VfL Handball: Damen 1 - Spitzenreiter HSV Bergtheim stand unsicher in der Rebayhalle
Diesen Ausflug nach Günzburg haben sich die Handballerinnen des HSV Bergtheim mit Sicherheit leichter vorgestellt. Der Tabellenführer der Bayernliga musste beim VfL Günzburg hart für den Sieg arbeiten. Das Schlusslicht wehrte sich lange und unterlag am Ende doch deutlich mit 24:33 (14:15).
Nein, an Kritik hat Harald Jekel in den vergangenen Wochen nicht gespart. Der Trainer der Günzburger Handballerinnen musste zuletzt häufig deutliche Worte sprechen und an den Kampfgeist seiner Spielerinnen appellieren. Dieses Mal hingegen kommt er aus dem Schwärmen kaum mehr heraus. Sein Team hielt gegen den Spitzenreiter stark mit, führte anfangs sogar mit 4:1. Und auch in der Folge ließen sie den HSV Bergtheim nicht davonziehen. Ständig wechselte die Führung. Nach 30 Minuten stand es 14:15. Die Partie war also noch völlig offen. Das, so Jekel, habe in erster Linie daran gelegen, dass vor allem die Defensive des VfL bombensicher stand. „Das war ein ganz tolles Spiel von uns“, so der Trainer weiter. Man habe sich mitreißen lassen vom schnellen Spiel der Gäste, die stellenweise verzweifelten. „Wir haben Bergtheim zu Fehlern gezwungen und ihre gefährlichen Gegenstöße anfangs unterbunden“, erklärt Jekel.
Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts war zwischen dem Ersten und dem Letzten kaum ein spielerischer Unterschied zu erkennen. „Wir sind von denen gehörig unterschätzt worden“, mutmaßt Jekel. 21:21 stand es nach 43 Minuten. Und dann kam doch noch der Einbruch: Nur sechs Minuten lang haben die Günzburgerinnen nicht ganz an ihrem Limit gespielt. Vor dem gegnerischen Tor wurde zu schnell abgeschlossen, zu hektisch geworfen. Dazu kamen etliche leichtfertige Ballverluste. Die Rechnung dafür bekam der VfL auf schmerzliche Art und Weise. Bergtheim erhöhte fortan die Schlagzahl und lief einen Gegenstoß nach dem anderen. In nicht einmal zehn Minuten war die Partie entschieden, der Spitzenreiter lag mit zehn Toren in Front (32:22).
Erst in der Schlussphase hatten sich die Gastgeberinnen wieder einigermaßen gefangen. Lob vom Trainer gab es dennoch: „Genau diese Einstellung erwarte ich von den Spielerinnen. Das war vorbildlich.“ Am Ende hieß es 24:33. Eine Niederlage, die eigentlich zu hoch ausgefallen war. (ssch)
VfL-Tore: Boesveld (6/3), Apel (5), J. Deutschenbauer (4), I. Deutschenbauer (3), Wieser, Jorga (je 2), Aust, Schaaf (je 1)





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