VfL Handball: Damen 1 - kein Pünktchen aus Bergtheim
Wohl selten hat eine solche sportliche Watschn so wenig geschmerzt wie das 28:43 der Günzburger Handballerinnen in der Bayernliga beim HSV Bergtheim. „Ich bin zufrieden“, sagte VfL-Trainer Harald Jekel nach der Partie. Seine Mannschaft habe bewiesen, dass sie auch Spitzenmannschaften Paroli bieten kann – zumindest zeitweise.
Der Start in die Begegnung hätte für die Günzburgerinnen aber kaum schlechter sein können. Statt Respekt vor dem übermächtigen Gegner zu haben, waren die VfL-Frauen richtig ängstlich und lagen schnell mit 1:10 zurück. Doch dann rissen sie sich gerade noch rechtzeitig am Riemen und fanden besser ins Spiel. Das wiederum gefiel den Unterfranken gar nicht. Sie machten immer mehr Fehler und so gelang es dem VfL, bis auf fünf Tore heran zu kommen. 12:17 stand es zur Halbzeit.
Im zweiten Abschnitt ging der Favorit aus Bergtheim dann wieder konsequenter mit seinen Chancen um. Zumal es ihm auch recht einfach gemacht wurde. Den Sündenbock hat Jekel dabei schnell ausgemacht: das Schiedsrichtergespann. Der VfL fühlte sich ein wenig verpfiffen und spielte Mitte der zweiten Halbzeit fast zehn Minuten durchgehend in Unterzahl. Jekel kritisierte: „Die Schiedsrichter haben viel zu wenig Feingefühl gehabt. Wir waren doch sowieso auf der Verliererstraße und dann werden wir auch noch benachteiligt.“ Einer Zeitstrafe auf Seiten der Gastgeberinnen standen sechs für den VfL gegenüber. Das sei zeitweise demoralisierend gewesen, meinte der Trainer weiter.
Doch nicht nur die Unparteiischen waren letztlich schuld an der Pleite. Bergtheim war durchgehend tonangebend. Vor allem Julia Lens und Carolin Roth waren von den Günzburgerinnen überhaupt nicht in den Griff zu bekommen. Die beiden erzielten gemeinsam 27 der 43 Treffer der Gastgeber.
Letztlich war Jekel nach der Partie zwar geknickt, aber nicht am Boden. „Wir spielen derzeit längst nicht auf unserem gewohnten Niveau“, sagte er. Man müsse eben mit dem zufrieden sein, was das Team derzeit zeigt. Das Positive: Die 28 erzielten Treffer seien dem VfL keinesfalls geschenkt worden. „Die mussten wir uns hart erarbeiten. Und aus solchen Erfolgserlebnissen müssen wir jetzt Kraft schöpfen für die Rückrunde“, so der Coach.
VfL-Tore: Boesveld (7/4), Apel, Jorga (je 5), Schaaf (4), Märkl (3), J. Deutschenbaur (2), Wieser, Aust (je 1).



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