag (Sponsor und Geschäftsführer der Statix 3) Sitzend v.l.: Evelyn Jorga, Ines Leix, Ardiana Merditaj, Judith Deutschenbauer, Daniela Stoll, Catherina Harder, Trainer Robert Mayer
Im Jugendbereich liegt der Saisonbeginn eigentlich schon Monate zurück, denn die Qualifikationsturniere für diese Spielzeit fanden bereits im Mai, Juni und Juli statt. Speziell die A-Jugend musste dabei einen Quali-Marathon bestreiten. Mit dem Startplatz in der Bundesliga wurde das Team aber mehr als entschädigt und auch die in der Quali gewonnenen Erfahrungen und erlebten Momente sind den Jungs nicht mehr zu nehmen.
Alle anderen Jugendteams hatten in der Quali ebenfalls überzeugt und die gesteckten Ziele erreicht.
Somit ist die Abteilung ihrem gestecktem Ziel, sich in den höchsten schwäbischen und bayerischen Ligen zu etablieren, weiterhin näher gekommen.
Um dieses Ziel auf diesem Niveau zu stabilisieren, waren einer der ausschlaggebenden Gründe, sich die Dienste von Trainer-Fachmann Stephan Hofmeister zu sichern. Schließlich war Hofmeister seit Jahren schon der Wunschkandidat für die Besetzung einer Trainerstelle und sein Engagement hatte sich dann schon schnell bei den A-Junioren mit dem Erreichen der Bundesliga-Qualifikation bezahlt gemacht.

Jugend beim VfL Günzburg

Im Jugendbereich vertreten in der Spielzeit 2013-14 neun Jugendmannschaften die Farben des VfL Günzburg. Es konnte das gute Quali-Ergebnis aus dem Vorjahr sogar noch verbessert werden.

Die weibliche und männliche C-Jugend spielt erstmals in der Bayernliga, schlagen sich dabei sehr tapfer und belegen die Plätze 3 und 5.
Die beiden B-Jugendmannschaften hatten sich abermals für die Landesliga qualifiziert und es scheint so, dass dabei auch beide Mannschaften um den Titel mitspielen können. Die weibliche Jugend steht auf dem 2.Tabellenplatz und die männliche ist Tabellenführer.
Beide D-Jugend Teams spielen auch zum wiederholten Mal erfolgreich in der höchsten Liga und belegen Rang 5 und 4.
Bei den Minis und E Jugendlichen konnte dieses Jahr auch nochmals zugelegt werden und die Anzahl der Kinder erhöht sich stetig.
Auch da ist der VfL Günzburg ganz stark vertreten.

Für dieses hervorragende Gesamtergebnis sorgen insgesamt 19 Jugendtrainer, zahlreiche Betreuer, Helfer und engagierte Eltern.

Das Aushängeschild ist aber zweifelsohne die männliche A-Jugend.
Das Team von Chefcoach Stephan Hofmeister und Co-Trainer Thomas Groß konnte sich nämlich trotz aller vorhergehenden Prognosen mehr als tapfer schlagen und löste in Günzburg und Umgebung eine regelrechte „Bundesliga-Euphorie“ aus. Zahlreiche Zuschauer (den höchsten Zuschauerschnitt der Jugend-Bundesliga), besuchten bisher die stimmungsvollen Partien der „ Hofmeister-Jungs“. Die hatten sich nämlich dabei mit den alten Tugenden eines Handballspiels wie Begeisterung, Leidenschaft und kompromissloser Einsatz in die Herzen der Zuschauer gespielt.
War es noch vor Rundenbeginn unvorstellbar, dass sich die Bundesliga-Neulinge sportlich mit renommierten und etablierten Spielgemeinschaften und Handball-Internaten messen konnten, so war spätestens nach dem Sieg gegen den Bundesliga-Nachwuchs von Frisch Auf Göppingen die Bundesliga Flamme zum Feuer entfacht. Nach zuerst unterschiedlichen teils knappen Niederlagen, stehen jetzt drei Siege der VfL Junioren zu Buche und weitere werden noch folgen.



Die weibliche A-Jugend wurde leider trotz Erreichen der Landesliga-Qualifikation wegen einer strategischen Entscheidung vom Spielbetrieb genommen und in den Erwachsenenbereich integriert. Dass diese Entscheidung richtig war, das hatte sich schon schnell in den darauffolgenden Trainingseinheiten bemerkbar gemacht, da die Leistungsstärke und Qualität in beiden Erwachsenen-Teams schnell gebündelt war und der Übergang hervorragend klappte.

Das Vereinsjahr der Weinroten war geprägt von zwei Höhepunkten.

