VfL Handball: Damen 1 – Keine Punkte beim ASV Dachau

von Siegfried Walburger aus Günzburg | am 02.03.2010 | 217 mal gelesen | 0 Kommentare | 0 Bildkommentare | 2 Bilder
Der Vfl musste ohne Ina Deutschenbauer und deren Schwester Judith sowie Kathrin Boesveld antreten

Günzburg: Selbst Harald Jekel hat inzwischen mit der Bayernliga abgeschlossen. „Da braucht niemand mehr träumen“, sagte der Trainer der Günzburger Handballerinnen nach der erneuten Pleite seiner Mannschaft. Mit 22:31 kassierten die VfL-Frauen auch beim ASV Dachau eine deftige Niederlage und bleiben damit abgeschlagenes Schlusslicht der Liga.
Die Vorzeichen waren nicht sonderlich günstig, denn neben Ina Deutschenbauer fielen auch deren Schwester Judith sowie Kathrin Boesveld aus. Doch davon unbeeindruckt begannen die Günzburgerinnen konzentriert und engagiert. „Die Mädels haben ihre Sache zu Beginn des Spiels wirklich gut gemacht“, lobte auch Jekel. Der VfL erspielte sich eine Führung und war beim Stand von 7:5 nach 15 Minuten sogar in der Überzahl. Und ausgerechnet in dieser Phase kam der große Bruch. „Ich kann es mir nicht erklären“, sagte der Coach enttäuscht. Aus der Führung wurde ein 7:9-Rückstand, dem die Weinroten bis zum Schlusspfiff hinterher liefen. 12:14 stand es zur Halbzeitpause.
Der ASV Dachau wäre an diesem Tag ein durchaus schlagbarer Gegner gewesen: spielerisch auf Augenhöhe und körperlich ebenfalls. Doch im zweiten Abschnitt fehlte dem VfL zum einen die Frische im Kopf, zum anderen die nötige Ruhe vor dem Tor. Die Chancenverwertung seines Teams bezeichnete Jekel gar als „katastrophal“. Bis zum gegnerischen Kreis lief das Günzburger Spiel, dann allerdings ging kaum etwas. Der Ball wurde durch die Reihen gespielt, ohne die Lücke in der gegnerischen Abwehr zu suchen, ohne aussichtsreiche Würfe zu nehmen. Jekel: „Das war frustrierend. Statt abzuschließen, wurde gepasst und wieder gepasst.“ Die Kritik am Spiel seiner Mannschaft war gar noch schärfer: In den letzten zehn Minuten der Partie sei sie nur noch mitgelaufen, ohne jegliche Reaktion. Die Einzige, die von der Trainerschelte ausgenommen wurde, war Melanie Märkl. Sie, so Jekel, habe mit ihrem variablen Spiel überzeugt. Das alleine war aber zu wenig und so hieß es am Ende 22:31 aus Sicht der Günzburgerinnen.
Was bleibt, ist die Hoffnung, dass sich der VfL in den kommenden Wochen so teuer wie möglich verkauft. Daran zweifelt Jekel nicht: „Trotz aller spielerischer Mängel, der Einsatz hat bislang eigentlich immer gestimmt.“ (ssch)

VfL-Tore: Märkl (9/3), Wieser, Aust, Apel (je 3), Jorga (3/1), Schaaf (1).

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