VfL Handball: Damen 1 – völlig außer Rand + Band beim BSC Oberhausen
Nichts zu erben gab es beim BSC Oberhausen im beschaulichen Alpenvorland. Mit einer völlig indiskutablen Leistung in beiden Spielabschnitten handelten sich die Günzburger Landesligadamen eine 10:25 (3:11) Auswärtsniederlage ein. Dabei steckt der Aufsteiger aus Oberhausen selbst im Abstiegskampf und im Vorfeld rechnete sich Trainer Armin Spengler schon etwas aus und wollte in fremder Halle punkten. Bis zur 15. Minute waren diese Hoffnungen auch berechtigt. Da stand es 3:3 Unentschieden und der VfL konnte vor allem mit einer stabilen Abwehr überzeugen. Beide Mannschaften merkte man jedoch an, dass es um den Abstieg geht und die Angriffsleistungen waren geprägt von Nervosität und vielen Ballverlusten. Was aber danach folgte, hatte mit Handball wenig zu tun. Durch ein paar zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen ließen sich die Günzburgerinnen völlig aus dem Konzept bringen und es gelang ihnen bis zur Halbzeitpause kein einziges Tor mehr. Hinzu kam auch noch, dass sich Kathrin Boesveld in der 29. Minute eine rote Karte einhandelte.
Nach der Pause versuchte es das Günzburger Team kurzzeitig wieder mit Handball und nach einem 12:3 gelang ihnen ein 12:7 Zwischenstand, der vielleicht bei manchem mitgereisten Fan wieder Hoffnung aufkeimen ließ. Dem war leider nicht so. Die Spengler-Schützlinge verfielen erneut wieder in den lethargischen Zustand der 1. Halbzeit und ergaben sich ihrem Schicksal. In der Restzeit gelang dem VfL-Angriff, sofern man überhaupt von einem solchen sprechen kann, nur noch drei Torerfolge und der Endstand von 25:10 für Oberhausen durfte eine Erlösung für alle Günzburger Beteiligten gewesen sein.
„So kann und darf man nicht in einen Abstiegskampf gehen. Bei uns haben einige noch nicht bemerkt, dass es kurz vor zwölf ist“, zeigte sich Trainer Armin Spengler enttäuscht von seinem Team. Von seinen Stammspielerinnen hat an diesem Tag nicht eine Normalform erreicht. „Die Angriffsleistung, mit nur zehn Toren, war heute absolut katastrophal. Aber wenn man dazu den Abstiegskampf nicht annimmt und sich nahezu kampflos ergibt, hat man auch nichts in dieser Klasse zu suchen“, geht Spengler mit seinen Damen hart ins Gericht. Viele Chancen, das zu ändern, bleiben den VfL-Damen nicht mehr. Und ob das allen bewusst ist, gilt es zu klären.
Die Tore für den VfL erzielten:
F. Aust (2),) J. Wieser (2), S. Schaaf (1), M. Zach (1), S. Basler (1), I. Deutschenbauer (2/1)
J. Deutschenbauer (1)


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