In die Vorbereitung und Organisation des Jugend-Cups haben die Verantwortlichen jede Menge Zeit und Arbeit gesteckt. Der Lohn waren viele Anmeldungen: 700 Kinder und Jugendliche aus ganz Süddeutschland spielten auf dem Platz an der Rebayhalle um Pokale. Die großen Gewinner waren letztlich auch hier die Gastgeber, denn beim zehnten Günzburger Jugendhandball-Turnier um den Fielmann-Cup hat der Nachwuchs des VfL voll abgeräumt.

70 Mannschaften und viele Freunde des Jugendhandballes erlebten ein ausgezeichnet organisiertes Jugendturnier. Routiniert hielten Abteilungsführung und Turnierleiter Jürgen Kees hinter den Kulissen die Organisationsfäden in der Hand. 184 Spiele mussten mit Schiedsrichtern besetzt werden, 70 Mannschaften wurden unter der Aufsicht von Grill-Direktor Märkl unaufgeregt versorgt. Da viele weinrote Handballhände engagiert mit anpackten, war alles in Höchstgeschwindigkeit auf- und abgebaut. So machte die Arbeit trotz tropischer Hitze Spaß!
Für alle Gäste galt dann der VfL sportlich als schlechter Gastgeber, denn es war nur sehr schwer an den Günzburger Talenten vorbei zu kommen.
Selbst Turnier-Urgestein Siggi Walburger, der schon das Vorgänger-Turnier "Günzburger Handballwoche" über viele, viele Jahre verfolgte und mit gestaltete, konnte sich an kein vergleichbar gutes Endergebnis des eigenen Nachwuchses erinnern. In neun Altersklassen wurde um Erfolgsmeriten gerungen:
Sechs Mal hieß der Turniersieger VfL Günzburg, dazu kamen drei zweite Plätze und ein dritter Platz.

Im Anschluss folgte dann das Highlight des Turniers zwischen den Galliern von der Alb (Bundesligist Balingen–Weilstetten) gegen die Herzogstädter (Meister der dritten Liga TSV Friedberg)




Ein weiterer Höhepunkt waren dann noch die beiden Vorbereitungsturniere der Männer und Frauen im September, die mittlerweile auch über den Spielbezirk hinaus zu einer lieb gewonnen Tradition geworden sind.

Die Männer scheiterten erst im Finale beim Ehrenreich-Cup an der HSG Dietmannsried, die Frauen konnten sich beim Volksbank-Cup gegen nur höherklassige Mannschaften nicht durchsetzen. Im Anschluss vom Turnier fand dann die zweiten Runde des BHV Pokals gegen den VfL Leipheim statt. Nach vier Turnierspielen konnte der Bezirksoberligist mit 29:8 besiegt werden.



Die Erwachsenenmannschaften


Das Reserveteam der Damenmannschaft mit einer Mischung aus erfahrenen und sehr jungen Spielerinnen hat unter Trainer Jörg Strauch super zusammen gefunden und hat durch den Zusammenschluss mit der weiblichen A-Jugend mächtig Spaß dabei. Auch sportlich lief es zuerst hervorragend.
Mit sechs Siegen in sechs Spielen war die Bilanz makellos. Doch dann erlebten die Damen 2 ihre ersten Dämpfer mit zwei Niederlagen gegen die Top-Teams der Liga, Donauwörth und Wittislingen. Trotz den kleinen Rückschlägen zeichnet sich ab, dass weiterhin um die Meisterschaft mitgespielt werden kann, um dann vielleicht im nächsten Jahr in der Bezirksoberliga vertreten zu sein.

Das Reserveteam der Herrenmannschaft ist in die Bezirksliga aufgestiegen und versucht ebenfalls mit einer gesunden Mischung aus Jugend und Routine eine erfolgreiche Saison zu gestalten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten sich die Mannen von Jörg Strauch die letzten Wochen von den Abstiegsrängen befreien und steigerten sich von Spiel zu Spiel. Bei Günzburgs Reserve platzt im Training die Rebayhalle fast aus allen Nähten, so viele Spieler tummeln sich im Trainingsbetrieb. Das wäre vor einigen Jahren noch unvorstellbar gewesen. Das Hallenproblem haben aber mittlerweile alle Mannschaften und für Entspannung ist dann spätestens im Frühjahr gesorgt, wenn die neue Dreifach-Turnhalle in Betrieb geht. Ein weiterer Zugewinn für die nächste Entwicklung.


Die Damen 1 sind in die Landesliga zurückgekehrt und spielen dabei mit einer der jüngsten Mannschaften in dieser Staffel, die auch komplett neu aufgebaut wurde. Die Begeisterung und Leistungsbereitschaft der ersten Damenmannschaft war in der Vorbereitungsphase außergewöhnlich.
Am Training nehmen im Schnitt zwischen 12 und 14 Spielerinnen teil, die sich Woche für Woche der Herausforderung stellen, sich weiter zu entwickeln. Von solchen Bedingungen können viele Damenmannschaften nur träumen.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten kommen die Spielerinnen vom Trainergespann Robert Mayer und Harald Jekel mit den Anforderungen und Gegebenheiten der starken Liga immer besser zurecht und die Kurve steigt steil nach oben. Nach den ersten knappen Niederlagen haben die Spielerinnen immer besser zusammen gefunden und stehen momentan auf einem gesicherten Tabellenplatz mit Abstand zu den Abstiegsrängen. Im BHV-Pokal wäre sogar fast die Sensation geglückt, den Bayernligisten und ehemals deutschen Meister und Europapokalsieger 1.FC Nürnberg im Achtelfinale aus dem Rennen zu werfen. Leider scheiterten die Damen dabei um ein Tor.




Die Männer1 gingen mit einem gewissen Druck in die Runde, da der Aufstieg in die Landesliga enorm wichtig ist, um den talentierten jungen Spielern für die Zukunft eine gute Perspektive im eigenen Lager zu bieten.

„Chefcoach“ Hofmeister hatte dazu gleich mal die Taktzahl und das Trainingspensum erhöht und höhere Anforderungen an seine Spieler gestellt.
Nach einer guten Vorbereitung und einem guten Start in die Runde war die VfL Herrenmannschaft völlig zu Recht als Meisterschaftsfavorit gehandelt.
Doch spätestens nach der Derby-Niederlage beim SC Ichenhausen musste man erkennen, dass das Team von Stephan Hofmeister vielleicht in diesem Jahr noch nicht so weit ist um den Aufstieg feiern zu können und das Potential mit dieser Mannschaft noch nicht vorhanden ist.
Die Niederlage beim TSV Göggingen bekräftigte dies und Günzburg hat sich vorläufig aus dem Meisterschaftsrennen verabschiedet und um ein Jahr verschoben. Jetzt gilt es alle Kräfte zu mobilisieren und sicher zu stellen, dass für die Zukunft eine schlagkräftige Truppe zusammengeführt wird, denn die vielen gut ausgebildeten Jugendspieler die die nächsten Jahre den Jugendbereich verlassen werden, benötigen für die Zukunft dann auch die Plattform dazu.

Jugend und Erwachsenenbereich sind allerdings auch zwei verschiedene Bereiche, an die sich auch talentierte Jugendspieler zuerst mal gewöhnen müssen. Auch die Bezirksoberliga wird dabei noch für den einen oder anderen Jugendspieler eine Herausforderung darstellen und genügend bieten, um auch die nötigen Spielanteile zu erhalten, die in höherklassigen Mannschaften nicht immer gewährleistet sind.

Auch im Sponsoring kam es auch zu Veränderungen

Mit der statix 3 gmbh konnte ein heimisches Unternehmen als Hauptsponsor gewonnen werden das sich mit dem „Produkt VfL-Handball“ hervorragend identifizieren kann. Dadurch stellt statix 3 und VfL Handball „eine starke Verbindung“ zusammen.

Geschäftsführer Helmut Ostertag vertritt in seinem Unternehmen eine ähnliche Auffassung und betont: „ Mit unserer Sponsoring-Aktivität möchten wir uns gezielt für die Menschen vor Ort engagieren. Wir legen besonderen Wert auf den sozialen Aspekt im Sport. Die Jugendarbeit und die Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer stehen dabei für uns im Vordergrund. Fairness, Leistung, Respekt, Partnerschaftlichkeit und Teamgeist sind nicht nur im Sport von entscheidender Bedeutung. Für die statix gmbh sind diese Werte ebenfalls elementare Faktoren der Unternehmenskultur. Wir sind davon überzeugt, dass ein fairer und partnerschaftlicher Umgang sowohl gegenüber Kunden als auch in der „eigenen Mannschaft“ die Kreativität, die Motivation und die Freude an der Arbeit fördert. Diese vielen Faktoren sind in der VfL Handballabteilung geballt vorhanden.“

Zusätzlich konnte der Sponsoren-Pool weiterhin ausgebaut werden. Zahlreiche Unternehmen, darunter wieder viele ortsansässige sind auf die solide Arbeit der Handballabteilung aufmerksam geworden und unterstützen das Projekt „Handball in Günzburg“ tatkräftig mit. Eine gute Investition für die Zukunft.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 07.01.2014
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